Bayer 04 Leverkusen – 1.FFC Frankfurt
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16.02.2011 Heute war zum vorerst letzten Mal der Tabellenzweite aus Frankfurt auf der Kurt-Riess Sportanlage in Leverkusen zu Gast. Das noch kommende letzte Heimspiel gegen Turbine Potsdam wird die Werkself dann im „Ulrich-Haberland- Stadion” (O-Ton Stadionsprecher) bestreiten. Dass es für Bayer kein einfaches Spiel werden würde, war allen von vorneherein klar, hat Frankfurt doch den besten Sturm der Liga.
Die Gäste aus der Main-Metropole- heute ohne die immer noch angeschlagene Birgit Prinz- waren auf dem sehr tiefen Boden bemüht das Heft von Beginn an in die Hand zu nehmen, taten sich aber verdammt schwer gegen die gut agierende Leverkusener Abwehr. Diese war von Trainerin Doreen Maier mit dem Motto auf den Platz geschickt worden: „Kämpft um jeden Zentimeter.” Und genau das setzten die Werkself- Frauen in die Tat um und schalteten den Frankfurter Sturm nahezu aus.
Im Gegenzug schafften sie es sogar, durch schnelle Konter vor das Tor von Nadine Angerer zu kommen, so nach einer knappen halben Stunde, als ein langer Ball von Lisa Schwab an Carolin Dej ging, die aber an der Nationaltorhüterin scheiterte. Dies war die Riesenchance für Leverkusen in Führung zu gehen!
Die Frankfurterinnen fanden einfach keine geeigneten Mittel und selbst als sie den Druck erhöhten und es schafften, die Abwehr zu durchbrechen, kam nichts zählbares dabei heraus. So vergaben gegen Ende der ersten Halbzeit kurz hintereinander Dzsenifer Marozsan, Jessica Landström und auch Kerstin Garefrekes aus sehr aussichtsreichen Positionen. Ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit hatte Melanie Behringer, als ihr Schuss aus halb linker Position nur die Latte traf. Die letzte gute Aktion vor der Pause lag dann wiederum auf Seiten der Bayer-Elf als erneut Dej vor dem FFC-Tor auftauchte. Den gut platzierten Schuss konnte Angerer mit den Fingerspitzen gerade noch übers Tor lenken. So ging es torlos in die Pause.
Nach der Pause war deutlich zu spüren, dass Frankfurt nun wirklich zeigen wollte, dass sie nicht umsonst den besten Sturm der Liga haben. Zudem wurde der Halbzeitstand aus dem Spiel des direkten Konkurrenten um die Meisterschaft, Turbine Potsdam, gegen Jena vom Stadionsprecher bekannt gegeben: 1:0 für Jena. So geriet Leverkusen zunehmend in Bedrängnis. Einen direkten Freistoß von Marozsan kann Lisa Schmitz noch mit einer super Parade abwehren. Kurz drauf ist aber auch Schmitz machtlos: Marith Prießen verstolpert gegen Jessica Landström den Ball, diese bedankt sich und verwandelt mit einem satten Schuss zum 1:0.
Dieses Tor schien wie ein Befreiungsschlag für den FFC, denn danach ging es Schlag auf Schlag. Nach einem guten Anspiel von Ariane Hingst auf Marozsan, ist diese schon an Leverkusens Torfrau Schmitz vorbei, doch ihren Schuss kann Kathrin Hendrich im letzten Moment noch auf der Linie klären. Eben diese bringt jedoch nur wenige Minuten später Dzsenifer Marozsan im Mittelfeld zu Fall. Den gepfiffenen Freistoß tritt Marozsan selbst und verwandelt ihn direkt zum 2:0. Keine Minute später: Abschlag Nadine Angerer, das Mittelfeld schnell überbrückt und Kerstin Garefrekes hat freie Bahn und schiebt zum 3:0 ein. Leverkusen zeigte sich weiterhin bemüht, doch gegen die zunehmende körperliche Überlegenheit der Frankfurterinnen hatten sie nicht mehr allzu viel entgegenzusetzen. Einmal gelang es ihnen dann aber doch noch vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen, als Isabelle Linden die eingewechselte Lena Steinbach anspielt, deren Schuss Angerer jedoch rechts am Tor vorbei lenken kann. Der Schlusspunkt war dann Kerstin Garefrekes vorbehalten, die einen Alleingang mustergültig zum 4:0 abschloss.
Sven Kahlert war nach dem Spiel auch sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: „Es war ein verdienter Sieg, wobei die schweren Platzverhältnisse meiner Mannschaft, die schnelles Kombinationsspiel gewohnt ist, etwas Mühe bereiteten. nach dem Seitenwechsel haben alle konsequent gearbeitet, sich gegenseitig unterstützt und viel Laufbereitschaft gezeigt.”
Von Doreen Meier gab es trotz der Niederlage ein Lob, für die sehr gute erste Hälfte. „Nach der Führung hat Frankfurt uns keine Chance mehr gelassen.” In Leverkusen wird nun schon vorausgeschaut, „die nächsten beiden Gegner sind auf Augenhöhe, darauf richten wir jetzt unseren Focus.” In der nächsten Partie gegen die SG Essen-Schönebeck, die bereits am Mittwoch stattfindet, könnte man mit einem Sieg einen Vorentscheid im Hinblick auf den Klassenerhalt herbeiführen.
Bilder:
Oben:Carolin Dej (links) hatte in der ersten Halbzeit eine Riesenchance für Leverkusen. Am Ende war dann aber Kerstin Garefrekes (rechts) die erfolgreichere und erzielte ihre Saisontore 20 und 21
Mitte: Saskia Bartusiak (links) im Zweikampf mit Lisa Schwab
Unten: 82 Saisontore! Die Frankfurter Spielerinnen bewiesen am Ende doch ihre Stärke
Bayer 04 Leverkusen:
Schmitz - Knopp (76. Bakir), Elsig (46. Weber), Hendrich, Moik (72. Steinbach), Prießen, Dej, Schwab, Beckmann, Linden, Kasperczyk
1. FFC Frankfurt :
Angerer - Lewandowski, Behringer (76. Huth), Marozsan, Landström (66. Pohlers), Weber, Krieger, Hingst, Garefrekes, Bartusiak, Smisek
Tore:
0:1 Landström (57.)
0:2 Marozsan (69.)
0:3 Garefrekes (70.)
0:4 Garefrekes (81.)
Gelbe Karten: -
Schiedsrichterin: Mirka Derlin (Bad Schwartau), Lena Dittmann und Monique Klauß
Zuschauer: 450
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