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Aufstieg zur zweiten Bundesliga
Germania oder Sindelfingen für Süd-Deutschland?
Wiesbaden und Sindelfingens Reserve ermitteln den letzten Aufsteiger zur 2. Bundesliga
2.6.2005 Nachdem die Aufsteiger aus den vier Regionalligen mit KSV Holstein Kiel (Nord), FFV Neubranden- burg (Nordost), TuS 1874 Köln rrh. (West) und TuS Niederkirchen (Südwest) bereits mehr oder weniger früh feststanden, verblieb die Frage, wer aus dem Bereich des Süddeutschen Fußballver- bandes (SFV) als fünfter Verein das Feld komplettieren und in die zweite Bundesliga aufsteigen wird. Inzwischen steht fest, der letzte Aufsteiger wird entweder der VfL Sindelfingen II oder die SG Germania Wiesbaden sein.
Grundsätzlich ist der Vertreter aus dem Bereich des SFV in einer einfachen Relegationsrunde zwischen den Meistern der Oberligen Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zu ermitteln. Zur Premierensaison der 2. Bundesliga hatte sich der Karlsruher SC gegen Bayern München II und RSV Germania 03 Pfungstadt durchgesetzt. Diesmal war es fraglich, ob es denn überhaupt zu Relegationsspielen kommen würde. Dabei war es noch unschädlich, daß die Meister der drei Oberligen gar nicht für die 2. Bundesliga gemeldet hatten. In diesem Fall kann nämlich auch der Vizemeister nachrücken – sofern er eine Lizenz beantragt hat. Doch würde überhaupt eine aufstiegswillige Mannschaft auf einem der ersten beiden Ränge landen? Das war zumindest in zwei Oberligen durchaus fraglich.
Wiesbadens Routinier Sandra Finkenauer treibt den Ball beim 4:0 Auswärtserfolg in PfungstadtRecht übersichtlich war die Lage in Bayern. Hier hatte sich mit dem SV Weinberg nur ein Verein für Liga 2 beworben. Da die Reserve von Bayern München schon früh als Meister der Bayernliga feststand, konzentrierte sich der Blick auf Platz 2. Das Rennen um die Vizemeisterschaft blieb bis zuletzt spannend und wurde quasi in einem Finale entschieden. Am letzten Spieltag hätte dem SV Weinberg bereits ein Unentschieden in seinem Heimspiel gegen den einzigen Konkurrenten um den Relegationsplatz, dem SC
Aufgalopp zum letzten Heimspiel von Germania Wiesbaden gegen TGM Jügesheim (Ergebnis 2:6 für den Meister aus Jügesheim)
In Baden-Württemberg hatten sich TSV Ludwigsburg und SV Eintracht Seekirch für die 2. Bundesliga beworben, nicht jedoch Ligaprimus FV Löchgau. Während die Damen aus der Stadt des „Blühenden Barock“ bereits vorzeitig ihre Chancen verspielt hatten, scheiterte die Eintracht am drittletzten Spieltag aufgrund der Niederlage bei eben diesen Ludwigsburgerinnen. Lachender Dritter war plötzlich der VfL Sindelfingen, deren erste Mannschaft bekanntlich den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hatte und damit seiner zweiten Auswahl den Weg ebnete. Aus der Meldung des DFB vom 23.03.05 war nicht ersichtlich, daß der Lizenzantrag des VfL auch für seine Reserve gelten würde, doch offensichtlich ist dem so. Mit dem Sieg am 29.05. beim SC Freiburg II sicherte sich Sindelfingen einen Spieltag vor Rundenschluß die Vizemeisterschaft und hat sich somit für die Relegation qualifiziert.
Auch in Hessen blieb es bis zuletzt spannend. Da drei der vier führenden Vereine Lizenzunterlagen beim DFB eingereicht hatten, stellte sich hier nicht die Frage, ob überhaupt ein Team an der Relegation teilnehmen würde, sondern welches es denn schlußendlich sein würde.
Der SFV entschied, daß der Aufstieg in zwei Ausscheidungs- spielen zu ermitteln ist. Diese wurden wie folgt ausgelost und terminiert:
Hinspiel: So 12.06.05, 14.00 Uhr
VfL Sindelfingen II – SG Germania Wiesbaden (Floschenstadion)
Rückspiel: Sa 18.06.05, 15.30 Uhr
SG Germania Wiesbaden – VfL Sindelfingen II, Stadion Waldstrasse in Wiesbaden