Bayer 04 Leverkusen hatte sich für diesen Spieltag viel vorgenommen, wollten sie doch die gute Serie der Rückrunde, 4 Punkte aus zwei Spielen fortsetzen und sich damit von den Abstiegsrängen absetzen. Durch eine starke Kampfleistung gelang den Werkself-Frauen nach dem 1:0 Rückstand in der ersten Halbzeit die Aufholjagd zum 2:1 Endstand.
Die Formkurve von Bayer zeigt eindeutig nach oben, so erzielte das Team von Thomas Obliers vor zwei Wochen einen Sieg gegen den FCR 2001 Duisburg und erreichte ein Unentschieden gegen den SC Freiburg. Damit hat die Elf einen richtig guten Rückrunden- Start hingelegt. Bayern München jedoch reiste ebenfalls mit einem bereits errungenen Sieg nach der Winterpause, allerdings mit einer zahlenmäßig etwas geschwächten Mannschaft, an. So muss Thomas Wörle derzeit z.B. auf Katharina Baunach, Julia Simic und Gina Lewandowski verzichten, während seinem Kollegen Obliers lediglich Eunice Beckmann fehlte, die sich im Testspiel gegen Rosssiyanka einen Nasenbeinbruch zuzog.
Die Werkself- Frauen begannen stark und tauchten in der ersten Viertelstunde gleich drei Mal vor dem Tor von Kathrin Längert auf. Leider waren alle Schüsse nicht plaziert genug oder wurden von der Bayern Abwehr doch noch abgefangen. Danach verlagerte sich das Spiel ins Mittelfeld und war durch etliche Fehlpässe und Ballverluste auf beiden Seiten gekennzeichnet. Nachdem die Münchnerinnen den Ball schon eine geraume Zeit durch die eigenen Reihen hatten laufen lassen, die Abwehrreihe der Leverkusenerinnen aber einfach nicht durchbrechen konnten, flankte Vanessa Bürki auf die frei stehende Ivana Rudelic, die zum 1:0 Führungstreffer traf. Mit diesem Ergebnis ging es, ohne weitere Highlights aus der ersten Halbzeit in die Kabine.
Ganz offensichtlich fand Obliers in der Pause die richtigen Worte um seine Mannschaft zu motivieren, denn es waren erst zwei Minuten gespielt, als Isabelle Linden auf Caroline Simon zurückpasste und diese aus ca. 25m Entfernung zum Ausgleich einnetzte. In der 66. Minute war es erneut Linden, die dieses Mal für Claudia Götte auflegte. Götte jedoch beförderte den Ball aus kurzer Torentfernung über das Tor hinweg. Und noch einmal sollte Isabelle Linden für Aufregung sorgen, als sie mit einer Schambeinprellung das Spielfeld verlassen musste. Für sie kam Lisa Schwab, die in der 79. Minute zum verdienten Siegtreffer verwandelte. Im weiteren Verlauf versuchten die Bayern noch einmal ihre körperliche Überlegenheit auszuspielen, doch mit viel Kampfgeist retteten die Werkself- Frauen das Spiel bis zum Schlusspfiff.
„Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Vor allem, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft wie den FC Bayern München so zurückgekommen sind, macht mich stolz“, sagte Trainer Thomas Obliers nach der Partie.
1:1 (47. Simon)
2:1 (79. Schwab)
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