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2. Bundesliga, 6. Spieltag

Mit mäßiger Leistung drei Punkte geholt

VfL Sindelfingen - SC Sand 1:0 (1:0)

Text und Bilder von Roland Baumann

29.10.2009   In einer mäßigen Partie besiegte der VfL Sindelfingen den SC Sand mit 1:0 und blieb dennoch beim Versuch der Wiedergutmachung nach dem letzten Spiel, der Niederlage in Duisburg, einiges schuldig.

Die 175 Zuschauer hatten gerade erst Platz genommen, als die Gastgeber nach einer schönen Kombination vor dem Gästetor auftauchten, doch ging Nina Müllers Nachschuß knapp am Tor vorbei. Danach war auch die Mannschaft vom SC Sand soweit mental auf dem Platz, dass sie die Spielzüge des VFL durchschauen und rechtzeitig stören konnte. Sindelfingen bemühte sich zwar das Spiel zu machen, die Gästeabwehr ließ allerdings nicht viel zu und versuchte ihrerseits ihre wieselflinke Stürmerin Christine Veth in Szene zu setzen, was allerdings auch nicht so recht gelingen wollte.

Christine Veth vs. Susi Höller

Christine Veth, die sich hier gegen Österreichs Nationalspielerin Susi Höller durchzusetzen versucht, erzielte heute zwar keinen Treffer, blieb jedoch mit 9 Treffer an der Spitze der Torschützenliste

Das Spiel plätscherte bis zur 27. Minuten so hin, bis Sands Mittefeld nach einem Stockfehler den Ball an Nicole Rolser verlor. Das Zuspiel auf Nina Müller passte genau, Müller war durch und ließ auch Gästetorhüterin Julia Diefenbacher keine Chance. Trotz dieses Tores wurde das Spiel nicht lebendiger. Die Teams agierten zu ideenlos. Außer einem Lattenstreifschuß von Leonie Maier in der 38. Minute und einem Eckball für Sand kurz vor der Pause, den Desiree Schneider mit einem verdeckten Schuß abschloss, der aber über das Tor ging, passierte in der ersten Spielhälfte nichts mehr.

Havva Kutal vs. Leonie Maier

Zwar gab es viele packende Zweikämpfe, wie hier zwischen Havva Kutal und der frisch gebackenden U19-Nationalspielerin Leonie Maier, aber richtiger Spielfluss wollte trotzdem nicht aufkommen.


Das Tor des Tages durch Nina Müller

Nach einem schönen Steilpass von Nicole Rolser, erzielt hier Nina Müller das Tor des Tages. Da Ina Karcher (rechts) schon überlaufen war, hatte Sands Keeperin Julia Diefenbacher nur wenig Abwehrchancen.

Auch in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nicht besser. Symptomatisch war die Aktion aus der 50. Minute, als Christine Veth einen schnellen Vorstoß riskierte, ihre Ablage aber von der völlig freistehenden Angela Migliazza vertändelt wurde. Zeitweise schien es, als wollten sich die Kontrahenten mit ihren Fehlpässen gegenseitig übertreffen. Es gab nur noch wenige Höhepunkte, wie zum Beispiel in der 62. Minute, als Nina Müller ihre Sturmpartnerin Lara Lingelbach bediente, die aber an Diefenbacher scheiterte.

Lara Lingelbach vs. Julia Diefenbacher und Desiree Schneider

Die Szene aus der 62. Minute, als Lara Lingelbach an Julia Diefenbacher scheiterte.

Etwas kurios sah die Szene aus der 68. Minute aus. VfL-Stürmerin Sandra Schmidt eroberte in der eigenen Häfte den Ball und schickte Defensivspielerin Mara Schanz steil, die mit dem Ball am Fuß über den halben Platz stürmte. Ihren Pass auf die mitgelaufene Nadine Rolser lenkte aber eine Sander Abwehrspielerin so riskant ab, dass der Ball fast im eigenen Tor landete. Erst in der Schlussphase wurde es wieder aufregend. Die eben erst eingewechslte Annike Schmidt kombinierte sich schön mit ihrer Teamkollegin Nadine Enoch in den Sander Strafraum, bis Keeperin Diefenbacher energisch dazwischen ging und sich das Spielgerät angelte. Und gleich darauf nochmals eine starke Szene. Annike Schmidt bediente Sandra Schmidt, die den Ball volley nahm. Diefenbacher war aber erneut mit einer super Faustabwehr zur Stelle. Kurz darauf pfiff Schiedsrichterin Katja Uhrig diese glanzlose Partie ab.


Oliver Dewes vom SC Sand war vom Spiel seines Team nicht sehr angetan. „Wir haben den Respekt viel zu spät abgelegt.” Auch VfL-Trainer Niko Koutroubis war nicht wirklich zufrieden. „Wir waren heute unsicher, haben zuviele Fehlpässe gemacht und konnten lediglich Torchancen verhindern. Einfach das Tor zu machen, ist gerade nicht drin. Das Mannschaft wirkt irgendwie gehemmt. Dass wir trotzdem gewonnen haben, spricht allerdings für das Team.”



VfL Sindelfingen:
Berger - Althaus, Betz, Schwägler, Schanz, Höller, L. Maier, Na. Rolser, N. Müller (85. A. Schmidt), Lingelbach (65. N. Enoch), Ni. Rolser (40. S. Schmidt)

SC Sand:
Diefenbacher - Breisacher, Kaiser (68. Kummer), D. Schneider, Karcher (82. Krauth), Kutal, Migliazza, Zieger, Broß (46. Freckhaus), Hogenmüller, Veth, Schwab

Tore:
1:0 Müller (26.)

Gelbe Karten: S.Schmidt, Schwägler, Maier, N.Enoch / -

Schiedsrichterin: Katja Uhrig (Unterdiehlbach)

Zuschauer: 175


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