2. Bundesliga Süd, 4. SpieltagViva Colonia - Torfestival in Köln1. FC Köln – TSV Crailsheim 6:0 (3:0) | ||
Text von Marion Kehren 11.10.2009 Karnevalstimmung in Köln war angesagt, als Schiedsrichterin Sandra Jung pünktlich das Spiel gegen den TSV Crailsheim abpfiff. Mit dem heutigen 6:0 Sieg über den TSV sind die Kölnerinnen nun Tabellenführer in der 2. Liga Süd. Beide Teams gingen geschwächt in diese Partie. Kölns Trainer Klaus Schmischke musste auf gleich fünf Spielerinnen aus diversen Gründen verzichten. Crailsheims Trainer Christian Isert erging es nicht viel anders. Neben seinem recht jungen Team (Durchschnittsalter 19 Jahre) und diversen Langzeitausfällen, fielen diese Woche noch drei weitere wichtige Stammspielerinnen, u.a. Kapitänin Ramona Treyer, verletzungsbedingt aus. Just mit dem Anpfiff im Franz-Kremer-Stadion zu Köln machten die Domstädterinnen unmissverständlich klar, wer am heutigen Tage der Platzherr sein sollte. Mit Powerplay belagerten sie direkt die Crailsheimer Spielhälfte und es sollte für lange Zeit kein einziger gegnerische Ball nur einen Millimeter in die Kölner Hälfte vordringen. So folgte was folgen musste und es stand bereits sieben Minuten nach Spielanpfiff 1:0 für Köln, nach einem sehenswerten Kombinationsspiel zwischen Paula Balzer und Patricia Hanebeck, die durch Nicole Bender vollendet wurde. Der Jubel war groß, wollte man doch die Nähe zur Tabellenführung wahren. ![]() Das Duo mit vier (Gold-)Füßen – Patrica Hanebeck und Nicole Bender hatten merklichen Anteil am Erfolg der Domstädterinnen Nach mehr als fünfzehn Minuten Spielzeit schaffte es die Crailsheimer Kapitänin Carolin Hörber doch einmal in die Kölner Hälfte vorzustoßen. Doch auf halbem Wege wurde ihr Angriffsversuch bereits wieder gestoppt. Die junge Crailsheimer Mannschaft spielte extrem nervös und eine hohe Anzahl an Fehlpässen und individuellen Fehlern sorgten zudem dafür, dass den Kölnerinnen eine Menge Arbeit abgenommen wurde. Kölns Kapitänin Sonja Fuss hatte somit leichtes Spiel die Pässe nach vorne zu verteilen und ihre Kolleginnen erarbeiteten sich Torchancen im Minutentakt. ![]() Mit dem letzten Quäntschen Glück kann Sarah Bommen Nicole Bender noch aufhalten, Patricia Hanebeck und Alisa Kürschner könne nur noch zuschauen Große Spielfreude am heutigen Tage bewies die Kölnerin Bilgin Defterli. Ein ums andere Mal wuselte der kleine Unruheherd durch die gegnerische Abwehr und scheiterte mehrfach knapp an Crailsheims Torhüterin Kim-Corina Kaller. In der 28. Minute war es eben so ein Ball, den Kaller noch mit dem Fuß abgewehrt hatte, doch Patricia Hanebeck setzte aus der zweiten Reihe nach und vollendete zum 2:0. Aber auch Defterlis Arbeit wurde belohnt, als sie zum 3:0 Halbzeitstand einnetzte. |
Das war das 5:0! Danach kannte der Kölner Torjubel keine Grenzen mehr und die Torschützin Yvonne Zielinski mittendrin | |
Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer ein unverändertes Bild. Die Geißbockelf hielt den Druck weiter aufrecht und Crailsheim versucht sich mit aller Macht gegen eine höhere Niederlage zu wehren. ![]() Die türkische Spielerin Bilgin Defterli in Reihen der Kölnerinnen machte heute ein riesiges Spiel und krönte ihre Leistung mit einem Tor Aber dann begann eine Phase im Spiel der Kölnerinnen, der den Kampfeswillen der TSV-Frauen gänzlich brechen sollte. Binnen sechs Minuten schraubte der 1. FC Köln das Ergebnis auf 6:0 in die Höhe. Die Crailsheimer konnten einem fast Leid tun. Die Abwehr um Sarah Bommes, Jeanette Dyer, Alisa Kürschner und Christina Wolff sowie Torhüterin Kaller versuchten nun mit weiten Abschlägen und Befreiungsschüssen den Kölner Druck zu unterbinden. In den letzten zwanzig Minuten nahmen die Kölnerinnen bewusst das Tempo aus dem Spiel, treffen doch die beiden Vereine bereits am Mittwoch im DFB-Pokal erneut aufeinander. Kölns Trainer Klaus Schmischke war mit der Leistung seiner Mannschaft hoch zufrieden. „Wir waren heute sehr stark, die Tore kamen zum richtigen Zeitpunkt und damit nahm das Spiel den Verlauf, den wir uns erhofft hatten. Unser Vorteil ist zurzeit immer noch, dass wir unterschätzt werden. Dass wir jetzt schon Tabellenerster sind ist schön, aber wir arbeiten in aller Ruhe weiter und denken nur von Spiel zu Spiel.” Crailsheims Trainer Christian Isert sah es ganz nüchtern: „Es war eine relativ klare Angelegenheit, Köln ist zurecht Aufstiegsfavorit. Wir haben unsere Ausfälle nicht kompensieren können und somit hatten wir gegen diese starke Truppe heute keine Chance. Unsere jungen Spielerinnen müssen sich noch finden und weiterhin versuchen gegen die Mannschaften zu gewinnen die mit uns auf Augenhöhe liegen.” |
Fazit: ![]() Sichtlich geknickt saßen Crailsheims Torhüterin Kim-Corina Kaller und Jeanette Dryer noch lange nach dem Spiel auf dem Rasen
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