Von Martin Kochem 29.3.2005
Nach dem 2:0-Erfolg am Ostersamstag in Jungingen hat sich die 2. Garnitur des 1. FFC Frankfurt mit dem 2:1 beim KSC und dem damit verbundenen 2. Auswärtserfolg innerhalb von nur 3 Tagen etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.
Für die seit der Winterpause durch zahlreiche Abgänge stark dezimierten Badenerinnen brechen im Gegensatz hierzu nach deren dritten Rückrundenniederlage in Folge schwere Zeiten an und es bleibt abzuwarten, ob es Trainerin Claudia Guthier gelingen wird, den freien Fall Richtung Abstiegsplätze stoppen zu können.
Nach zunächst ausgeglichener Partie mit guten Torchancen hüben wie drüben gingen die Gäste in der 41. Minute in Führung, als die geschmeidige Marie-Joelle Sadien KSC-Verteidigerin Desiree Schneider den Ball im Mittelfeld wegstibitzen und ihren anschließenden Alleingang vor den Augen der 160 Zuschauer gekonnt zur nicht unverdienten 0:1-Pausenführung abschließen konnte. Beflügelt durch diese Führung kehrten die Frauen um Trainer Björn Kliem mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen aus der Halbzeitpause zurück und kamen durch Christine Wagner (46. und 64.) sowie erneut Sadien (63.) zu weiteren hochkarätigen Möglichkeiten, mussten jedoch bis zur 67. Minute auf das vorentscheidende 2:0 warten, als Christine Wagner aus abseitsverdächtiger Position eine ihrer zahlreichen Chancen verwerten konnte.
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 Christine Wagner schoss das entscheidende zweite Tor für den FFC IIArchivbild: Tom Schlimme
Nachdem FFC-Torfrau Nicole Janischewski in der 76. Minute einen 22 m–Freistoss der agilen
Nadeschda Bosikova gerade noch so um den Pfosten lenken konnte, vergaben auf der Gegenseite Stefanie „Knirpsi“ Weichelt (77.) sowie die eingewechselte Lisa Schön und Sadien im Doppelpack (79.) leichtfertig die endgültige Entscheidung. So wurde es noch einmal spannend, als der nie aufsteckende KSC nach einem klaren Foul von Janischewski an Melanie Seel einen gerechtfertigten Strafstoß zugesprochen bekam, welchen die neben Bosikova einzig überzeugende KSC-Akteurin, Kapitänin Birgit Zieger, sicher verwandeln konnte (86.). Zu mehr reichte es für den diesjährigen Aufsteiger jedoch nicht mehr und es bleibt zu hoffen, dass der KSC in
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den verbleibenden Spielen noch „die Kurve kriegt“, winkt bei einem Klassenerhalt doch mit dem dann noch fertigzustellenden Platz 7 am
Karlsruher Wildpark ein neues, im Gegensatz zum Holperacker zu Weingarten dann sicher auch zweitligawürdiges Geläuf.
Karlsruher SC:
Kesel – Hartmann (54. Zöller), Henne, Desiree Schneider, Kaiser, Trautwein (54. Ernst), Zieger, Severac, Ipolt (60. Schott), Seel, Basikova
1. FFC Frankfurt 2: Janischewski – Aschenbach, Krummenauer, Röhrig, Özer (75. Schön), Kreusel (46. Latten), Sabrina Schneider (60. Milbredt), Christine Wagner, Stefanie Wagner, Weichelt, Sadien
Tore:
0:1 Sadien (41.) 0:2 Christine Wagner (67.) 1:2 Zieger (86. Foulelfmeter)
Schiedsrichterin: Marija Kurtes (Düsseldorf)
Gelbe Karten: Desiree Schneider – Sabrina Schneider, Janischewski
Gelb-rote Karten: keine
Rote Karten: keine
Zuschauer: 160
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