Frauenfußball UEFA-Cup Sparta Prag - 1. FFC Frankfurt
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UEFA-Cup 2. Qualifikationsrunde
Sieg leichtfertig verschenkt
1. FFC Frankfurt – Sparta Prag 1:1 (0:0)
16.09.2005 Daran dürfte wohl selbst Sparta-Trainer Dusan Zovinec nicht mehr geglaubt haben – mit dem ersten und einzig erwähnenswerten Angriff im gesamten Spiel überhaupt, erzielte die erst 16-jährige Marketa Ringelovà durch einen unglücklich abgefälschten Verzweiflungsschuss nach 88 Minuten den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich gegen den Topfavoriten aus der Mainmetropole, der mit diesem Unentschieden den vorzeitigen Gruppensieg sowie den damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale des diesjährigen Women’s Cups leichtfertig aus der Hand gab.
Dabei hatte der Prager Coach seine Mannschaft gegenüber dem klaren 3:0-Auftakterfolg über Baku gleich auf fünf Positionen verändert, einige Nationalspielerinnen wegen drohender Gelbsperren für das wohl entscheidende Duell um Platz 2 gegen LUwin geschont und das Durchschnittsalter der Anfangsformation auf durchaus jugendliche 21,2 Jahre gesenkt – letztendlich mit zählbarem Erfolg.
Der gegenüber dem LUwin-Spiel hingegen in gleicher Startformation angetretene FFC verschlief regelrecht die erste Halbzeit, produzierte ungewohnt viele Fehlpässe im Mittelfeld und kam lediglich nach krassen Abwehrfehlern der Pragerinnen zu klaren Tormöglichkeiten. Dabei scheiterten jedoch sowohl Pia Wunderlich (nach klassischem Fehlrückpass von Petra Bertholdova bzw. mit einem Kopfball aus 6 Metern) als auch Sandra Smisek jeweils freistehend mehr an ihren Nerven als an „Torwartoldie“ Zuzana Pincova, welche ihre jungen Vorderleute während der gesamten Spieldauer lautstark zur resoluten Abwehrarbeit aufforderte.
Wie schon im Auftaktspiel gegen die Schweizerinnen erhöhte das Team von Trainer Dr. Tritschoks nach dem Seitenwechsel spürbar den Druck und konnte sich nun vor allem fast ausschließlich über die linke Angriffsseite besser in Szene setzen. Nachdem die jederzeit aufmerksame Pincova einen Kopfball von Nia Künzer (50.) sowie einen der viel zu seltenen Distanzschüsse der ansonsten ausgelaugt wirkenden Renate Lingor (58.) noch problemlos hatte entschärfen können, war diese
Prags Torfrau Zuzana Pincova agierte immer aufmerksam - hier klärt sie einen Kopfball von Kerstin Garefrekes
Die beiden Kapitäninnen Pia Wunderlich (FFC, links) und Zuzana Pincova (Sparta, rechts) bei der Seitenwahl
In der Folgezeit drückte der Deutsche Meister zwar weiter und erarbeite sich eine Vielzahl von Eckbällen, jedoch blieben zwingende Torchancen Mangelware. So begnügte man sich gegen Ende des Spiels mit reiner Ergebnisverwaltung, was im Fußball jedoch bekanntlich nicht selten gründlich in die Hose geht...
Trotz fünfminütiger Nachspielzeit sowie der Hereinnahme von „Joker“ Susi Hartel, gelang es dem FFC am Ende nicht mehr, die passende Antwort auf den mehr als
Aufstellungen:
1. FFC Frankfurt
Wissink – Künzer, Hansen (82. Weber), T. Wunderlich – Affeld, Kliehm, Lingor (72. Bartusiak), P. Wunderlich (90. Hartel), Garefrekes – Prinz, Smisek
SC Luwin.ch
Pincová - Martinková, Bertholdová, Matysová, Mouchová - Hlavenková (81. Dosková), Valentová (93. Kladrubská), Fuchsová, Dobrevová (67. Smeralová) - Matejková, Ringelovà
Tore:
1:0 Smisek (62.)
1:1 Ringelovà (88.)
Gelbe Karten: Pincova, Matysova, Matejkova
Schiedsrichterin: Ana de Toni (Italien)
Zuschauer: 172