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Damallsvenskan 2009, 11. Spieltag

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Damallsvenskan 2009

Sunnanå SK, Favoritenschreck 2009

11. Spieltag

19.06.2009   Nachdem Sunnanå SK in Umeå dem Serienmeister das Fürchten lehrte und drei Punkte nach Hause entführte, dann Göteborg ein torloses Unentschieden abtrotzte, überfuhren sie an diesem Spieltag in Malmö deren Spielerinnen mit 4:0.
Nach 11 Spielen hat die Damsvenskan die Vorrunde überstanden und Umeå IK ist wieder die übermächtige Mannschaft an der Spitze. Überraschend findet man Kopparbergs/ Göteborg auf Platz zwei, nach dem Weggang von Lotta Schelin und Ingvild Stensland vermutete man sie mehr im Mittelfeld. Hier findet man den hochgehandelten Favoriten, der anscheinend momentan in einer Krise steckt, LdB FC Malmö. KIF Örebro DFF behauptet sich auf Platz vier und hat dabei kurioserweise mehr Tore kassiert als geschossen.
Hinten auf den Abstiegsplätzen fristen weiterhin Piteå IF, Kristianstads DFF und Stattena IF ihr Dasein. Den direkten Vergleich konnte jetzt Kristianstad gegen die Helsingborger für sich entscheiden, dabei den ersten Sieg, die ersten Punkte einfahren und die rote Laterne an Stattena abgeben.

Sehr schwach ist weiterhin die Besucherresonanz. So kamen an diesem Wochenende (5 Begegnungen) im Schnitt 537. Besonders dürftig ist dabei der Besuch der Stockholmer bei ihren Vereinen. Nur 372 wollten das Derby Djurgården - Hammarby IF DFF sehen, den Tabellenzweiten aus Göteborg schauten sich nur magere 312 Personen bei AIK an. Frauenfußball Enthusiasmus findet man dagegen weiterhin im hohen schwedischen Norden beim Aufsteiger in Piteå. 1877 kamen am Montagabend um den Tabellenführer aus Umeå zu beobachten und hätten fast eine Sensation erlebt, denn die Gastgeberinnen führten bis 5. Minuten vor Schluss mit 1:0.

AIK - Kopparbergs/ Göteborg 0:1 (0:0)
Emelie Ölander (AIK):
Im voraus spürten wir, dass dies ein knappes Match werden würde und wir hatten recht. Zunächst war Göteborg mehr am Ball, doch mit der Zeit bekamen wir sie voll unter Kontrolle. Die Gäste gewannen etliche Ecken und Freistöße mehr als wir und hatten dadurch ihre Chancen, doch gegenüber dem Pokalspiel zeigten wir mehr Niveau und Energie, sodass wir Göteborg in Schach hielten.

Unglücklicherweise erzielten sie dann doch noch das 1:0 in der 85. min. als unsere Torhüterin Maja Åström den Abschlag Linnéa Linnegärd in den Rücken schoss, Sara Lindén, die meiner Meinung nach Abseits stand, sich das Leder schnappte und den einzigen Treffer der Partie machte.

Ich denke ein 0:0 wäre ein gerechteres Resultat gewesen. Kopparbergs/ Göteborg bleibt damit Umeå auf den Fersen.

Kristianstads DFF - Stattena IF 4:0 (3:0)
Maria Edman (Stattena IF):
Ich möchte dieses Spiel nur schnell vergessen und konzentriere mich auf die Partie am Donnerstag gegen Djurgården.

So viel vielleicht, Kristianstad war unheimlich stark in der ersten Halbzeit. Susanne Moberg (14.), Sofie Andersson (18.) und Holmfridur Magnusdottir (34.) legten bis zur Pause drei Tore vor.
Danach kamen wir dann besser ins Match und zeigten eine bessere zweite Hälfte. Trotzdem traf dann Frida Sjöfors in der 80. min. und stellte den 4:0 Endstand her. Das Resultat geht so in Ordnung, da die Gastgeberinnen an Hand der Torchancen und der Spielzüge die bessere Mannschaft an diesem Tag waren. Zudem hat Kristianstad die größere Anzahl von individuell besseren Spielerinnen.

Für uns bleibt nur zu hoffen, dass wir unsere Batterien bis Donnerstag, wenn es in die Rückrunde geht, wieder aufladen können.


LdB FC Malmö - Sunnanå SK 0:4 (0:1)
Ola Tuvensson:
Ich glaube, das war das schlechteste Spiel, das ich von LdB FC Malmö jemals gesehen habe. „Wir sollten uns schämen,” sagte Nilla Fischer nach der Partie auf der Pressekonferenz. Wir kassierten gegen Sunnanå vier Gegentore. Die Gäste haben zwar mit der brasilianischen Nationaltorhüterin Barbara und der nigerianischen Nationalspielerin Perpetua Nkwocha eine starke Mannschaft, doch Malmö spielte weit unter seinen Möglichkeiten.

