FV Löchgau - VfL Sindelfingen
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23.03.2011 In dem sehr verhalten geführte Derby unterlagen die Lokalmatadoren des FV Löchgau ihren Gästen vom VfL Sindelfingen mit 0:1 Toren. Während die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit noch ein leichtes Chancenplus erarbeiten konnten, ohne allerdings für wirklich brisante Torgefahr zu sorgen, drehte der VfL im zweiten Durchgang den Spieß und nutzte eine der ganz wenigen Gelegenheiten zum Siegtreffer, den Fabienne Dongus nach einer indiskutablen Abwehr des FV Löchgau mit einem schönen Distanzschuss erzielte.
(Mit einem bisschen mehr an Einsatz blieb der VfL Sindelfingen obenauf, wie hier im Bild Lea Rädle gegen Nicole Mihalek).
Nichts mehr erinnerte an die starken Leistungen gegen Crailsheim und Köln auf Seiten des FV Löchgau, so dass auch die letzten Bemühungen in der Schlussphase, doch noch den Ausgleich zu erzielen, ohne Erfolg blieben.
Wenig gute Aktionen. Trotz dem strahlenden Sonnenschein wollten nur etwa 150 Zuschauer das Derby zwischem dem FV Löchgau und dem VfL aus dem 40 Kilometer entfernten Sindelfingen sehen. Vermutlich erahnten viele die bevorstehenden Probleme, die Frühjahrsmüdigkeit. Zunächst passierte tatsächlich auf dem Platz nicht viel. Außer zögerlichem Spielaufbau, begleitet von einer Unmenge Fehlpässen, wurde nicht viel geboten. So dauerte es bis zur 23. Minute, bis der Ball mit etwas Zug zum Tor nach vorn gespielt wurde. Jasmin Klotz brachte mit einem Konter den Ball auf der linken Seite zu Nicole Mihalek, die aber in Schussansatz geblockt wurde. Besser war die Möglichkeit für Mihalek in der 39. Minute, als sie wieder nach einer Vorlage von Klotz sich im Strafraum gegen ihre Gegenspielerin durchsetzen konnte, aber VfL-Keeperin Ann-Katrin Berger zur Ecke klären konnte. Zur Belustigung der Zuschauer ließ Schiedsrichterin Susanne Luft hier mit Abstoß weiter spielen.
(Aktionen wie diese links im Bild, einen Kopfballversuch von Jasmin Klotz, rechts neben ihren Teamkolleginnen Nicole Mihalec und Lisa Klinge (Nr. 25), zählten zu den besseren Szenen. VfL-Keeperin Ann-Katrin Berger hatte aber keine Probleme, den Ball zu parieren.).
Mit einem 35 Meter Distanzschuss von Elisabeth Tieber, den FV-Keeperin Tanja Arnold sicher vor Merza Julevic herunter pflückte, war dann das Chancenkontingent in der Halbzeit eins erschöpft.
Mit mehr Einsatz zum Sieg. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Ungenaue Pässe und halbherzige Strafraumszenen sorgten dafür, dass lange Zeit keine Torgefahr bestand. Erst in der 55. Minute bot sich Nicole Mihalek nach einem Abpraller in Sindelfingens Abwehr eine Möglichkeit, doch Ann-Katrin Berger hatte aufgepasst. Dann aber kamen die Gäste vom VfL. Fabienne Dongus versuchte sich mit einem Distanzschuss, der aber weit das Tor verfehlte.
Wenig später forderte Annika Schmidt ihre Gegenspielerin Lisa Klinge in einem Laufduell, das die Verteidigerin noch gewinnen konnte. In der nächsten Szene passierte es dann doch. Nach einem Angriff über Schmidt und Natalie Hezel brachte die Heimabwehr den Ball nicht weg. Fabienne Dongus schnappte sich das Leder und hämmerte es aus guten 25 Metern an Tanja Arnold vorbei in die Maschen des Löchgauer Tores.
Während die Heimelf den Rückstand in stoischer Gelassenheit hinnahm, versuchten die Gäste nachzulegen. Ein Angriff von Merza Julvic über die linke Seite brachte die mitgelaufene Stefanie Grimm ins Spiel, die aber mit ihrem Kopfball das Tor nur knapp verfehlte.
(Die Leistungssteigerung Mitte der zweiten Halbzeit, hier ein schneller Vorstoß von Natalie Hezel gegen Marina Klooz und Jana Blessing, brachte den Gästen vom VfL den Sieg).
Wenig später, in der 79. Minute versuchte es Fabienne Dongus erneut mit einem Distanzschuss, den aber Arnold zur Ecke klären konnte. Nachdem Löchgaus Keeperin in der Schlussphase bei einem VfL-Konter mit ihrer Feldspielerqualität außerhalb des Strafraum entschärfen musste, versuchte sie mit weiteren Aktionen als Feldspielerin das Aufbauspiel ihres Teams zu forcieren, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Es sollte aber nicht mehr reichen, der 0:1 Rückstand hatte bis zum Schlusspfiff bestand.
Verlagerung der Sorgen. Während bei Sindelfingens Trainer Niko Koutroubis einige Sorgenfalten wichen, war doch der erste Sieg im Jahr 2011 eingefahren und ein gesicherter Mittelfeldplatz erreicht, mehrten sich diese beim Kontrahenten Uwe Schweizer. Bei den drei noch ausstehenden Spielen hat es der FV Löchgau mit durchaus ernst zu nehmenden Gegnern, dem FCR 2001 Duisburg II, dem FC Bayern München II und im letzten Spiel dem zwischenzeitlich feststehenden Wiederaufsteiger SC Freiburg zu tun. In der Beurteilung des Spiels waren sich die beiden Trainer nicht ganz einig. Während Niko Koutroubis einfach nur froh über die drei Punkte war, aber nicht unbedingt von einem verdienten Sieg sprechen wollte, sah Uwe Schweizer von seinem Team nur Schlafwagenfußball. Er vermisste die Leistungen der letzten Spieltage, als man gegen Crailsheim und Köln gewinnen konnte.
(hier links im Bild setzte sich Annika Schmidt gegen Lisa Klinge durch, Stefanie Schropp im Hintergrund konnte nicht eingreifen).
FV Löchgau:
Arnold - Klooz, S. Schuster, Klinge, Schropp, Diesch, Gayer (60. Härterich), Blessing (60. Streicher), Klotz, Wörner, Mihalek
VfL Sindelfingen:
Berger - Höller, Schwägler, Rall (57. Grimm), Rädle (46. C. Hoffmann), F. Dongus, Hezel, Schindler, Julevic, Tieber, A. Schmidt (79. V. Mayer)
Tore:
0:1 F. Dongus (70.)
Gelbe Karten: - / -
Schiedsrichterin: Susanne Luft (Obertshausen)
Zuschauer: 150
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