dass im Team eine ausgezeichnete Stimmung herrscht, und wir verstehen uns auch untereinander sehr gut.
Der Trainer kann sehr gut motivieren und kennt sich im Frauenfußball exzellent aus. So haben wir, glaube ich, gute Karten für eine deutliche Leistungssteigerung in der Bundesliga-Rückrunde.
Hast Du immer noch Kontakt zu FFC-Spielerinnen, oder haben sie Dir den Wechsel zum FSV übel genommen?
Nein, in keiner Weise, sie haben mich ganz im Gegenteil immer unterstützt, hier in Deutschland zu bleiben. Ich hatte Anfang Dezember, als für mich feststand, dass ich beim FFC aufhören will, zunächst daran gedacht, zu einem englischen Team zu wechseln, entweder Arsenal oder Fulham. Und da haben meine Kolleginnen vom FFC immer gesagt, warum bleibst Du nicht in Deutschland und suchst Dir hier einen neuen Klub.
Wie läuft eigentlich die Verständigung mit Deinen deutschen Mitspielerinnen und dem Trainer?
[In Deutsch] Immer besser! Natürlich war es am Anfang beim FFC schwierig, da ich damals noch überhaupt kein Wort Deutsch konnte, aber mir haben viele Spielerinnen total geholfen, besonders Idgie (Renate Lingor) und Steffi (Jones), die mir alles übersetzt haben. Aber inzwischen klappt das schon viel besser, und auch die Konversation mit dem Trainer in Deutsch ist kein Problem mehr.
Der FSV steht ja derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz im gesicherten Mittelfeld, kann aber in das Rennen um die vordersten Plätze kaum noch eingreifen, und auch das Kapitel DFB-Pokal ist nach der Achtelfinal-Niederlage gegen Bad Neuenahr im letzten November beendet. Was ist Deine persönliche Motivation als FSV-Spielerin für die Rückrunde?
Fußball hat ja immer etwas mit Wettbewerb zu tun. Und auch wenn wir natürlich nicht mehr in das Rennen um die Meisterschaft eingreifen können, haben wir durchaus das Potenzial, in der Schlusstabelle vom sechsten Platz einen deutlichen Schritt nach vorne zu machen. Der Team-Spirit des FSV in der Rückrunde ist nicht mit dem der Hinrunde zu vergleichen. Da hat sich unter dem neuen Trainer ein ganz anderes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt, und ich bin stolz, davon ein Teil zu sein. Und natürlich freue ich mich ganz persönlich darauf, endlich auf dem Platz stehen zu können.
Am Sonntag steht mit dem Spiel gegen die amtierenden Meisterinnen von Turbine Potsdam gleich ein schwerer Brocken an. Was habt Ihr Euch da vorgenommen?
Das wird bestimmt ein interessantes Spiel an diesem Wochenende. Es wäre schon klasse, wenn wir da einen Punkt holen könnten. Man kann ja nie wissen, gerade weil Potsdam ja auch ein ganz neues Team mit der Brasilianerin Christiane sowie Ex-FSV-Spielerin Sonja Fuss auf dem Platz haben wird. Wir werden sehen ..
Letzte Frage: Was möchtest Du als Fußballerin, aber auch als Mensch in den nächsten Jahren erreichen?
Fußball bezogen wäre für mich schon das Wichtigste die WM- und Olympia-Teilnahme in 2006 und 2007. Immerhin hat Neuseeland Anfang der Neunziger bereits einmal die USA geschlagen, aber dann hat der neuseeländische Frauenfußball einfach stagniert, und erst jetzt beginnt sich da wieder etwas zu entwickeln. Aber wenn Du mich persönlich fragst, lebe ich momentan weitgehend meine Ziele aus. Ich hatte noch vor kurzem nie etwas mit Deutschland zu tun, und jetzt lebe ich hier schon seit über einem halben Jahr. Das ist mein Lebensmotto, zu reisen und zu lernen, vielen Menschen zu begegnen und Eindrücke aus den unterschiedlichsten Kulturen aufzunehmen. Ich möchte, das mein Leben offen bleibt, und das heißt jetzt für mich eben Fußball in Deutschland zu spielen, das ist einfach wie ein wahr gewordener Traum. Ich mag die Leute und die Kultur hier, und vielleicht bleibe ich ja noch ein bisschen länger, wer weiß?!
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