Schon in der ersten Hälfte waren die Gäste besser als das Heimteam und gingen in der 10. min. nach einem Freistoß, der bei Kathryn Gill landete und die das Leder ganz leicht ins Netz schob, in Führung. Nilla Fischer hatte den Ausgleich auf dem Fuß, doch Barbara glänzte mit einer tollen Parade. Wenig später hatte Nilla abermals Pech. In der 37. min. passte Pavlina Scasna ihr den Ball zu, doch ihr Schuss ging knapp über die Latte.

In der zweiten Hälfte wollte LdB seine Spielweise ändern und brachte mit Maria Aronsson (46.) und Frida Nordin (58.) neue Leute auf den Platz. Damit wurde es ein wenig besser,

Manon Melis kämpfte wie eine Löwin, doch erhielt sie keinen gescheiten Pass, den sie verwerten konnte. Linda Forsberg ging in die Spitze und erhöhte damit den Druck auf die Gäste Defensive. Doch leider erhöhten Linda Fransson nach einer Stunde und wieder Kathryn Gill 18 Minuten später zum 3:0. In der 84. min. traf noch Mal Linda Fransson und stellte den 4:0 Endstand her. Ich hoffe, dass Jörgen Petterson nicht resigniert und das Handtuch schmeißt wie schon einige munkeln, denn ich finde, es ist keine gute Lösung, wenn es einmal schlecht läuft. Das einzig gute an diesem Tag war, dass die Sonne an meinem Geburtstag schien.

Djurgården - Hammarby IF DFF 5:2 (2:1)

Der deutliche 5:2 Sieg von Djurgården gegen Hammarby im Stockholmsderby darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Unterschiede zwischen beiden Teams in den vergangenen beiden Jahren deutlich geschrumpft sind. Nach fünf Pflichtspielsiegen in Folge kam Hammarby mit großem Selbstvertrauen nach Kristineberg und obwohl Djurgården den stärkeren Beginn hatte, jubelten erst einmal die Grünweißen. Nach einem Eckball in der 21. Minute köpfte Außenverteidigerin Annica Svensson das Leder hart und unhaltbar zur Führung der Gäste. Aber Djurgården war in diesem Derby bis in die Haarspitzen motiviert. Allen voran die überragende Belgierin Marijke "Coco" Callebaut. Fünf Minuten nach dem Rückstand bediente sie Sara Thunebro zum Ausgleichstor und in der 38. Minute brachte Coco Djurgården gegen ihren alten Verein mit 2:1 in Führung.


Entschieden war das Spiel zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Nach dem Wiederanpfiff auf rutschigem Naturrasen bei strömendem Regen fiel Kicki Bengtsson oder wurde zu Fall gebracht. Schiedsrichterin Jenny Palmqvist pfiff Strafstoß für Hammarby und Nazanin Vaseghpanah, die anfangs der Saison Ladehemmung gehabt hatte, verwandelte und markierte ihren sechsten Saisontreffer. Für Hammarby hatten diese Saison Kicki Bengtsson und Annica Svensson Elfmeter verschossen.

Doch abermals hielt dieser günstige Spielstand nicht lange vor, bis wieder Marijke Callebaut traf, dieses Mal aus kurzer Distanz. Dem 4:2 ging eine Fehlentscheidung voraus. Linda Sällström rutschte auf dem nassen Boden ohne Einwirkung einer Gegnerin aus, Palmqvist pfiff Freistoß und den hämmerte Anna-Kaisa Rantanen aus rund 20 Meter Torentfernung in den rechten Winkel. Das Spiel war entschieden.
Hammarbys Coach Daniel Kalles-Pettersson setzte alles auf eine Karte, ließ nur noch eine Dreierkette spielen und wechselte Innenverteidigerin Elin Sölveskog aus, für sie kam mit Johanna Andersson eine weitere Angreiferin. Die daraus entstehenden Räume nutzte Djurgården in der Nachspielzeit aus - Kapitänin Victoria Svensson schoss das 5:2, mit Sicherheit ein etwas zu hoher Sieg für Djurgården, das an diesem Tag seine Chancen besser nutzte.
Die Stockholmer Clubs stehen jetzt auf den Rängen 7-9 und sind derzeit nur Mittelmaß in der Damallsvenskan. Djurgården war vor zwei Jahren noch Vizemeister.



Linköpings FC - KIF Örebro DFF 4:0 (1:0)

Vor 707 Zuschauern schlägt Linköping Örebro mit 4:0. Den ersten Treffer erzielte Faith Ikidi in der 23. min.

In der zweiten Halbzeit gelang Kosovare Asllani nach Anspiel von Maja Krantz in der 49. min. das 2:0. Maria Karlsson (79.) und Margrét Lára Vidarsdottir (90.) stellten den 4:0 Endstand her.



Piteå IF - Umeå IK 1:1 (1:0)

Die Sensation lag in der Luft, denn der Aufsteiger und Gastgeber aus Piteå lag nach dem Führungstor in der 25. min. durch Johanna Lindahl bis zur 86. min. mit 1:0 vorne.

Erst da gelang dem Favoriten der Ausgleich durch Ramona Bachmann. Umeå scheinen in dieser Saison die nordschwedischen Nachbarn nicht zu schmecken, denn gegen Sunnanå mussten sie ihre einzige Niederlage hinnehmen und nun also das Unentschieden gegen Piteå.



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