2. Bundesliga Süd, 14. SpieltagNachwuchssteams trennen sich unentschieden1. FFC Frankfurt II - FCR Duisburg II 1:1 (1:1) | ||
Text von Tom Schlimme 08.03.2010 Nach dem glatten 3:0 für Duisburg im Hinspiel zeigte sich die U23 des 1. FFC Frankfurt im Aufeinandertreffen der Nachwuchsteams der beiden Erstligakonkurrenten nun gestärkt und war dem Sieg einen Tick näher als die Gäste aus dem Ruhrgebiet. Auf Frankfurter Seite konnte die für den erkrankten Ronny Boretti als Interimstrainerin agierende bisherige Co-Trainerin Mira Krummenauer auf eine, wie sich zeigen sollte, gute Mischung aus erfahrenen Spielerinnen aus der ersten Mannschaft, Christina Zerbe und Tina Wunderlich, und jungen Talenten aufbauen. In der Winterpause sind mit Keeperin Anne-Kathrin Kremer, Kerstin Neuper und U17 Nationalspielerin Anne Reinheimer drei aussichtsreiche Verstärkungen dazugekommen, und mit den wiedergenesenen Maren Heller und Mara Milbredt konnte die Defensive zusätzlich gestärkt werden. Demgegenüber musste Petra Hauser, die Trainerin der zweiten Mannschaft des FCR Duisburg, einige Ausfälle verkraften und mit einigen angeschlagenen Spielerinnen in die Partie gehen. Auf dem zu Spielbeginn noch fast vollständig schneebedecktem Platz war kein hochklassiges Spiel zu erwarten. Spannend war es aber über 90 Minuten. Beide Teams schenkten sich nichts, und bei beiden stimmte die Ordnung vor allem in der Defensive, so dass Torchancen auf beiden Seiten nicht allzu zahlreich zu verzeichnen waren, das Spiel fand zum Großteil im Mittelfeld statt. ![]() Schneetanz mit Mara Milbredt (links) und Jenny Kupzig Dabei ging es in der ersten Halbzeit ziemlich ausgeglichen hin und her. Die erste richtige Chance hatte Frankfurt nach zehn Minuten, als Neuzugang Kerstin Neuper, die die Sturmspitze bildete, im Strafraum zu einer guten Schussgelegeneheit kam. Der Weg zum leeren Tor war frei, auf Rasen wäre es ein Leichtes gewesen, einzuschießen. Doch auf dem Schnee blieb der Ball hängen. Zwei Minuten später zog Duisburg dann an Chancen gleich, Lena Wermelt kam zu einem Kopfball, der aber neben das Tor ging. ![]() Duisburgs Innenverteidigerin Ilka Pedersen schirmt hier den Ball vor Katharina Kiel ab In der 15. Minute gab es einen Freistoß für Duisburg, Barbara Müller trat an und zog aus ziemlich großer Entfernung - es können fast 25 Meter gewesen sein - dermaßen ab, dass Anne-Kathrin Kremer im Frankfurter Tor kaum eine Chance hatte, das Einschlagen des Balles im Netz zu verhindern. Das war richtig stark gemacht von Müller, die damit ihren sechsten Saisontreffer erzielte. Wenig später hatte Valentina Oppedisano die Möglichkeit zu erhöhen, kam jedoch nicht an der stark reagierenden Kremer vorbei. Doch anders als früher in dieser Saison ließ sich das junge Frankfurter Team diesmal nicht aus der Ruhe bringen, fing sich schnell und spiele entschlossen auf den Ausgleich. Dieser fiel dann auch in der |
Schön, dass überhaupt wieder gespielt werden konnten, aber so richtig regulär waren die Bedingungen nicht, mit denen sich die Spielerinnen auseinandersetzen mussten. Je länger das Spiel dauerte und die Sonne schien, desto weicher und unberechenbarer wurde der Platz. Hier verteidigt Frankfurts Torschützin Patrizia Barucha den Ball gegen Jenny Kupzig (18) und Daniela Ließem | |
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24. Minute nach feiner Einzelleistung von Patrizia Barucha. Duisburgs Keeperin Anke Preuß verhinderte wenig später eine mögliche Frankfurter Führung, als sie einen schön auf die Ecke gezielten Schuss von Neuper gerade noch zur Ecke klären konnte. Das war es aber dann auch weitgehend mit Torchancen in dieser ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild dahingehend, dass das Heimteam nun die Gäste weitgehend in der eigenen Hälfte einschnüren konnte. Doch viele Gelegenheiten zum Torschuss ergaben sich daraus nicht, am Strafraum der Duisburgerinnen war meist Endstation. Erst in der 55. Minute hatte Barucha eine Chance, wurde aber abgeblockt. ![]() Patrizia Barucha war für die Duisburger Abwehr, hier Alice Hellfeier, ein ständiger Gefahrenherd Katharina Kiel zeigte im Duisburger Strafraum gleich zweimal in dieser Halbzeit artistische Leistungen, mit denen sie den Ball Richtung Tor beförderte, einmal gelang ihr fast ein Fallrückzieher, ein anderes Mal erwischte sie den Ball so eben noch mit dem Fuß in der Luft, doch beide Male kam kein gefährlicher Schuss dabei heraus.
Wer das Frankfurter Team in dieser Saison schon öfter im eigenen Stadion gesehen hatte, musste befürchten, dass die relativ brotlose Überlegenheit irgendwann durch Konter bestraft werden würde. Tatsächlich lösten sich die Duisburgerinnen Mitte der zweiten Hälfte wieder etwas aus der Umklammerung und kamen zu Kontern, die im Mittelfeld noch ganz gut aussahen, in der Nähe des Strafraums dann aber auch wirkungslos wurden. Daran hatte die starke Frankfurter Viererkette "Schuld", die kaum etwas anbrennen ließ. ![]() Gut, dass sie wieder da ist! Maren Heller sorgte nach langer Verletzungspause für Stabilität in der Frankfurter Abwehr Besonders hervorheben möchte ich meinen ersten Eindruck von U17-Nationalspielerin Anne Rheinheimer, die trotz der widrigen Bodenverhältnisse technisch ganz stark und dazu noch auffallend schnell auftrat. Da scheint den Frankfurtern ein ganz dicker Fisch ins Netz gegangen zu sein! |
Aber auch insgesamt ist mein Eindruck, wenn dieses Team jetzt für den Rest der Saison einigermaßen unverletzt durchspielen kann, dürfte das Vermeiden des Abstiegs machbar sein, zumal, wenn die sich derzeit im Aufbautraining befindende Kristina Brenner zurück kommt. Mira Krummenauer zeigte sich dann auch zufrieden nach ihrem ersten Spiel als Chef-Trainerin. "Nach der witterungsbedingt schlechten Vorbereitung und dementsprechend fehlender Spielpraxis haben wir schon gut die Ordnung gehalten, waren defensiv stark, haben aber auch Torchancen herausgespielt und uns gegenüber dem Hinspiel stark verbessert gezeigt. Das Unentschieden geht in Ordnung, die positiven Eindrücke nehmen wir in die kommenden Spiele mit." ![]() Einer der positiven Eindrücke im Spiel der Frankfurterinnen: mit U17-Nationalspielerin Anne Rheinheimer, die in der Winterpause vom SC Siegelbach nach Frankfurt kam, hat man einen guten Fang gemacht! Ihre Kollegin Petra Hauser war allerdings ebenfalls zufrieden: "Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient. Wir mussten auf mehreren Positionen mit angeschlagenen Spielerinnen antreten und haben uns durch dieses Spiel gequält, mehr war heute nicht möglich".
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