Die Spiele zwischen dem SV Werder Bremen und dem SV Meppen waren bisher enge Partien, in denen Kleinigkeiten den Ausschlag für das eine oder andere Team gaben. Diesmal sollte es nicht anders sein. Dabei konnten sich die Bremerinnen in der ersten Halbzeit ein leichtes Übergewicht erspielen. Doch in der zweiten Hälfte waren die Emsländerinnen besser und hatten am Ende durch zwei Jokertore knapp die Nase vorn.
Beide Teams starteten mit einer Niederlage in die Saison. Doch sowohl der SV Werder Bremen als auch der SV Meppen konnten am vorigen Spieltag den ersten Saisonsieg feiern. Dabei war der Sieg des SV Meppen über den Herforder SV am letzten Spieltag ein Fingerzeig, dass in dieser Saison wohl mit dem Team von Maria Reisinger zu rechnen ist. Auf Platz 12 waren aber nach einer kurzen Anlaufphase die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit spielbestimmend. Bereits in der 11. Minute lag der Ball im Netz des SV Meppen. Doch Maike Timmermann hatte im Abseits gestanden, als sie ihren Fuß in den Schuss von Jessica Golebiewski hielt. Sechs Minuten darauf kam Maike Timmermann bei einer Flanke von Cindy König einen Schritt zu spät.
Immer wieder versuchten die Bremerinnen in der Folgezeit über die Flügel nach vorne zu kommen. Doch weitere Chancen ergaben sich nur nach Standards. So in der 28. und 30. Minute, als Anna Mirbach erst mit dem Kopf und dann mit dem Fuß das Tor knapp verfehlte. Im dritten Versuch war Anna Mirbach dann erfolgreich, als nach einem Freistoß in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Ball von der Meppener Abwehr zu kurz abgewehrt wurde, zu ihr kam und sie von der Strafraumgrenze unhaltbar für Katharina Hackmann im Tor des SV Meppen abzog. Diese 1:0 Führung zur Pause war auch verdient für Werder.
Meppens Trainerin Maria Reisinger konnte mit dem Spiel ihres Teams in der ersten Hälfte nicht zufrieden sein, und man konnte davon ausgehen, dass die Emsländerinnen in der zweiten Hälfte ganz anders zur Sache gehen würden. Die richtigen Worte schien sie in der Kabine gefunden zu haben, denn gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste das Kommando auf dem Spielfeld, während bei Werder vieles nicht mehr lief, was noch in der ersten Hälfte klappte. In der 54. Minute hatte Meppen die erste gute Chance, doch Sarah Sieksmeyer scheiterte an Maria Doll. Es war die letzte Aktion für Sarah Sieksmeyer, denn sie wurde gleich danach ausgewechselt wie auch Kerstin Jäger. Mit Romina Burgheim und Rieke Dieckmann brachte Maria Reisinger zwei Spielerinnen, die für einigen Wirbel in Werders Abwehr sorgten. Doch in der Drangphase der Gäste hatte plötzlich Werder in der 60. Minute die Riesenchance zum 2:0. Der Schuss von Maike Timmermann aus der Drehung nach Vorarbeit von Anna Mirbach landete aber in den Armen von Katharina Hackmann. Weiter ging es dann in Richtung Werder-Tor und nachdem Inga Kappel in der 62. Minute noch übers Tor schoss, war in der 63. Minute schließlich Rieke Dieckmann erfolgreich. Allerdings stand Vorlagengeberin Romina Burgheim bei der Ballannahme vermutlich im Abseits. Nichtsdestotrotz war der Ausgleich verdient.
Werder war bemüht nach dem Ausgleich wieder ins Spiel zu finden, doch viel zu oft landeten die Zuspiele bei den Gegnerinnen oder im Nichts. Spielerisch sah das beim SV Meppen in der zweiten Halbzeit sicher besser aus, aber nennenswerte Chancen sprangen nach dem Ausgleich zunächst nicht heraus. Es war schließlich ein Abwehrfehler einer Bremerin, der in der 83. Minute dazu führte, dass die eingewechselte Romina Burgheim an den Ball kam, die mit einen cleveren Heber über Maria Doll das 1:2 erzielte. In der Schlussphase kam Werder zwar noch einmal vor das Tor der Gäste, zu einer klaren Torchance oder gar dem Ausgleich reichte es nicht mehr. Damit musste Werder auch im zweiten Heimspiel der Saison eine Niederlage hinnehmen. Der SV Meppen hingegen feierte den zweiten Sieg hintereinander, der letztendlich auch nicht ganz unverdient war.
1:1 Dieckmann (63.)
1:2 Burgheim (83.)
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