2. Bundesliga, 15. SpieltagVfL-Joker stichtVfL Sindelfingen - Bayer 04 Leverkusen 1:0 (0:0) | ||
Text und Bilder von Roland Baumann 24.03.2009 Mit einem mühsam erkämpften 1:0 Sieg macht sich der VfL Sindelfingen nach der Pleite gegen den 1. FC Saarbrücken auf die Verfolgung des neuen Tabellenführers. Das Tor des Tages gelang der kurz zuvor eingewechselten Nina Müller in der 70. Minute. Nach der Niederlage des VfL Sindelfingen gegen den Aufstiegsrivalen aus Saarbrücken am letzten Wochenende war Wiedergutmachung angesagt. Gleichzeitig erhoffte sich die Werkself aus Leverkusen gegen einen angeschlagenen Gegner einen Punktgewinn einfahren zu können. Das Konzept von Leverkusens Trainerin Doreen Meier schien auch aufgehen zu wollen. Ihre Elf zeigte sich von Anfang an präsent und dominierte das Spiel. Das Team von Nico Koutroubis dagegen wirkte zunächst ziemlich verunsichert und unkonzentriert. Gerade in der Anfangsphase wollte der Spielaufbau nicht gelingen, zu oft verfehlten die Pässe ihr Ziel oder gingen Zweikämpfe im Mittelfeld verloren. Lediglich auf die Abwehrreihen des VfL war Verlass. Kapitän Nadine Beck dirigierte ihre Hinterleute hervorragend, die dem Gästesturm um Maren Henseler keinen Raum zum Torschuss ließen. Als der VfL besser ins Spiel kam, neutralisierten sich die beide Teams, wobei der VfL-Sturm bei seinen wenigen Vorstößen mehr Torgefahr entwickelte. ![]() Die erste torgefährliche Situation aus der 20. Minute. Ina Quast kann aber gegen Tanja Coblenzer (blau) klären, die von Vanessa Baudzus (15) gestört wird. So war es Tanja Coblenzer in der 20. Minute, die erstmals aussichtsreich vor dem gegnerischem Tor auftauchte. Doch Ina Quast im Gästetor konnte an der Strafraumgrenze klären. Wenig später versuchte es Nadine Rolser nach einem Sprint auf der linken Außenbahn mit einer Flanke auf ihre Schwester Nicole. Aber wieder war Ina Quast die eine Idee schneller am Ball. Nach einer halben Stunde hatte auch Leverkusen ein gute Möglichkeit. Ein Angriff des Gäste wurde nur halbherzig abgeblockt. Der Ball fiel Eliza Janßen vor die Füße, die es mit einem 30 Meter Lob versuchte, aber nur das obere Tornetz traf. Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich nicht viel. Die Zuschauer sahen ein wenig aufregendes Spiel, sofern man die vielen Fehlpässe geduldig hinnahm. Mitte der zweiten Halbzeit nahm Koutroubis die angeschlagene Coblenzer vom Feld und schickte Nina Müller ins Rennen. Nur wenige Minuten später ereignete sich die spielentscheidende Szene. |
Leichtes Spiel beim 1:0 für Nina Müller, nachdem Ina Quast den Schuss von Nicole Rolser (rechts in blau) nur abklatschen konnte. Vanessa Baudzus (15) verpasste den Ball und Theresa Tüllmann (5) war viel zu weit von Müller weg | |
Die Werkself verlor in der Vorwärtsbewegung im Mittelfeld den Ball. Es folgte ein Pass auf Nicole Rolser auf der rechte Seite, die losmarschierte und etwa 10 Meter vor dem Tor abzog. Ina Quast konnte den Ball nur abklatschen, der dann der mitgelaufenen und jetzt völlig freistehenden Nina Müller vor die Füße kullerte, die mit dem Einnetzen wenig Mühe hatte. Leverkusens Trainerin Doreen Meier auf der diagonal gegenüberliegenden Trainerbank hatte jedoch ein Abseits gesehen und protestierte so vehement, dass Schiedsrichterin Doris Kausch sie auf die Tribüne verbannte. Danach wachte die Offensivabteilung des Gästeteams auf und versuchte nochmals alles, der drohenden Niederlage zu entgehen. Kurz nach dem Treffer setzte Leverkusen einen Konter, doch verlor Susanne Beer das Duell gegen die aufmerksame VfL-Keeperin Anke Langwisch. Aber der VfL verteidigte verbissen die Führung und handelte sich dabei noch zwei gelbe Karten für Nicole Rolser und Nina Müller ein. Auch mit einer letzte Chance für Bayer wenige Minuten vor Schluss, Susanne Beer versuchte es mit einem 25 Meter Freistoß, wollte nicht der Ausgleich gelingen. ![]() Stören des Gegners, wie hier durch Selina Schindler gegen Lena Fehrenbach war Trumpf, ein gepflegter Spielaufbau war daher schwierig Doreen Meier, die auch nach dem Spiel sich noch nicht so ganz beruhigt hatte, meinte nur, sie wolle mit ihrem Team die Liga spannend halten. Die Begegnung sei spielerisch nicht sehr gut gewesen, aber ihre Mannschaft habe dem Gegner nichts zugelassen. |
Die Kommentierung der Situation, die zum Tor führte - Abseits oder nicht - wolle sie dem anwesenden Schiedsrichterbeobachter überlassen. Auch Nico Koutroubis war von der Partie nicht begeistert. Es hätte kaum Torchancen gegeben, aber wenigstens zeigte seine Elf in der zweiten Halbzeit mehr Aggressivität. „Ich bin froh, dass das Spiel gegen Leverkusen durch ist.” ![]() Jubelnd verabschiedete sich die Mannschaft des VfL von einer noch kleinen, aber schon recht munter anfeuernden Fangruppe
VfL Sindelfingen:
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