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11. Gütersloher-Hallenmasters 2011

· Archivbestand · 826 Wörter


Hallenturnier

Spannendes Finale

Turbinchen gewinnen 11. Gütersloher-Hallenmasters der B-Juniorinnen

17.01.2010 Gütersloh – Dieser Name bzw. diese Stadt steht alljährlich im Januar im Mittelpunkt des Mädchenfußballs und ist ein Pflichttermin im Jugendbereich. Immerhin zählt das Gütersloher Hallenturnier zu den best besetzten U17-Juniorinnen-Hallenturnieren Deutschlands. Zu elften Male trafen sich an diesem Wochenende die erfolgreichsten Nachwuchsteams, um ihren Meister in der Halle zu küren.

70 Spiele in 3 Tagen ... da hält nicht mehr jedes Knie mit., aber es wurde dennoch gefightet bis zum Schluss!

Mittlerweile erfreut sich dieser Event einer so großer Beliebtheit, dass den Organisatoren vor Jahren nichts anderes übrig blieb, als im Vorfeld Qualifikationsturniere durchzuführen.

Aber anscheinend haben einige „große“ Vereine die Wichtigkeit dieses Turniers unterschätzt; denn anders ist es nicht zu erklären, dass  z.B. der 1. FFC Frankfurt oder FC Bayern München nicht vorzufinden sind. Unverständlich wenn man bedenkt, dass u.a. Sofia Nati, Svenja Huth, Anna Felicitas Sarholz und Dzenifer Marozsan hier schon gespielt haben und ausgezeichnet wurden.



Für gute Stimmung sorgten die Fans, Freunde und Familien auf den Rängen, wie hier z.B. die Anhänger des FSV Jägersburg.

„Wir bleiben unserer Linie treu. Jeder muss sich qualifizieren falls er nicht gesetzt ist, da machen wir auch keine Ausnahme vor großen Namen, “ so Organisator Andreas Jäger. "Einzig und allein haben die beiden ausländischen Gastmannschaften den Vortritt und sind sofort dabei." In diesem Jahr waren es der schweizer Club SC Kriens und der dänische Verein IF Skovbakken.

Für wahr gibt ihm die resolute Durchsetzung Recht; denn hier trifft sich wirklich „THE NEXT GENERATION“ des Frauenfußballes. 20 Teams ermittelten in mehr als 70 Spielen über drei Tage den diesjährigen Titelträger – und es blieb spannend bis zum Schluss.

So brachte die Qualifikationsrunde am Freitag direkt einige Überraschungen mit sich. In der gut gefüllten „Sporthalle Ost“ in Gütersloh verpasste nicht nur der Titelverteidiger der letzten beiden Jahre FCR 2001 Duisburg die Hauptrunde A, sondern auch der Tabellenzweite in der Regionalliga Südwest 1. FC Saarbrücken.


Entgegen der Entwicklung der Erstligamannschaft zeigte der Herforder SV wie gut seine Nachwuchsarbeit ist und auch Bayer 04 Leverkusen brauchte sich getrost nicht zu verstecken, auch wenn einige Spielerinnen erst Anfang der Saison von diversen Ligakonkurrenten abgeworben wurden.

Der guten Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch und die Fans auf den Rängen feuerten, egal ob in der Hauptrunde A oder B, ausgelassen ihre Teams an. Jeder einzelne Tabellenplatz wurde ausgespielt bis letztendlich nur noch die besten vier Mannschaften des A-Turniers übrig blieben.



Vor jedem Spiel war das Berüßungsritual Pflichtprogramm.

So trafen im ersten Halbfinale der Herforder SV und Turbine Potsdam aufeinander. In einem äußerst ausgeglichenen und schnellen Spiel stand es nach Ende der regulären Spielzeit 2:2 und das Neun-Meter-Schiessen musste die Entscheidung bringen. Dieses entschieden die Potsdamerinnen zu ihren Gunsten, wobei die Leistung ihrer Torhüterin Annalena Kriebisch besonders hervor zu heben ist; denn ihre Glanzleistungen im Halbfinale hatten maßgeblichen Anteil am Einzug ins Finale.



Potsdams Torfrau Annalena Kriebisch hatte im Halbfinale mächitg viel zu tun und war maßgeblich am Finaleinzug beteidigt.

Im zweiten Halbfinale setzen sich die Juniorinnen von Leverkusen mit 2:0 gegen den hart agierenden FSV Jägersburg durch. Weder die lautstarken Fans noch ihr Maskottchen konnten dem Tabellensiebten der Regionalliga Südwest in dieser Phase des Turniers noch helfen.



Egal ob eine mitgebrachte Fahne oder ein Eselchen im Trikot ... die Maskottchen waren stets mit dabei.

Das mit Spannung erwartete Finale glich einem Krimi der besonderen Art. Nach den anstrengenden Tagen mobilisierten beide Teams nochmals die letzten Kräfte. In dem munteren Auf und Ab war es Turbinchen Lyn Meyer vorbehalten ihr Team in Führung zu bringen. Aber Gina Grüning glich mit einem fulminanten Schuss zum zwischenzeitlichen 1:1 Unentschieden aus, bevor Meyer nochmals ausholte und damit den 2:1 Sieg für Potsdam erzielte. Platz drei ging übrigens an Herford, die mit 1:0 über Jägersburg siegten.




Das spannende Finale begeisterte die Fans.


Abschlusstabelle der Gruppe A: 
1. 1. FFC Turbine Potsdamn
2.  Bayer 04 Leverkusen
3.  Herforder SV
4.  FSV Jägersburg 
5. SV Werder Bremen
6.  1. FC Lokomotive Leipzig
7.  SC 07 Bad Neuenahr
8.  VfL Bochum 1848
9.  FSV Gütersloh 2009 I
10. BV Cloppenburg



Faire Geste nach dem Finale - Nach dem Spiel trösteten die Potsdamerinnen ihre Gegner.

Abschlusstabelle der Gruppe B:
1. VfL Sindelfingen
2. FSV Gütersloh 2009 II
3. SG Essen-Schönebeck
4. FC Rhade
5. VfL Borussia Mönchengladbach
6. FCR 2001 Duisburg
7. Piesberger SV
8. 1. FC Saarbrücken
9. IF Skovbakken
10. SC Kriens



V.l.n.r.: Sara Jobe (SV Werder Bremen), Linda Dallmann (Bayer 04 Leverkusen), Romane Munich (FSV Jägersburg) und Lena Schulte (Herforder SV).

Beste Torhüterin: Romane Munich (FSV Jägersburg)

Beste Spielerin: Linda Dallmann (Bayer 04 leverkusen)

Beste Torschützinnen: Lena Schulte (Herforder SV) und Sara Jobe (SV Werder Bremen) mit jeweils 7 Treffern

Fazit:

Es ist nicht einfach so viele Mannschaften und Spielerinnen über drei Tage zu versorgen und allen Wünschen gerecht zu werden und von daher "Hut ab" die Organisatoren und freiwilligen Helfer.  Ein besonderer Bonuspunkt kommt noch dazu: Der Eintritt zu diesem Turnier war frei!


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