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2. Bundesliga Nord, 15. Spieltag: Eiskalter Sieg

· Archivbestand · 609 Wörter

SV Werder Bremen
4:0Halbzeit 2:0
1. FC Lübars

Es war nicht angenehm auf Platz 12, wo am 15. Spieltag die Begegnung zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FC Lübars stattfand. Die Temperatur war um dem Gefrierpunkt und es herrschte ein eisiger Wind. Nicht gerade ein Wetter, das zum Fußball spielen einlädt. Der Platz war aber in einem bespielbaren Zustand, so dass Schiedsrichterin Imke Lohmeyer die Partie anpfiff.

Werder musste in diesem Spiel bekanntlich auf Lea Notthoff verzichten, die sich bei der Niederlage in Meppen am Wochenende zuvor einen Kreuzbandriss zuzog und nun auf unbestimmte Zeit ausfällt. An ihrer Stelle spielte Mayline Danner gegen den 1. FC Lübars im Mittelfeld. Werders U17-Talent Michelle Ulbrich, die neu in der Startelf war, übernahm dafür die Position in der Innenverteidigung. Zudem rückte Daniela Schacher für Manjou Wilde in die Anfangsformation. Eine personelle Änderung gab es auch bei den Gästen gegenüber der Heimniederlage gegen den Herforder SV in der Vorwoche, denn statt Anne Schäfer stand Celine Dey beim Anpfiff auf dem Platz.

Erwärmend war es nicht, was beide Teams in der ersten Halbzeit boten. Der Wille war zwar anzumerken, aber insgesamt wirkte das Spiel auf beiden Seiten doch zerfahren. Den ersten Torschuss der Begegnung gab Cindy König in der 15. Minute ab. Der Ball ging aber weit über das Tor vom 1. FC Lübars. Auf der Gegenseite gab es in der 28. Minute so etwas wie Torgefahr, als Werders Mira William den Ball nach einem Schuss von Anna-Sophie Fechner zur Ecke lenkte. Werder nutzte in der 38. Minute schließlich die erste richtige Möglichkeit zur Führung. Nach einem Freistoß von Daniela Schacher konnte Stephanie Goddard den Ball per Kopf ins Tor befördern. Zwei Minuten später legten die Grün-Weißen nach. Zunächst konnte zwar Lübars Torfrau Cordula Busack einen Schuss von Stephanie Goddard abwehren. Doch im zweiten Versuch bugsierte Jessica Golebiewski den Ball über die Linie. Vor der Halbzeit hatte Cindy König gar die Möglichkeit zum 3:0, verpasste aber den Ball nach Zuspiel von Jessica Golebiewski knapp.

Nach dem Seitenwechsel hatte Werder die erste Möglichkeit. Jessica Golebiewski setzte sich auf dem rechten Flügel durch, ging bis zur Grundlinie und passte in den Strafraum, wo Cindy König stand. Doch der Ball touchierte nach ihrem Schuss nur den Pfosten (49.). Danach wurden die Gäste stärker. Mit dem Wind im Rücken drückten sie immer mehr auf das Bremer Tor. In der 52. Minute lag der Ball nach einem Schuss von Janine Neue auch im Netz, das Schiedsrichtergespann entschied aber auf Abseits. Wenig später zischte der Ball nach einem Schuss von Jana Theodoridis nur knapp am Werder-Tor vorbei. Der Anschlusstreffer lag in der Luft, doch Werder kam langsam wieder ins Spiel und Cindy König hatte in der 70. Minute die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Cordula Busack. Es war schließlich Jessica Golebiewski, die in der 78. Minute zum 3:0 traf. Fünf Minuten vor dem Abpfiff überwand Maike Timmermann mit einem Lupfer Cordula Busack gar noch zum 4:0 und machte sich damit zu ihrem 24. Geburtstag selbst ein Geschenk.

Es war der erste Bremer Sieg in der Liga nach der Winterpause. Alles in allem war er auch verdient, wenngleich das Ergebnis zu deutlich ist. Ausschlaggebend war, dass die Bremerinnen in den entscheidenden Situationen einfach präsenter waren und ihre Chancen, passend zum Wetter, eiskalt nutzten. Werder konnte damit den 4. Platz in der Tabelle festigen und reist am nächsten Wochenende zum Magdeburger FFC. Der 1. FC Lübars bleibt nach dieser Niederlage auf dem 8. Platz und empfängt am nächsten Sonntag den 1. FC Lokomotive Leipzig.

1. FC Lübars:

Busack – Dey, Liepack, Lüdicke (77. Bonk), Hansen – Behrends (69. Huseinovic), Smith, Theodoridis, Neue (69. Anane) – Timme, Fechner

2:0 Golebiewski (40.)

3:0 Golebiewski (78.)

4:0 Timmermann (85.)

Spieldaten

Tore

  1. 1:0Goddard38.

SV Werder Bremen

Martens – William, Scholz, Ulbrich, Moelter – Danner (69. Bopp), Schröder – Golebiewski (82. Zunker), König, Schacher (77. Timmermann) – Goddard

Schiedsrichterin
Imke Lohmeyer (Holtland) mit Anna-Kristin Mielke und Sarah Willms
Karten
Schacher / –
Zuschauer
53