| Text und Bilder von Roland Baumann
31.08.2011
Im ersten Heimspiel, vor einer stattlichen Kulisse von 1500 Zuschauern, kam der Wiederaufsteiger SC Freiburg mit einer engagierten Leistungen nicht unverdient
zu einem 3:1 Erfolg über die Mannschaft des FC Bayern München. Die Tore für Freiburg erzielten zweimal Melanie Leupolz und die französische
Juniorennationalspielerin Marina Makanza. Den zwischenzeitlichen Anschlußtreffer für Bayern erzielte Ivana Rudelic.
Vor dem Spiel ehrte die DFB-Vertretung Rosalinde Kottmann und Silke Rottenberg die Schweizer Nationalspielerin Isabell Meyer als Torschützenkönigin der zweiten Liga Süd, die mit ihren 17 Toren maßgeblichen Anteil am sofortigen Wiederaufstieg des SC Freiburg nach der unglücklich verlaufenen Saison 2009-2010 hatte.
(Bild rechts: Hier die DFB-Delegation Rosalinde Kottmann und Silke Rottenberg mit der Torschützenkönigin der vergangenen Saison in der zweiten Liga Süd,
Isabelle Meyer).
Effektiver Spielbeginn des Gastgeber. Mit Spannung erwartete der Freiburger Anhang die Rückkehr seines SC in der ersten Bundesliga im heimischen
Möslestadion. Nach 10 Minuten hatten die Gäste ihre erste Möglichkeit, als Nicole Banecki nach einer Rechtsflanke Freiburgs Keeperin Marisa Brunner prüfte, die
aber den Ball noch über die Latte lenken konnte. Dennoch konnte Freiburg dem Tabellenzweiten aus München Paroli bieten und ließ sich nicht in die eigene Hälfte
drängen. Nach einem Schussversuch von Isabell Bachor aus der 16. Minute, versuchte sich Freiburgs Neuzugang Hasret Kayikci auf der Gegenseite, blieb aber in der
bis dahin aufmerksamen Bayernabwehr hängen. Mehr Glück hatte Melanie Leupolz in der 20. Minute nach einem präzisen Zuspiel. Mit einer Körpertäuschung verlud
sie ihre Gegenspielerin und vollstreckte zum 1:0. In der recht ausgeglichenen Partie sollte die Vorentscheidung durch einen individuellen Fehler fallen. In der
30. Minute patzte Bayern Defensivspielerin Katharina Baunach gegen die energisch nachsetzende Leupolz, die ihr den Ball abjagte und auch Torhüterin Kathrin
Längert keine Chance ließ. Doch wollten sich die Gäste noch nicht geschlagen geben. Nach einem Gestochere im Freiburger Strafraum bekam Ivana Rudelic den Ball
vor die Füße und verkürzte auf 2:1. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.
(Bild links: Mit gutem Erfolg konnte der Sportclub die Routiniers des FC Bayern München binden - hier Lydia Miraoui gegen Petra Wimbersky und Isabell Bachor)
Auch im zweiten Durchgang bleibt Bayern ohne Fortune. Nach dem Seitenwechsel mussten Gästetrainer Thomas Wöhrle eine Umstellung vornehmen. Wegen einer
Verletzung von Kathrin Längert hütete nunmehr Veronika Grätz das Tor der Bayern. In der 52. Minute zeigte Grätz in einer ersten Aktion noch ein kleine
Unsicherheit, als sie nach einem Freistoß aus halblinker Position den Ball nur halbherzig abklatschen ließ, doch klärte Nicole Banecki die Situation. Besser war
die Aktion von Grätz drei Minuten später, als sie nach einer Boschert-Flanke vor Essi Sainio den Ball abfangen konnte. Gegen den Schuss von Marina Makanza, die
nach nur zwei weiteren Minuten mit einem prima Zuspiel bedient geworden war und sich freie Bahn verschafft hatte, war Grätz dann aber doch machtlos. Über lange
Zeit konnte jetzt der Sportclub das Spiel kontrollieren, ohne allerdings bedingungslos auf Angriff zu setzen. Ab etwa der 80 Minute fing sich Bayern München
wieder und brachte eine Reihe gefährlicher Spielszenen vor das Freiburger Tor. So prüfte Julia Simic Freiburgs Keeperin mit einem 20 Meter Schuss. In der 83.
Minute konnte Freiburgs Abwehr Lena Lotzen im letzten Moment am Abschluss hindern, nicht aber eine Minute später, als sie mit ihrem Schuss die Latte streifte.
(Bild rechts: Marina Makanza auf dem Weg zum 3:1, ihre Gegenspielerin Stefanie Mirlach blieb nur das Nachsehen).
In der Nachspielzeit hatte aber nochmals der Sportclub eine Möglichkeit, aber im Zusammenspiel zwischen Anja Maike Hegenauer und Isabelle Meyer war ein Haken zuviel. Danach war Schluss, Freiburg hatte sich auch vor heimischen Publikum eindrucksvoll in der ersten Bundesliga zurückgemeldet.
Stimmen zum Spiel: Freiburgs Kapitänin Kerstin Boschert war glücklich über den Sieg, gelang es doch, dem Gegner durch frühes Pressing das Leben schwer zu machen.
Für Bayern Trainer Thomas Wöhrle war es klar, in Freiburg auf einen starken Aufsteiger zu treffen. Seine Mannschaft habe zwar mehr vom Spiel gehabt, so
Thomas Wöhrle, aber gegen die hohe Effektivität des Sportclubs - in der ersten Halbzeit zwei Schüsse aufs Tor und zwei Treffer erzielt - sei es schwierig
gewesen, ins Spiel zurückzufinden. Beeindruckten war das starke Kurzpassspiel des Gastgebers, dagegen fehlte seinem Team das Glück im Abschluss. „Hätte
Nicole Banecki in der zehnten Minute getroffen, wäre das Spiel möglicherweise anders verlaufen, das ist aber Spekulation.”
Freiburgs Trainer Milorad Pilipovic machte seiner Elf ein riesiges Kompliment. Ihn war wichtig, die Bayern-Achse Simic und Wimbersky auszuschalten, was ja auch gut gelang. Auch war Marisa Brunner wieder ein sicherer Rückhalt, bewahrte sie seine Elf doch in den kritischen Situationen vor Gegentoren. Somit dürfte der Sieg über die 90 Minuten gesehen, in Ordnung gehen.
(Bild rechts: Auf der Gegenseite war Marisa Brunner wieder ein Garant für gute Abwehrleistung, hier klärt sie gegen Stefanie Mirlach).
SC Freiburg: Brunner - Boschert, Zirnstein, Abbé, Maier - Krüger, Hegenauer - Leupolz (52. Makanza), Sainio (88. Nowak), Miraoui - Kayikci (76. Meyer)
FC Bayern München: Längert (46. Gratz) - Schnaderbeck, Wenninger, Mirlach, Baunach (56. Romert) - Wimbersky, Simic - N. Banecki, Feiersinger, Bachor
(74. Lotzen) - Rudelic
Tore:
1:0 Leupolz (20.)
2:0 Leupolz (30.)
2:1 Rudelic (37.)
3:1 Makanza (57.)
Gelbe Karten: Abbé, Miraoui / Mirlach
Schiedsrichterin: Christine Baitinger (Magstadt) mit Ülfet Car und Melisa Joos
Zuschauer: 1500
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