Zweite Liga Süd 20. Spieltag

Revanche für die Auswärtsniederlage

FF USV Jena - Karlsruher SC 4:1 (1:0)

Text und Bilder von Sebastian Gille

09.05.2005    Nach dem späten Sieg gegen Erzgebirge Aue am Donnerstag traten die Spielerinnen des FF USV Jena nun am Sonntag gegen den viertletzten der Tabelle an. Alles andere als ein Sieg gegen den KSC konnte nicht akzeptiert werden, wenn man den dritten Platz in der Tabelle halten wollte.
Dass sich der KSC keinesfalls kampflos gegen den Abstieg wehren wollte, zeigte zuletzt auch der Sieg gegen den 1. FC Lok Leipzig.

Pünktlich 14 Uhr pfiff die Schiedsrichterin Michel aus Stolpen an. Das Spiel plätscherte in der Anfangsphase so vor sich hin. Obwohl Jena klar die feldüberlegenere Mannschaft war, kam der KSC durch die löchrige Abwehr der Gastgeber immer wieder gefährlich vors Tor. So streifte ein Flachschuss von Melanie Seel in der 3. Minute nur knapp am Jenenser Tor vorbei.

Die so oft ausgezeichnete Abwehr musste gerade in den Anfangsphasen dieses Spiels mehrmals den Kontern der Gäste hinterherlaufen, allein die fehlende Präzision, eine Spielerin oder die Torfrau von Jena verhinderten einen frühen Rückstand.

Aber auch auf der Gegenseite wollte der Ball nicht ins Tor. Nacheinander scheiterten Sandra Schlarp (10.), Anna Blässe (11.) und Sabrina Schmutzler (15.).
Symptomatisch für die wackelige Abwehr auf Jenenser Seite war ein Fast-Eigentor von Melanie Groll in der 21.

Ivonne Hartmann und Spielertrainerin Heidi Vater

Dass es dann letzlich doch klappen sollte, war dem Sturmlauf von Anna Blässe zu verdanken, die sich den Ball im Mittelfeld eroberte und über rechtsaußen an der Abwehr vorbei den Ball im langen Eck versenkte (24.). Die Abwehr und Torfrau ohne jede Chance.

Bis zur Halbzeit änderte sich am Ergebnis nichts, da wiederum zahlreiche Chancen nicht genutzt wurden. Die während der ganzen ersten Halbzeit gefährliche Melanie Seel hatte kurz vor Halbzeitschluss den Ausgleich auf dem Fuß, verzog aber knapp.


U 19-Nationalspielerin Anna Blässe (l.) gegen KSC-Spielführerin Birgit Zieger

Dass dieses einzige Tor aus der ersten Halbzeit nicht reichen würde, war klar und so drückte Jena in der 2.Halbzeit kräftig Richtung Karlsruher Tor. Doch wieder fehlte das schon in der 1. Halbzeit vermisste Maß fürs Tor, Chancen von Sandra Schlarp und Eva-Maria Gesang blieben ohne Wirkung.

Selbst in diesen Druckphasen von Jena konterten die Gäste weiter fleißig auf fremden Feld und umspielten die weiterhin wackelige Abwehr, die beste Chance vergab Donata Trautwein in der 53. Minute. Der Sturm um Anna Blässe und Ivonne Hartmann zeigte sich davon wenig beeindruckt, sie kombinierten weiterhin frisch und munter, wären daraus noch Tore entstanden wäre es besten ums Ergebnis bestellt gewesen. Dass angesichts dem Druck von Jena irgendwann doch mal ein Tor fallen sollte, zeigten die beiden Treffer in der 66. und 68. Minuten. Ivonne Hartmann versenkt sehenswert mit dem Kopf und die eingewechselte Sindy Groß, schießt nach Fehler von Torfrau Kessel den Ball aus spitzen Winkel ins Tor.

Wer nun dachte, dass das Spiel nun in geordneten Bahne verlief sah sich getäuscht. Jena drückte zwar weiter, kam aber durch ihre Abwehr immer wieder in Schwierigkeiten. So nutzte Zieger die Chance, durch einen erneuten Fehler der Abwehr, freistehend vor Jenas Keeperin zum nicht unverdienten 3:1 in der 76. Trotz des Tordrangs im Sturm sollte nur noch ein Treffer fallen, so markierte Ivonne Hartmann mit ihrem 4:1 (86.) den Abschluss dieses Spiels.


In einem wenig attraktiven 2. Liga-Spiel, das nur durch den Jenenser Sturm belebt wurde, hätte es für Jena an den Chancen gemessen zu einem Kantersieg gereicht. Gegen einen stärkeren Gegner hätte es für die Abwehr böse enden können.
Nicht zuletzt waren es auch die Badenerinnen die durch „gekonnte“ Fallaktionen dem Spiel etwas die Attraktivität entrissen.

FF USV Jena

Meissner Vater, Kopplin, Schmutzler, Pochert (62. Groß) Schlarp (62. Herold), Pompl, Gesang (70. Piatkowski) Hartmann, Groll, Blässe

Karlsruher SC

Kesel Henne, Hartmann, Schneider Seel, Guthier-Boeuf (70. Baldauf), Trautwein, Kaiser Schott (30. Ernst), Sevarac, Zieger

Tore:
1:0 Blässe (24.)
2:0 Hartmann (60.)
3:0 Groß (68.)
3:1 Zieger (77.)
4:1 Hartmann (86.)

Schiedsrichterin: Michel (Stolpen)

Gelb: Schmutzler

Zuschauer: 73


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