Brasilien gewinnt Mädchen Mini-WM beim VfL Fontana Finthen
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18. Juni 2011 170 Spielerinnen aus 16 Mainzer Grundschulen in den Trikots der WM Teilnehmer an der Frauen WM, 500 begeisterte Zuschauer, Maskottchen, Fahnen, Musikinstrumente, Presse, Funk und Fernsehen: all das gab es am 15.6. 2011 bei der Mädchen Mini-WM in Mainz-Finthen zu sehen, ausgerichtet von der Martinusschule Mainz in Kooperation mit dem VfL Fontana Finthen.
Doch der Reihe nach:
Seit 1990 hatte Winfried Schmitt, Sportlehrer an der Martinusschule und Jugendleiter bei Fontana Finthen das Grundschul-Fußballturnier der Stadt Mainz mit bis zu 24 teilnehmenden Schulen organisiert.
In diesem Jahr sollte es aber etwas Besonderes geben: Analog zur Frauen WM wurde eine Mini-WM für Mädchen ausgeschrieben. In kürzester Zeit waren die 16 Startplätze vergeben und einige Schulen, die sich nicht schon in den ersten 5 Tagen gemeldet hatten, erhielten zu ihrem Leidwesen sogar Absagen, weil eben nur 16 Mannschaften bei der Frauen WM mitmachen. Ihnen zum Trost darf gesagt werden, dass W. Schmitt in den kommenden Jahren Mädchen Turniere plant, an denen wieder alle Mainzer Grundschulen teilnehmen dürfen. Riesig groß war die Begeisterung bei Schülerinnen und den Lehrkräften schon im Vorfeld. So wurden Trikots mit Kängurus oder Ahornblättern hergestellt, Fahnen und Maskottchen gebastelt und eifrig in den Fußball AGs trainiert. Dem DFB sind solche Aktionen und Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen im Mädchenfußball sehr wichtig. Er stellt sogenannte Starterpakete mit Bällen und Trikots zur Verfügung und lobt Preise aus. Für das Turnier in Finthen stiftete er zusätzlich Trikots und Eintrittskarten für das Frauen-Länderspiel Deutschland – Norwegen als Preise. Auch die Stadt Mainz ließ sich nicht lumpen und spendierte für alle 16 Mannschaften einen Pokal.
(Bild links: Jedes Team hatte selbstgebastelte Fahnen mitgebracht und auch die Shirt wurden im Vorfeld selbst gestaltet.)
Die eintreffenden Mannschaften wurden schon am Tor von ihren „Paten“ empfangen. Ältere Schüler der Martinusschule, versehen mit den Namensschildern „ihrer“ Länder, begleiteten die Kinder zu ihren ausgewiesenen Lagerplätzen und halfen ihnen den ganzen Tag lang bei der Orientierung. Die Turnierleitung wurde ebenfalls von der Martinusschule gestellt, während 8 Jugendspieler des VfL Fontana als Schiedsrichter fungierten. Um 9.00 Uhr ging es mit dem Einlaufen der Mannschaften los. Die Fangruppen machten dabei einen Riesenradau. Anschließend spielte das Schulorchester der Martinusschule für jedes Land ein typisches Musikstück, so die Nationalhymne für Deutschland, für Brasilien Sambaklänge oder „Kumba ya my Lord“ für Nigeria. Für Australien sang der Schulchor sogar die australische Nationalhymne.
Der Staatsekretär im Ministerium des Inneren und des Sports, Jürgen Häfner, selbst Vater zweier bei der Fontana spielenden Kinder, begrüßte die Spielerinnen und wünschte ebenso wie Bürgermeister Günther Beck ein gutes Gelingen des Turniers. Dann eröffnete Schulleiterin Christina Zils die WM unter den Augen des Vizepräsidenten des SWFV – Jürgen Veth -, der Vorsitzenden des Kreisjugendausschusses Mainz-Bingen, Marie-Luise Schelhas und der neuen Bezirks-Mädchenwartin Annelie Fröder feierlich. Da dank der Unterstützung durch die Stadt, sie hatte drei zusätzliche Kleinfeldtore bringen lassen, auf 4 Spielfeldern gespielt werden konnte, war es möglich die Veranstaltung in 4 Stunden über die Bühne zu bringen. In den Pausen konnten sich die Kinder auf der Hüpfburg oder an den vielen weiteren Spielstationen vergnügen, die die Sportjugend Rheinland-Pfalz kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, weil Fontana Finthen ein Vorzeigeverein des Projekts „Integration durch Sport“ ist.
(Bild rechts: Team Germany durfte natürlich auch nicht fehlen.)
Während es in der Vorrunde einige hohe Ergebnisse gab, wurde es ab dem Halbfinale ganz eng. Beide Spiele gingen ins Achtmeterschießen und auch in den Finalspielen waren die Mannschaften ausgeglichen. Als Siegerinnen gingen die Mädels der Grundschule Lerchenberg vom Platz. Sie trugen nicht nur die gelben Trikots ihrer Vorbilder, sondern hatten sogar auch Kinder in allen Hautfarben dabei. Auf dem zweiten Platz landete Kanada vor Äquatorialguinea und Frankreich. Die Grundschule Mainz-Finthen, die die Farben von Deutschland vertreten hatte, musste nach 3 torlosen Unentschieden leider nach der Vorrunde ausscheiden. Hoffentlich ist dies kein schlechtes Omen für Birgit Prinz und Co.
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