Von Jens Wolter 25.06.2005
Sieht man bei den Länderspielen unserer Frauen-Nationalmannschaft die mit mehren Tausend Zuschauern überwiegend recht gut gefüllten Zuschauerränge, könnte man auf die Idee kommen, die Frauen-Bundesliga müßte genauso gut besucht werden. Die Ernüchterung folgt dann, wenn man dann die tatsächlichen Zuschauerzahlen der einzelnen Bundesligaspiele liest.
Um mir selber einen Überblick zu verschaffen, wie es um das Zuschauerinteresse in den einzelnen Stadien bestellt ist, hatte ich begonnen, aus den offiziellen Zahlen des DFB eine Übersicht für die gerade abgelaufene Saison 2004/2005 zu erstellen. Daraus wurde dann der Wunsch, eine Übersicht über die Entwicklung mehrer Jahre zu bekommen und so habe ich dann die Zuschauerzahlen der vier Spielzeiten 2001/2002 bis 2004/2005 zusammengesucht.

Leider immer noch kein seltenes Bild: Leere Ränge, wie hier beim Spiel zwischen dem FSV Frankfurt und dem TSV Crailsheim Bild: Volker Lieberum
Klar zu erkennen ist, dass der WM-Titel 2003 der Frauen-Bundesliga einen deutlichen Schub beim Zuschauerinteresse gebracht hat. In der Saison vor der WM (2002/2003) kamen rd. 44.000 Zuschauer zu den 132 Punktspielen, nach dem gewonnenen Titel kamen in der Saison 2003/2004 rd. 70.000, was eine Steigerung von über 50 % ausmacht! Erfreulich ist auch, dass diese Zahl in der gerade abgelaufenen Saison nur geringfügig auf rd. 66.000 (kein "Endspiel" am letzten Spieltag!) zurückgegangen ist.
Sieht man sich etwas genauer an, wer von von dieser Steigerung am meisten profitiert hat, so kommt man neben den beiden