2. Bundesliga, 3. SpieltagFreiburg quält sich zum SiegSC Freiburg - TSV Crailsheim 1:0 (1:0) | ||
Text und Bilder von Roland
Baumann 02.09.2010 In der sehr schwachen Partie blieb zwar der SC Freiburg nun auch im dritten Spiel ohne Gegentor, konnte aber in keiner Weise an die Leistungen aus den vergangenen Spielen knüpfen. Ohne drei Stammspielerinnen, Isabella Schmid und Melanie Leupolz waren derzeit bei der U17-WM und Kapitän Kerstin Boschert musste wegen eines bakteriellen Infekts pausieren, fehlte die Leichtigkeit im Spiel. Auf der Gegenseite konnte der TSV Crailsheim mit den wenigen eigenen Tormöglichkeiten die Chance nicht nutzen, Kapital aus dem schwachen Spiel der Gastgeberinnen zu schlagen. Die erste Torchance hatte der Gastgeber vom Breisgau in der achten Minute nach einem Eckball, als Jeanne Haag den Abpraller nur knapp am Tor vorbei drosch. Auf der Gegenseite schnappte sich Lisa Wich nach einem Katastrophenpass auf Freiburgs Keeperin Marisa Brunner den Ball, konnte auch Brunner umkurven, traf aber aus spitzem Winkel nur den Pfosten des völlig leeren Tores. Das Auslassen solcher Geschenke wird im Fußball im Allgemeinen schnell bestraft. So auch hier. Nach einem Freiburger Angriff, bei dem auch das Mittelfeld schnell auf die richtigen Positionen nachrückte, konnte sich Crailsheims Abwehr nicht aus der Umklammerung befreien. Der Ball kam auf der linken Seite auf Juliane Maier, die noch eine Abwehrspielerin umspielen konnte und dann freie Bahn zum Führungstreffer hatte. Drei Minuten später hatte Crailsheim schon die Chance zum Ausgleich. Ramona Treyer wurde auf der rechten Seite geschickt, konnte sich auch bis zur Torlinie durcharbeiten, wurde dann aber von Myriam Krüger mit energischem Einsatz vom Ball getrennt. Deren Pass nach vorne landete aber bei Valentina Maceri, die gleich abzog und nur knapp das Tor verfehlte. ![]() Die Szene aus der 24. Minute, als Myriam Krüger mit energischem Einsatz den Sturmlauf von Ramona Treyer zwar stoppen konnte, der Ball kam aber zu Valentia Maceri (10), die fast den Ausgleich erzielte Danach wurde den Zuschauern längere Zeit nur wenig konstruktiver Fußball gezeigt. Die Breisgauerinnen hatten zwar mehr Spielanteile, brachten aber keinen Zug zum Tor zustande. Erst in der 39. Minute kam wieder mehr Leben ins Spiel. Nach einem guten Zuspiel suchte Anja-Maike Hegenauer ihre Chance mit einem 15-Meter Schuss, der aber über das Tor ging. Wenig später kam es zu einem Gestochere im Crailsheimer Strafraum, doch blieb hier Julia Ziernsteim gegen die aufmerksame Crailsheimer Keeperin Kim-Corina Kaller nur zweite Siegerin. Und in der letzten nennenswerten Aktion setzte Mona Lohmann den Ball aus etwa 10 Meter an den Pfosten. So blieb es bis zur Pause bei der knappen 1:0 Führung für den Sportclub.
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Auf Crailheims Keeperin Kim-Corina Kaller war wieder verlass. Hier fängt sie einen Eckball vor der bereit stehenden Annika Eberhardt (ganz rechts) ab. | |
![]() In dieser Szene musste sich Kaller auch gegen ihre Mitspielerin Jasmin Leonhardt am kurzen Pfosten durchsetzen, um vor Julia Ziernsteim (18) zu klären. Die zweite Halbzeit begann vielversprechend. Bei einer Eckenserie für Freiburg köpfte Annike Eberhardt den Ball Richtung Tor, doch konnte Jasmin Leonhardt auf der Linie klären. Doch schon bald herrschte wieder Tristess im Freiburger Möslestadion. Eine Szene aus der 52. Minute war typisch für das Spiel. Nach einer ansatzweise gelungenen Kombination zwischen der zur Pause eingewechselten Sinah Amann und Isabell Meyer landete die folgende Flanke hinter dem Crailsheimer Tor. In der 56. Minute hatte Crailsheim gleich zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich, doch scheiterte erst Ramona Treyer auf der linken Seite mit ihrem Heber an Marisa Brunner und kurz drauf verfehlte Lisa Wich aus halbrechter Position nur knapp das Tor. Nach einer längeren Phase ohne richtigem Spielfluss suchte Freiburgs Defensivspielerin Stephanie Wendlinger den Abschluss, doch ging der Schuss über das Tor. Wenig später kam Amann gefährlich in den Crailsheimer Strafraum, konnte aber von der Abwehr des TSV abgedrängt werde. Dennoch gelang Amann ein klasse Zuspiel auf die mitgelaufene Isabell Meyer, die aber das jetzt leere Tor nicht traf. In den nächsten beiden Szenen musste Crailsheims Keeperin Kaller mit Glanzparaden einen höheren Rückstand ihres Teams verhindern. Zunächst scheiterte Eberhardt aus kurzer Entfernung, wie auch ihre Teamkollegin Meyer nach einem Konter in der 71. Minute. Danach hatte der Sportclub sein Pulver verschossen. Aber die Gäste kamen auch nur noch einmal gefährlich vors Freiburger Tor, doch konnte die aufmerksame Julia Ziernstein die Situation rechtzeitig klären. Mit dem 1:0 Sieg hat der Sportclub sicherlich sein Minimalziel - drei Punkte - erreicht, mehr war heute aber nicht drin. 20 Für den TSV Crailsheim wird die Saison jetzt erst richtig losgehen, nachdem schon in den ersten Spieltage gegen die beide Topfavoriten der zweiten Liga Süd, dem 1.FC Köln und dem SC Freiburg gespielt werden musste.
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Freiburgs Torhüterin Marisa Brunner war sich nach dem Spiel bewusst, dass die Mannschaft heute hinter ihren Möglichkeiten geblieben war. Die Ausfälle von Kerstin Boschert, Isabella Schmid und Melanie Leupolz sind derzeit nicht so leicht zu kompensieren. Wichtig ist aber, die drei Punkte geholt zu haben. Crailsheims Trainer Christian Isert sprach von einer bitteren Niederlage. Neben einigen Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichtergespann, beanstandete er das Auslassen klarer Torchancen seines Teams. In sofern gehe der Sieg des SC Freiburg in Ordnung. ![]() Hier ein Zweikampf zwischen Jeanne Haag und Nina Hasenfuß, Valentina Maceri beobachtet die Szene Freiburgs Trainer Milorad Philipovic musste eingestehen, dass sich seine Mannschaft sehr schwer getan hatte und sich regelrecht zum Sieg gequält hatte. Mit dem Ausfall der drei Stammspielerinnen fehlte es an Leichtigkeit und Ballsicherheit.
SC Freiburg:
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