2. Bundesliga, 2. SpieltagMühevoller Sieg gegen kampfstarken AufsteigerVfL Sindelfingen - SC 07 Bad Neuenahr II 2:1 (1:0) | ||
| 06.09.2011 Gegen den tapfer sich wehrenden Aufsteiger SC 07 Bad Neuenahr II gelang dem Vfl Sindelfingen mit großer Kraftanstrengung ein 2:1 Sieg. Die Tore für den VfL erzielten Susi Höller und Fabienne Dongus, der zwischenzeitlichen Ausgleich gelang Eva Langenfeld. Damit blieb Sindelfingen auch im zweiten Spiel ohne Punktverlust und rangiert hinter dem 1. FC Köln auf Platz zwei der Tabelle (Bild rechts: Es war ein hartes Stück Arbeit bis zum Sieg für Fabienne Dongus und ihren VfL, die sich hier mit Melanie Eminger (links) und Vanessa Baudzus auseinander setzen muss). Der VfL macht das Spiel. Beim Gastgeber, dem VfL Sindelfingen, stehen die Zeichen auf Umbruch. Bedingt durch den erneuten Abgang mehrerer erfahrener Spielerinnen, wie zum Beispiel Torhüterin Ann-Kathrin Berger (zu Turbine Potsdam) und Kapitänin Steffi Werner, mussten die Lücken durch Spielerinnen der B-Jugend geschlossen werden. Spielerinnen des VfL sind in der ersten Bundesliga durchaus begehrt, so sind Nicole Rolser in der ersten Mannschaft des heutigen Gastes Bad Neuenahr und Kim Kulig in der Nationalmannschaft wichtige Größen geworden. Auch bei der Spielstätte wird es Veränderungen geben. Nach einem Beschluß der Stadt Sindelfingen soll das Floschenstadion in wenigen Jahren abgerissen werden, der VfL wird dann beim Glaspalast ein neues Zuhause bekommen.
Als Gast durfte eine Mannschaft begrüßt werden, deren Namen in der ersten Bundesliga schon seit Jahren ein feste Größe geworden ist. Neu in dieser Saison ist lediglich, dass die zweite Mannschaft des SC 07 Bad Neuenahr nun zum zweiten Mal (2006/2007 stieg man gleich wieder ab) den Sprung in die zweite Liga geschafft hat. Im aktuellen Spiel mussten die Gäste gleich mit einem großen Handikap antreten, waren doch zwei ihrer wichtigsten Spielerinnen, Torhüterin Tina Gadziala und Stürmerin Jasmin Stümper, zu ersetzen. Entsprechend war die taktische Ausrichtung der Gäste, zunächst auf eine solide Defensive bauen, um dann gezielte Nadelstiche zu setzen. Unter der Maßgabe, das Spiel machen zu müssen, tat sich der VfL schwer. Neuenahr stellte die Räume sehr konsequent zu und ließ dem Gegner wenig Platz. Dennoch dauerte es nur bis zur 16. Minute, bis die Gastgeber in Führung gehen sollten. Ein Eckstoß von der rechten Seite segelte bis zum langen Pfosten, wo Susi Höller mit einem schönen Kopfball Maß nehmen konnte. Auch eine versuchte Kopfballabwehr einer Verteidigerin konnte die Flugbahn des Balls nicht entscheidend ändern, es stand 1:0 für den VfL. Sindelfingen drückte weiter. In der 19. Minute flanke Stefanie Grimm auf Fabienne Dongus, aber deren Kopfball ging über das Tor. (Bild links: Sindelfingens Neuzugang Natalia Mann (rechts), hier im Zweikampf mit Isabelle Stümper, hat sich schon gut in die Mannschaft integriert und bot auf der linken Außenbahn eine passable Leistung). In der 22. Minute kam der nächste Schock für das Gästeteam. Ohne Gegnereinwirkung verdrehte sich Theresa Laux das Fußgelenk und musste ausgewechselt werden.
Erste Diagnose: Bänderriss! Fansoccer wünscht Theresa Laux an dieser Stelle baldige Genesung. Für sie kam Natascha Schneider neu ins Spiel. Trotzdem verteidigte
der SC weiterhin sehr diszipliniert und ließ bis zur Halbzeitpause nichts weiter anbrennen. Im Gegenteil, in der 41. Minute bot sich nach einem Abwehrschnitzer
der Gastgeberinnen eine Möglichkeit, als Isabelle Stümper bis zur Grundlinie durchkam, doch konnte die Situation von Keeperin Simone Holder und Tamar Dongus
geklärt werden.
(Bild rechts: Bad Neuenahr konnte sich lange mit einer kompakten Abwehr gegen die VfL-Angriffe behaupten. Hier kann sich Isabelle Stümper gegen Marina Schwägler durchsetzen) In den Schlussminuten setzte Bad Neuenahr nochmals einen Konter, der aber von der VfL-Abwehr abgefangen werden konnte. Somit blieb es beim 2:1, ein hart
erarbeiteter Sieg des Gastgebers gegen eine gut sortierte Gästeelf, die sich als Liganeuling achtbar geschlagen hatte.
VfL-Trainer Niko Koutroubis resümierte: „Wir mussten das Spiel machen, was aber auf dem tiefen Rasen gar nicht einfach war. Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, aber nicht die Qualität, mehr daraus zu machen. Gegen die sehr kompakt stehende und kampfstarke Gästeelf aus Neuenahr hätte wir noch schneller spielen müssen. Ich bin aber über dieses 2:1 sehr froh.” (Bild links: Die eingewechselte Nicole Loipersberger (rechts am Ball im Laufduell mit Sandra Kazin) belebte der Sindelfinger Angriffsspiel sichtlich,
auch wenn die Kraft über 90 Minuten noch nicht reicht, wie Trainer Koutroubis verriet.)
| ||