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Turnierbericht Jöllenbeck

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Turnier in Jöllenbeck Seite 3

zurück Auch in der abschließenden Platzierungsrunde gaben alle Teams noch einmal alles und zeigten sich von der besten Seite. Hervorzuheben ist dabei insbesondere die Aufholjagd des FC Gütersloh 2000. Der drehte einen 0:3 Rückstand zunächst zu einem 3:3-Gleichstand, bevor Isabell Bachor vom SC 07 Bad Neuenahr letztendlich ihrem Team doch noch den Siegtreffer spendierte. Trondheim setzte sich gegen einen das ganze Turnier äußerst stark aufspielenden Hamburger SV erst im 9-Meter-Schießen durch. Das Finale bot die gleiche Besetzung wie bereits im Jahr 2003 – erneut standen sich mit Potsdam und Kolbotn zwei ebenbürtige Mannschaften gegenüber. Potsdam dominierte das mit harten Bandagen ausgetragene Spiel jedoch nach Belieben und von Anfang an. Durch ein Eigentor von Camilla Huse zusätzlich aufgestockt endete die Partie mit 5:1 für den aktuellen deutschen Meister. Mit dem letzten Tor des Turniers 15 Sekunden vor Abpfiff per Hacke holte sich Conny Pohlers gleichzeitig noch den Titel der Torschützenkönigin. Insgesamt hatte sie acht Treffer erzielt – ebenso viele wie Kerstin Stegemann, so dass die beiden deutschen Nationalspielerinnen sich diesen Titel teilten.



Spiel um Platz 7:
Brøndby IF – FFC Heike Rheine 2:3 (0:2)

Spiel um Platz 5:
FC Gütersloh 2000 – SC 07 Bad Neuenahr 3:4 (0:3)

Spiel um Platz 3:
SK Trondheim-Ørn – Hamburger SV 4:3 n.9-M-S. (1:1, 1:0)

Finale:
1.FFC Turbine Potsdam – Kolbotn IL 5:1 (2:1)


Wie gewohnt drängte zum Schluss des Turniers die Zeit - diesmal mussten die Norwegerinnen aus Trondheim schnellstmöglich zum Flughafen. Aufgrund dessen hatte man bereits die Begegnungen ab Platzierungsrunde von 2x10 Minuten auf 2x8 Minuten verkürzt. Nachdem der SK Trondheim-Ørn zuerst den Pokal für den 3. Platz erhalten hatte und mit begeistertem Beifall der gut 1500 Zuschauer gefeiert und verabschiedet wurde, wurden dann auch die weiteren Plätze geehrt und Auszeichnungen vergeben. Zur Spielerin des Turniers wurde Anne Dot Eggers Nielsen von Brøndby IF gekürt – „Es wurd heute deutlich, dass die beste Spielerin des Turniers nicht zwangsweise in der Siegermannschaft spielen muss“, so ihr Laudator - , als Torhüterin des Turniers wurde Bianca Weech vom HSV gekrönt: „In keinem Jahr war es so schwer, die beste Torhüterin zu wählen. Wir haben diesmal 12 Top-Torhüterinnen gesehen“, so Baumann vom TuS Jöllenbeck. Alles in allem war es ein rundum gelungenes Turnier, bei dem es nichts, aber ehrlich und wirklich auch gar nichts zu bemängeln gab. Die Organisation war perfekt, das Teilnehmerfeld ausgeglichen, spannend und hochqualitativ. Die Atmosphäre in der Halle und unter den Zuschauern war gut, für Langeweile keine Zeit. Etliche Spielpausen verkürzte der „rasende Reporter“ Heiko Jäckel durch Interviews mit Spielerinnen und Zuschauern wie Maren Meinert, auch für Leib und Magen war ausreichend gesorgt. Dabei lag die Verköstigung der Besucher wie immer ganz in Hand der Mütter und Mitglieder des TuS Jöllenbeck. Und nicht nur die selbstgebackenen Kuchen und Mettwurstbrötchen trugen zur heimeligen und familiären Atmosphäre des Turniers bei, durch welches sich die Veranstaltung seit langem auszeichnet und was gerade bei den Zuschauern gut ankommt.

Anne Dot Eggers Nielsen (Brøndby IF) wurde zur Spielerin des Turniers gewählt.


Ganz nebenbei wurden auch noch etliche tausend Euro Fluthilfe für die Opfer in Südostasien gesammelt.

Ein Wort noch zu den Schiedsrichtern des Turniers. Leider entsprachen die Leistungen der Unparteiischen nicht durchgängig der Qualität der Mannschaften auf dem Feld. Diesbezüglich sollten für das kommende Jahr unbedingt Verbesserungen erfolgen. Offensichtlich hatten einige der Schiris entweder wenig Erfahrung mit Hallenturnieren oder sich nur unzureichend auf ihren Einsatz in Jöllenbeck vorbereitet. Angemahnt werden muss insbesondere die zu nachlässige angewandte Praxis des Zeitstops bei Spielverzögerungen. Von der Härte der Begegnungen zeugten dieses Jahr im Übrigen auch zwei gelbe Karten und gar zwei zweiminütige Platzverweise. Im letzten Jahr beispielsweise mussten gar keine solcher Strafen verhangen werden.

Ergebnisstatistik im Überblick:

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