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B-Juniorinnen-Bundesliga, Staffel Süd: 1. FFC Frankfurt siegt auch gegen Hoffenheim

· Archivbestand · 804 Wörter

1. FFC Frankfurt U17
3:1Halbzeit 1:0
TSG 1899 Hoffenheim U17

Auch im letzten Heimspiel der Saison setzten die Juniorinnen des 1. FFC Frankfurt ihre Heimsiegesserie fort. Wie alle anderen Mannschaften vorher verlor auch die TSG Hoffenheim, immerhin als Juniorinnenmeister der vergangenen Saison so etwas wie der Titelverteidiger, ihr Gastspiel im Stadion am Brentanobad.

Schon in der ersten Spielminute gingen die Frankfurterinnen, die schon vor dem Spiel von Ute Maaß (Mitglied im DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball) sowie von der langjährigen Nationaltorhüterin Silke Rottenberg als Meister der Süd-Staffel geehrt wurden, in Führung. Ein Diagonalpass von rechts erreichte Julia Matuschewski im Strafraum, und die ließ Hoffenheims Keeperin Melanie Döbke mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Chance. Doch die U17 der TSG zeigte keine Schockwirkung und fing an, das Spiel zu dominieren. Tabea Waßmuth zeigte mit enormer Schnelligkeit Valeria Perri die Hacken, fand für ihre Flanke dann aber keine Abnehmerin. Wenig später musste FFC-Keeperin Miriam Hanemann in höchster Not vor Annika Köllner klären. Dann schoss Ricarda Schaber von der Strafraumgrenze aus am Frankfurter Tor vorbei. Auch Debora Vinci verfehlte knapp das Frankfurter Tor, als sie nah am Kasten aus der Drehung zum Schuss kam. Hoffenheim kam zu weiteren Chancen und einigen Eckstößen, und erst in der 30. Minute gab es den ersten richtig schönen Spielzug nach dem Tor auf Seiten des FFC zu sehen: Alina Ortega Jurado trieb den Ball von der Mittellinie in die Hoffenheimer Hälfte, ließ die zu weit vorgerückten Abwehrspielerinnen stehen, rechts neben ihr lief Samantha Dick mit, im Strafraum gab Ortega Jurado gut auf Dick ab, die schoss, doch Melanie Döpke wehrte mit Glanzparade zur Ecke ab. Eine Superleistung der Hoffenheimer Keeperin, allerdings hat Dick meiner Meinung nach bei diesem Konter den entscheidenden Fehler gemacht, zu nah an Ortega Jurado geblieben zu sein. Bei etwas größerem Abstand wäre der Pass zwar etwas schwieriger geworden, die Keeperin hätte aber viel weniger Abwehrchancen gehabt. Immerhin, es gab einen Eckstoß, und der führte zu einem Schuss an den Pfosten, von dem der Ball aber ins Spiel zurück prallte. Die nächste und letzte große Chance der ersten Halbzeit hatte aber wieder Hoffenheim, doch die gut angespielte Schaber bekam nah am Frankfurter Tor den Ball nicht schnell genug unter Kontrolle. So ging es mit einer glücklichen Führung für Frankfurt in die Kabinen.

Nach der Pause übernahm das Team von FFC-Coach Sascha Glass dann aber das Kommando im eigenen Stadion. Nach einer Chance für Caroline Krawczyk, die Keeperin Döbke noch vereiteln konnte, kam wenig später Matuschewski zum Schuss und verwandelte zum 2:0. Diesen Vorsprung verdiente sich das Frankfurter Team nun auch durch Feldüberlegenheit und kam zu weiteren Chancen. Dick wurde bei einem schnellen Konter elfmeterverdächtig im Strafraum gefoult, doch die Pfeiffe von Schiedsrichterin Anna Katharina Scheib blieb stumm. Doch Hoffenheim war noch nicht geschlagen, nach einem Eckstoß musste Frankfurts Außenverteidigerin Lucienne Loy auf der Linie retten. Insgesamt ließ der FFC in dieser zweiten Hälfte aber nicht mehr viel zu – jedenfalls bis zwei Minuten vor Schluss. Da kam dann plötzlich die zur Pause eingewechselte Jannika Kowatzki nah am Frankfurter Tor zum Schuss und erzielte etwas überraschend den Anschlusstreffer. Doch nur eine Minute später stellte die ebenfalls eingewechselte Natasa Petrov auf der anderen Seite den alten Abstand wieder her. Aufgrund der guten zweiten Hälfte, der insgesamt klareren und besser genutzten Chancen dann doch ein verdienter Sieg der FFC-Juniorinnen, die nun am 18. Mai um 13.00 Uhr den FSV Gütersloh im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft im Stadion am Brentanobad erwarten.

Stimmen zum Spiel:

Frank Fürniß, Trainer der TSG Hoffenheim:

„Zunächst einmal möchte ich dem Frankfurter Team zum Sieg heute und zum klaren Gruppensieg gratulieren. In der ersten Halbzeit haben wir eigentlich richtig gut gespielt, wenn man mal davon absieht, dass wir beim Führungstor in der ersten Minute noch geschlafen haben. Doch von da ab hat das Team die schwere Aufgabe hier spielerisch sehr gut gelöst. In der zweiten Halbzeit hat sich dann aber der FFC mit der körperlichen und dynamischen Überlegenheit seiner Spielerinnen durchgesetzt. Wir hatten dazu noch das Problem, verletzungsbedingt keine echten Stürmerinnen dabei zu haben, wir hatten nur umfunktionierte Mittelfeldspielerinnen im Sturm, sonst wäre unsere Chancenauswertung vielleicht etwas besser gewesen. Aber man hat schon gesehen, dass Frankfurt zu Recht die Meisterschaft der Staffel Süd gewonnen hat, die sind schon sehr stark.“

Sascha Glass, Trainer des 1. FFC Frankfurt:

„Mit der ersten Halbzeit war ich gar nicht zufrieden, das war richtig schwach. Das Umschaltverhalten hat gar nicht gestimmt, und die vier offensiven Spielerinnen haben nicht richtig mitgearbeitet, alles den sechs defensiven Spielerinnen überlassen. Das haben wir in der Kabine angesprochen, und die Mannschaft hat es verstanden, dann in der zweiten Halbzeit noch ein Spiel zu zeigen, nach dem wir sagen können, verdient gewonnen zu haben.“

1. FFC Frankfurt U17:

Hanemann – Perri, Chen, Loeber, Loy – Dick (45. Sieber), Krawczyk, Matheis, Ortega Jurado (73. Petrov)– Herrmann (62. Preiß), Matuschewski (53. Limani)

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Spieldaten

Tore

  1. 1:0Matuschewski1.
  2. 2:0Matuschewski47.
  3. 2:1Kowatzki78.
  4. 3:1Petrov79.

TSG 1899 Hoffenheim U17

Döbke – Bopp (53. Rothemel), Hemmer, Mackert, Deckenbach – Waßmuth, Harsch, Wolf (60. Serosi), Köllner – Schaber (65. Kieseberg), Vinci (46. Kowatzki)

Schiedsrichterin
Anna Katharina Scheib (Aarbergen) mit Silke Schlegel und Nele Krause
Karten
Keine
Zuschauer
127