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Vereinsvorstellung MSV Opladen

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Frauenfußball national

MSV Opladen - Der Spaß steht im Vordergrund

Erste Gehversuche eines neu gegründeten Frauen- und Mädchenfußballvereines

08.12.2010 Fußball ist die Sportart Nummer eins in Deutschland. Auch für Frauen?? Durch die Erfolge der Nationalmannschaft rückt der Frauenfußball zwar immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, wird aber immer noch von vielen belächelt und teilweise stiefmütterlich behandelt. Diese Erfahrung mussten auch die Mädchen vom MSV Opladen e.V. machen und haben ihre eigenen Schlüsse daraus gezogen.

Angefangen hat alles mit einer handvoll Mädchen die ihrer Wunschsportart nachgehen wollten. Sie wünschten sich einfach nur regelmäßig und mit System Fußball zu spielen, wobei der Spaßfaktor immer im Vordergrund stehen sollte. Aber ohne eine Vereinszugehörigkeit ist es schwierig vernünftige Spielstätten zu nutzen und auch das Arrangieren von Spielen ist so gut wie gar nicht möglich. Kurzer Hand entschied man sich einem etablierten Verein beizutreten. Doch leider stellte sich recht bald heraus, dass sich das Interesse an einer Mädchenmannschaft nahezu auf eine Alibi-Funktion für den Verein beschränkte.

Das offizielle Vereinslogo!

In dieser Zeit entwickelten sich einige Kontakte zu anderen Mädchenmannschaften denen es ähnlich erging. Die Situation war zu diesem Zeitpunkt für alle sehr unbefriedigend. Nun drängte sich bei den Mädchen und auch einigen engagierten Eltern die Frage auf, wie diese missliche Lage nachhaltig verbessert werden könnte. Zuerst erwog man einen Wechsel zu einem anderen Verein, jedoch gab man ihnen immer mehr oder weniger zu verstehen, dass man zwar aus optischen Gründen sehr großes Interesse an einer Mädchenmannschaft hätte, aber die Jungenmannschaften den Mädchen klar bevorzugt werden würden. Lange wurde weiter überlegt und man kam letztendlich nur zu einem Ergebnis: Man braucht einen eigenen Verein, einen reinen Mädchen- und Frauenfußballverein!



Anfang Juli diesen Jahres nahm eine Auswahl der Mädchen am "Girls-Wanted-Soccer-Festival" in Frankfurt teil. Es war für alle ein besonderes Erlebnis, vor allem blieb das Zeltlager mit Lagerfeuer und Würstchen in guter Erinnerung.

Am 29. Mai diesen Jahres war es dann endlich so weit und der Mädchensportverein Leverkusen Opladen wurde gegründet. Zu den Gründungmitgliedern zählten insgesamt 13 Personen, davon 6 Spielerinnen und 7 Eltern. Eine Vereinsgründung ist mit Sicherheit nichts Neues, jedoch waren sich alle einig, dass Einiges anders gemacht werden sollte als in alteingesessenen Vereinen. Für die Mädchen vom MSV Opladen soll der Spaß am Spiel, das „Wir-Gefühl“ und das faire Miteinander auf und neben dem Platz klar im Vordergrund stehen. „Wir möchten eine Gemeinschaft aufbauen, die weit über das Interesse am erkämpften Tabellenplatz hinaus geht“, so die Vorsitzende Marion Knöckel.


Das aktuelle Vereinsforto des Vereins. Alle, aber auch wirklich alle, sind stolz auf das, was sie bisher geleistet haben ... und der Zulauf an Spielerinnen gibt ihnen Recht.

Wie schon erwähnt zählte der Verein bei der Gründung gerade mal 6 Spielerinnen, aber mittlerweile ist die Zahl der angemeldeten Mädchen und Jugendlichen auf fast vierzig Personen gestiegen. „Es zeigt, dass unser Konzept auf viel Zuspruch stößt,“ so Knöckel stolz. “Viele Spielerinnen sind spontan zum MSV gewechselt, nachdem sie von der Existenz und den Idealen des Vereins gehört hatten.“



Eines steht fest, mit ihren Bannern fällt der Verein auf!

