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Aktion für mehr Frauenfußball in den Medien
Die Antwort des DFB
Pia Hess vom DFB schrieb uns: | ||
| Sehr geehrter Herr Pfeil, bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 28.02.05 möchten wir Ihnen gerne antworten. Wir freuen uns, dass Sie sich mit der Aktion "Pro-FF" für mehr Frauenfußball in den Medien engagieren und sich aktiv für den Frauenfußball einsetzen. Das ist nicht selbstverständlich und wir freuen uns darüber, dass sich auch die TV-Zuschauer aktiv äußern! Sie können sicher sein, dass wir bei unseren Gesprächen mit den Vertretern der TV-Anstalten auf höchster Ebene deutlich machen, dass aus unserer Sicht die Nachfrage für mehr Sendezeit zum Thema Frauenfußball in Deutschland vorhanden ist. Dies belegen ja auch erste Umfragen. Der DFB wird weiterhin in Gesprächen mit der Sportrechte- Agentur SportA (einer 100 %igen Tochter von ARD und ZDF) und mit den Verantwortlichen der Rundfunkanstalten den Wunsch äußern, dass die Sender mehr über Frauenfußball berichten. Auf der anderen Seite muss berücksichtigt werden, dass die Anzahl an Sportsendungen innerhalb des TV-Programms bereits sehr hoch ist und nicht beliebig ausdehnbar ist. Der Frauenfußball befindet sich hier in Konkurrenz zu anderen Sportarten, über die teilweise weit weniger berichtet wird. Doch auch für diese Sportarten gibt es einen Auftrag für die öffentlich-rechtlichen Sender.
![]() Kam wie die meisten Bundesligaspiele nicht im Fernsehen: Die Begegnung Bad Neuenahr gegen Turbine Potsdam. Dabei hätten wir gerne die 10 Tore in diesem Spiel gesehen! Bild: Simone Flathe
Zunächst gilt es jedoch zu unterscheiden zwischen Übertragungen der
Frauen-Nationalmannschaft und Übertragungen aus der Frauen-Bundesliga.
Frauen- Nationalmannschaft
Gerne hätten die öffentlich-rechtlichen Sender auch vom Algarve-Cup
berichtet. Mit intensiven Bemühungen versuchten sowohl der DFB als auch die
SportA, die Übertragungsrechte der deutschen Spiele zu erhalten. Weitere
TV-relevante Fragestellungen wie z.B. nach einem TV-Signal, nach den
Spielstätten, nach der TV-Tauglichkeit der Stadien, nach möglichen
Verschiebungen der Anstosszeit konnten gar nicht oder erst kurz vor
Turnierbeginn beantwortet werden. Von daher blieben die Bemühungen von ARD
und ZDF leider ohne Erfolg. Dennoch werden zumindest das Spiel um Platz drei
und das Endspiel auf Eurosport übertragen.
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2600 Unterschriften für mehr Frauenfußball in den Medien Bild: Dittmar Pfeil | |
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Im Übrigen hatte SportA sich auch um mögliche Übertragungsrechte vom "Four
Nations Cup" bemüht. In erster Linie aufgrund der Zeitverschiebung
scheiterten die SportA Bemühungen. Eine
Verschiebung der Anstoßzeiten im
Sinne der Zuschauerfreundlichkeit in Europa konnte in diesem Fall nicht
gelingen, da die Spiele in China live übertragen wurden und der Wunsch des
chinesischen Fernsehens Vorrang hatte.
ARD und ZDF sind stets bemüht, gemeinsam mit dem DFB den Frauenfußball in Deutschland weiter voran zu bringen. So gibt es Überlegungen, noch mehr Länderspiele am Wochenende zu platzieren, am besten als "Doppelveranstaltung" mit einem Männer-Länderspiel. Dieses Ansinnen steht allerdings im Konflikt mit dem Spielbetrieb der Frauen-Bundesliga. Hier könnte die Frauen-Nationalmannschaft als "Promotion-Vehicle" für die Frauen-Bundesliga dienen.
Fazit:
Frauen-Bundesliga Zum einen ist die Konkurrenz des männlichen Fußballs und der anderen Sportarten sehr groß. Wenig förderlich sind auch die teilweise noch nicht ausreichenden Produktionsbedingungen in den Stadien der Frauen-Bundesliga- Vereine. Die Vereine sind in dieser Hinsicht jedoch sehr aktiv, so dass wir hoffentlich bald in allen Stadien bessere TV-Bedingungen haben. Ferner ermutigen wir alle Bundesliga-Vereine, den Kontakt zu den Medien und insbesondere zu dem Fernsehen zu suchen. In der Saison 2002/2003 war es uns erstmals gelungen, dass das "Endspiel" um die Deutsche Meisterschaft live auf zwei Sendern ausgestrahlt wurde. Obwohl dies ein großer Erfolg war, konnten wir nicht davon ausgehen, dass auch dieses Jahr das Spiel 1. FFC Frankfurt - 1. FFC Turbine Potsdam live übertragen wird. In verschiedenen Sportsendungen wurde jedoch von dem Spitzenspiel umfassend berichtet. Fazit: Die TV-Sender haben eine große, aber dennoch begrenzte Programmfläche für den Sport. Die Frauen-Bundesliga bewegt sich in einem Feld von vielen Sportarten und muss sich hier den Wettbewerb stellen.
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Abgabe der Unterschriftenliste
Pia HessMehr als 2.600 gesammelte Unterschriften können als Dokumentation der gewachsenen Nachfrage nach dem Produkt Frauenfußball genutzt werden, aber weniger zur Überzeugung des überzeugten DFB, sondern als Argumentationsgrundlage für die betreffenden Rundfunkanstalten. Von der Abgabe der Unterschriftenliste in Anwesenheit von Pressevertretern am 18.03.05 beim DFB raten wir daher aus zwei Gründen ab. Zunächst ist der DFB der falsche Adressat, da die Rechte zur TV Übertragung für die Frauen-Nationalmannschaft und die Frauen-Bundesliga bei der SportA liegen, der Agentur von ARD und ZDF, Kontakt: Irmgardstr. 22, 81479 München. Sollten Sie trotzdem der Meinung sein, dass Sie zunächst uns Ihre Unterschriften zukommen lassen möchten, so könnte Direktor Willi Hink die Unterschriftenliste entgegen nehmen und auch für Nachfragen zusammen mit Denni Strich (DFB-Marketing) und Niels Barnhofer (DFB-Kommunikation) zur Verfügung stehen.
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Das Spitzenspiel zwischen Frankfurt und Potsdam um die deutsche Meisterschaft wurde letztes Jahr in voller Länge live übertragen. Dieses Jahr wurden ca. 5 Minuten gesendet. Das Bild zeigt eine Szene aus dem Spiel, links Sonja Fuss aus Potsdam, rechts Kerstin Garefrekes vom FFC Frankfurt. Bild: Jochen Ditschler
Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Viele Grüße
i.A. Pia Hess
DEUTSCHER FUSSBALL BUND Direktion Amateursport- Schiedsrichter- Frauenfußball Tel: (+49) 69/ 6788-298 Fax: (+49) 69/ 6788-6298 Mobil: (+49) 163/ 6788-298 E-Mail: Pia.Hess@dfb.de | |