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22.09.2011
Bericht und Bilder von Sascha Heyer
Ungeschlagen und mit dem Pokalerfolg in Magdeburg im Rücken empfingen die
Frauen des VfL Wolfsburg bei bestem Fußballwetter zum Herbstanfang den deutschen Meister aus Potsdam. Für die Frauen aus Potsdam eine
Bewährungsprobe in der noch frühen Saison. Dies wurde dann auch durch das aggressive Spiel der Potsdamerinnen auf dem Platz deutlich.
Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste und bereits nach 3 Minuten konnte die erste Torchance durch Anja
Mittag verzeichnet werden. Die Wolfsburger Torfrau Alisa Vetterlein war aber zur Stelle. Es dauerte 10 Minuten bis auch die Wolfsburgerinnen mehr Spielanteile
erkämpften. In der 13. Minute versuchte es dann Ivonne Hartmann, eher unfreiwillig, einfach mal mit der in Magdeburg erfolgreich getesteten Variante und
schoss aus gut 25 Metern aufs Tor. Die misslungene Flanke konnte von Torfrau Ann-Katrin Berger gerade noch über die Querlatte gespitzelt werden. Auch
die folgende Ecke, getreten von der heute in der Startelf stehenden Zsanett Jakabfi, sorgte für Gefahr. Nadine Keßlers Kopfball landete aber nur am
Pfosten. Gerade durch die vielen Standartsituationen fanden die Wolfsburgerinnen nun immer besser ins Spiel. In der 21. Minute war es erneut Nadine Keßler die
mit einem Kopfball nach einem Freistoß für Torgefahr sorgte. Aber auch hier war die Potsdamer Torfrau zur Stelle. 4 Minuten später war es dann
für Weltmeisterin Yuki Nagasato einmal an der Zeit ihr Können zu zeigen. Alisa Vetterlein war aber auch hier wieder zur Stelle und verhinderte die
Führung des Meisters. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es dann die Potsdamerin Ann-Katrin Berger, die sich selbst ein wenig Arbeit verschaffte. Nach einem
Abschlag landete der Ball bei den Wolfsburgerinnen, doch Martina Müller, letzte Woche noch Torschützin beim Länderspiel, konnte den Konter nicht
verwehrten.
In der
Halbzeitpause scheint Bernd Schröder die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn kaum hat die 2. Halbzeit begonnen, sind es wieder die Potsdamerinnen, die
besser ins Spiel finden. Besonders Stephanie Bunte dürfte dies eher negativ in Erinnerung behalten. Ihr Fehler begünstigte bereits in der 46. Minute
den 1:0 Führungstreffer der Potsdamerinnen durch Genoveva Anonma. Dabei setzte sich Anja Mittag an der Torauslinie gegen Stephanie Bunte durch und die
bereit stehende Äquatorialguineaerin konnte unbedrängt einnetzen. 3 Minuten später war es erneut die linke Seite von Stephanie Bunte, über
die ein Tor eingeleitet wurde. Diesmal konnte Yuki Nagasato den Angriff eiskalt mit einem Tor abschließen. Wirklich zwingende Torchancen gab es nach
diesem Doppelschlag auf beiden Seiten nicht mehr. Die Defensive beim Meister stand im Vergleich zur ersten Halbzeit wesentlich besser und die Führung
konnte clever verwaltet werden. Aber auch die Defensive auf Wolfsburger Seite stand, gerade nach der Einwechslung der erstmals wieder im Kader stehenden Rebecca
Smith, wieder besser."
VfL Wolfsburg:
Vetterlein - Faißt (75. Moser), Omilade, Henning, Bunte (58. Smith) - Keßler,
Goeßling, I. Hartmann (67. Blässe), Jakabfi - M. Müller, Pohlers
1. FFC Turbine Potsdam:
Berger - B. Schmidt, Peter, Cramer - Zietz, Odebrecht, Göransson (61. I. Kerschowski), Hanebeck -
Mittag, Anonma (90.+2 Andonova), Nagasato
Tore:
0:1 Anonma (46.)
0:2 Nagasato (50.)
Gelbe Karten: Henning / Anonma
Schiedsrichterin: Kathrin Rafalski (Bad Zwesten)
Zuschauer: 1.718
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