Das Einzugsgebiet des Vereins beschränkt sich nicht nur auf Leverkusen. Eine Vielzahl von Mitgliedern kommt auch von außerhalb, wie z.B. aus Langenfeld, Leichlingen, Burscheid, Köln und sogar aus Pulheim. So groß wie das Einzugsgebiet ist, so beachtlich ist auch der Teil an Spielerinnen der aus anderen Nationen und Kulturen stammt! Dies erklärt sich zum einen so, dass muslimische Eltern ihre Töchter aufgrund der religiösen Dogmen nicht in einen gemischten Sportverein schicken können und wollen. Auch wenn dieses Verhalten nicht überall auf Zuspruch stößt, ist es doch eine schöne Sache, dass es in Opladen so umgesetzt werden kann.



Erst recht spät fing der Verein an mit Werbeplakaten auf sich aufmerksam zu machen.

Das Hauptaugenmerk liegt nicht auf einen angesehnen Tabellenplatz; denn das ein zusammengewürfelter Haufen innerhalb von wenigen Wochen noch keine effektive Mannschaft sein kann ist jedem klar. Trotzdem möchte man mit oder gegen andere Mannschaften spielen und natürlich Spaß haben. Sinn ist es Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen zu sammeln und vielleicht sogar Freundschaften aufzubauen. „Daher freuen wir uns über alle Freundschaftsspiele. Und um den Rahmen etwas zu erweitern beteiligen wir uns auch bereits an der FVN-Liga; allerdings noch ohne Wertung. Wir sind Mitglied im Landessportbund NRW, bei der Sporthilfe e.V., beim Sportbund Leverkusen e.V. sowie beim Fußballverband Niederrhein“, erzählt die Vorsitzende weiter.




Im Zuge der "DFB team2011"- Kampagne begann der Vereine vor einiger Zeit eine erfolgreiche Zusammenarbeitmit der Herzogschule in Opladen. Weitere Kooperationen, mit anderen Schulen, sind geplant.

Um den vereinsangehörigen und teilweise auch vereinsfremden Mädchen eine interessante und abwechslungsreiche Freizeit- und Sportbetätigung zu ermöglichen, hat man bereits an diversen Veranstaltungen teilgenommen und kickte so z. B. beim „Girls Wanted Soccer-Festival“ in Frankfurt (Anfang Juli) mit. Im Rahmen der „DFB team2011“-Kampagne arbeitet man jetzt mit der Herzogschule Opladen zusammen. Weitere Kooperationen mit anderen Schulen sind in der Planung. Bis zum Start eines Ligabetriebes trug man zahlreiche Freundschaftsspiele aus. Neben all diesen fußballbezogenen Veranstaltungen traf man sich auch zum Klettern, Schwimmen oder zu einem gemeinsamen Kirmesbummel.



Sie dürfen nicht fehlen - die ehrenamtlichen Trainer; denn ohne sie könnte kein Training stattfinden und die Mannschaften nicht trainiert oder geschult werden!

Das Konzept des Vereins ruft, sehr zur Freude der Verantwortlichen, in Opladen und Umgebung eine recht große Resonanz hervor. Das stellt den Verein aber auch vor neue Probleme; denn es werden dringend ehrenamtliche Trainer gesucht! Selbstverständlich werden auch weitere Spielerinnen gerne gesehen. Das Alter spielt dabei keine Rolle, da auch eine Frauenmannschaft bereits in Planung ist. „Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Mädchen und Frauen den Weg zu uns finden würden“, so Marion Knöckel weiter.

Der MSV-Opladen  hat den ersten Schritt gewagt, jetzt kann man den Verantwortlichen und Mitgliedern nur viel Glück und Durchhaltevermögen wünschen.

Weitere Informationen unter: www.msv-opladen.de



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