32. Internationales Frauenfußball-Turnier "Weltklasse 2011"
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Hallenturnier
Schwedinnen triumphieren im Finale
32. Internationales Frauenfußball-Turnier "Weltklasse 2011"
19.01.2010 Auch das diesjährige Turnier "Weltklasse 2011", in der Sporthalle der Realschule Bielefeld-Jöllenbeck, präsentierte einmal mehr Frauenfußball vom Allerfeinsten. Wobei insbesondere die Schwedischen Teams Kristianstads DFF und Kopparbergs/ Göteborg FC zu überzeugen wussten und den deutschen Bundesligisten die Stirn boten.
Die Skandinavierinnen waren vollends von diesem Turnier begeistert und glänzten mit viel Geschick und Schnelligkeit wie hier am Beispiel von Sine Hovesen und Line S. Jensen (beide von Fortuna Hjørring).
Die Organisatoren des Turniers hatten es wieder einmal geschafft und ein tolles Teilnehmerfeld zusammen gestellt - da freute sich das Herz eines jeden Frauenfußball-Fans. Selbst Turbinen-Trainer Bernd Schröder war völlig überrascht von der Qualität des diesjährigen Turniers. "Die Skandinavierinnen sind extrem schnell und spielen sehr körperbetont. Dieses Jahr ist es auf jeden Fall besser besetzt.“
Fanbanner waren während der Turniertage keine Seltenheit.
Am gesamten Wochenende war die Halle gut besucht. Die nationalen und internationalen Mannschaften lieferten sich spannende Fights und tolle Spiele. Insgesamt war in der Vorrunde kein klarer Favorit auszumachen; denn jedes Team verlor wenigstens ein Mal. Doch dies tat der Stimmung keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, es steigerte die Spannung extrem.
Die junge HSV-Rasselbande schlug sich wacker und belegte am Ende Platz 6. Hier ein Duell aus der Vorrunde zwischen Maren Mjelde (Arna-Bjørnar Bergen) und Nadine Moelter (Hamburger SV).
Das mitreißende Finale am Sonntag zwischen dem FCR 2001 Duisburg und Kopparbergs/Göteborg FC setzte schließlich einen gelungenen Schlusspunkt unter den zweitägigen Wettbewerb. Die Schwedinnen aus Göteborg sicherten sich letztendlich verdient den Turniersieg und schlugen Duisburg im Finale 3:2 durch Tore von Linda Sembrant und Lisa Dahlkvist (2x). Für die Löwinnen traf Simone Laudehr und der zweite Treffer wurde durch ein Eigentor der Schwedinnen markiert.
Schrecksekunde bei Kopparbergs/Göteborg, als Jenny Hallstensson verletzungsbedingt am Boden lag. Die Schwedin prallte unglücklich mit Alexandra Popp zusammen und mußte später in Krankenhaus gebracht werden. FCR Trainerin Martina Voss-Tecklenburg fungierte zwischenzeitlich als Übersetzerin.
Doch dieser Erfolg war teuer erkauft. Im letzten Vorrundenspiel Göteborgs gegen Duisburg gab es innerhalb von 30 Sekunden 2,5 Verletzte. Erst erwischte es Schwedens Nationalstürmerin Sara Lindén, die sich bei einem Zweikampf mit Anne van Bonn am rechten Fuß verletzte, was sich später als Bänderanriss im Sprunggelenk entpuppte. Wenige Sekunden später prallte Jenny Hallstensson sehr unglücklich mit Nationalspielerin Alexandra Popp zusammen. Während Popp sich eine Platzwunde am Kopf zuzog musste Hallstensson mit einer Gehirnerschütterung und einem dreifachen Jochbeinbruch die Nacht im Krankenhaus verbringen.
Mit einem schicken Turban auf dem Kopf konnte die Duisburgerin Alexandra Popp nach kurzer Behandlung weiter spielen.
Im Spiel um Platz drei standen sich die Vorjahresfinalisten Kristianstads DFF und Turbine Potsdam erneut gegenüber, die überraschend deutlich ihr Halbfinale gegen Duisburg mit 4:0 verloren hatten. Kristianstads gelang mit einem 2:0 Sieg die Revanche für die letztjährige Final-Niederlage und für Potsdam blieb nur der undankbare vierte Platz.
Sehr gemütlich so hinter der Bande ;-)))
In den Endrundenspielen erwiesen sich übrigens die Teams aus Skandinavien als überlegen. Als einziges deutsches Team konnte lediglich der Herforder SV gegen Fortuna Hjørring einen Sieg einfahren und belegte damit den 7. Tabellenplatz.
Große und kleine Fans nutzten in den Pausen immer wieder die Gelegenheit von den Spielerinnen Autogramme zu ergattern.
Die Platzierungen:
1. Kopparbergs/Göteborg FC
2. FCR 2001 Duisburg
3. Kristianstads DFF
4. 1. FFC Turbine Potsdam
5. Arna-Bjørnar Bergen
6. Hamburger SV
7. Herforder SV
8. Fortuna Hjørring
Freudestrahlend nimmt Kapitänin Marlene Sjörberg den Siegerpokal entgegen..
Beste Spielerin: Margrét Lára Viðarsdóttir (Kristianstads DFF)
Beste Torhüterin: Hedvig Lindahl (Kristianstads DFF)
Torschützenkönigin: Margrét Lára Viðarsdóttir (Kristianstads DFF) mit 7 Toren
Die besten Torschützinnen vereint! V.l.n.r. Margrét Lára Vidarsdottir (Kristianstads DFF) mit 7 Treffern, Simone Laudehr (FCR 2001 Duisburg), Anja Mittag (1. FFC Turbine Potsdam) und Linnea Liljegärd (Kopparbergs/Göteborg FC) alle mit 5 Treffern.vidarsdottir_laudehr_mittag_liljegaerd
Es war ein rundherum gelungenes Turnier auf hohem spielerischem Niveau mit spannenden und guten Spielen. Viele Tore - tolle Stimmung und die Auswahl der Teams war super! Besonders angenehm: Die Spielerinnen nahmen sich Zeit für Autogramme und Small Talk mit den Fans. Positiv anzumerken ist auch, dass die Gruppenspiele zügig absolviert wurden und keine langen Pausen zwischen den Spielen lagen. Das Turnier hat Spaß gemacht, man freut sich jedes Jahr aufs Neue.
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