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Tabellenführer in der 2. Liga Nord SV Meppen verzichtet auf Bewerbung für Liga 1

· Archivbestand · 284 Wörter


Wie der Tabellenführer der 2. Bundesliga-Nord SV Meppen heute auf seiner Homepage mitgeteilt hat, sieht man von einer Bewerbung für die 1. Frauenbundesliga ab.

So heißt es u.a. auf der Homepage:

… Nach reiflichen Überlegungen, intensiven Gesprächen und Bewertung des wirtschaftlichen wie sportlichen und technisch-organisatorischen Umfeldes des Vereins in Hinblick auf den Frauen- und Mädchenfußball sowie letztlich der Abwägung all dieser Komponenten hat sich die Vereinsführung entschlossen, auf eine Bewerbung für die Frauen-Bundesliga zu verzichten. … „Wir haben jedoch gleichfalls für uns analysiert, dass der Veränderungsprozess teils immens sein würde“, erläutert Vorstandssprecher Andreas Kremer. „Die technisch-organisatorischen Voraussetzungen für einen Spielbetrieb in der FBL stellen bei der Infrastruktur samt der Stadionqualität der MEP-Arena ein geringeres Problem dar, auch gab es zur Darstellung eines erstligatauglichen Etats grundsätzlich positive Indikatoren, doch müssen wir insbesondere auch die Auswirkungen und Umstellungen im sportlichen und organisatorischen Umfeld berücksichtigen. Die verstärkten Anforderungen an Hauptamtlichkeit, die teils erheblichen Veränderungen in punkto Trainingsintensität für die Spielerinnen und notwendiger Aufwand im Spielbetrieb der FBL hätten auch ein deutlich anderes Gesicht im sportlichen Umfeld erfordert. Heute ist der Frauenfußball beim SV Meppen nach wie vor sehr stark von den ideellen Eigenschaften und Charakteren geprägt, was in der Form im Rahmen der FBL kaum noch darstellbar gewesen wäre. Unter Berücksichtigung aller Faktoren und der geführten Gespräche sind wir schlussendlich zur Entscheidung gelangt, von einer Bewerbung zur FBL abzusehen.”

Aufgrund der vielen Erstligavereine, die mit finanziellen und organisatorischen Problemen zu kämpfen haben, ist dies ein nachvollziehbarer Schritt. Allerdings sollte dies auch ein Denkanstoß für den DFB sein, einmal über seine Statuten und Regeln nachzudenken und vielleicht ein Konzept zu erarbeiten, welches jedem Verein die Möglichkeit gibt, einen reibungslosen Spielablauf in der 1. und 2. Liga zu sichern.