2. Bundesliga Süd, 6. SpieltagSo wird’s nix, FCS !1. FC Saarbrücken – 1. FFC Frankfurt II 1:1 (1:0) | ||
Text und Fotos von Martin Kochem 14.10.2008 Bereits den zweiten schmerzhaften doppelten Heimspiel-Punktverlust in Folge musste Bundesligaabsteiger 1. FC Saarbrücken gegen das ersatzgeschwächte Nachwuchsteam des 1. FFC Frankfurt hinnehmen. Aufgrund einer katastrophalen Chancenverwertung sprang für das ebenfalls mit großen Personalsorgen in die Partie gegangene Team von FCS-Coach Winfried Klein am Ende lediglich ein enttäuschendes 1:1-Remis heraus, welches den Abstand auf Aufstiegskonkurrent Sindelfingen bereits auf 7 Punkte anwachsen ließ… Der FCS begann vor etwa 400 Zuschauern äußerst druckvoll und besaß nach nur drei Minuten die erste Torgelegenheit, doch Dzsenifer Marozsan setzte eine Direktabnahme aus acht Metern knapp über das heute wieder von „Auswärtstorfrau“ Ramona Emig gehütete FFC-Gehäuse. Nur fünf Minuten später wurde Selina Wagner mit einem 40 Meter-Pass von Kelli Fritz Cronkite auf die Reise geschickt, umkurvte Emig geschickt, doch Christine Zerbe stand nach deren Hereingabe von der rechten Seite in der Mitte goldrichtig und konnte die durchaus brenzlige Situation sicher entschärfen. ![]() Christina Zerbe (links) verursachte zwar mit einem kapitalen Abwehrschnitzer die Saarbrücker Führung, hatte jedoch ansonsten (wie hier Lisa Schwab) nahezu alles im Griff In der 13. Minute folgte dann der erste vernünftige Angriff der überwiegend auf Konter lauernden Gäste, welche im Vergleich zur überzeugenden Heimvorstellung in der Vorwoche die Abordnung von gleich vier Leistungsträgerinnen (Alisa Vetterlein, Anne Engel, Melanie Kantor sowie nicht zuletzt Sarah Schatton) zur ersten Mannschaft (Europapokaleinsatz in Oslo) zu verkraften hatten. Nach einer schönen Direktkombination über Maike Trach und Patrizia Barucha zog Jasmin Herbert aus neun Metern halblinke Position volley ab, doch Romina Holz konnte die Kugel gerade noch so über die Latte lenken. Nur zwei Minuten später hatten die sich während des gesamten Spiels lautstark bemerkbar machenden FCS-Anhänger den Torschrei schon auf den Lippen, doch konnte Emig nach Flanke von Nadine Kraus den gut platzierten Wagner-Kopfball in letzter Sekunde aus dem unteren Toreck fischen – eine Weltklasseparade ! ![]() Jugend unter sich: die jeweils eingewechselten Laura Vetterlein (vorne) und Jobina Lahr (hinten) Der eigentlich ohne Grund ängstlich und übernervös agierende FFC wirkte vor allem im Spielaufbau äußerst unkonzentriert und produzierte zu viele Abspielfehler im Mittelfeld, was den weiterhin druckvoll agierenden Mädels in blau-schwarz zu einer Torchance nach der andern verhalf. So konnte wiederum Zerbe eine gefährliche Linksflanke von Marozsan gerade noch so zur Ecke abwehren (20.) und Sarah Karnbach setzte einen Kopfball (wiederum nach Flanke der U 17-Nationalspielerin) nur ganz knapp |
![]() Chioma Nisa Igwe (in blau) kommt hier zwar vor FFC-Torfrau Ramona Emig zum Kopfball, doch führte auch diese Chance letztendlich nicht zum Torerfolg | |
am Torpfosten vorbei (21.). ![]() Julia Leykaufs vierter Saisontreffer reichte dennoch nicht zum erhofften Heimsieg In der Folgezeit drückten die Saarländerinnen auf das zweite Tor und das mit sage und schreibe sieben (!) Spielerinnen unter 18 Jahren angetretene FFC-Team konnte sich bei ihrer ebenfalls erst 17-jährigen Schlussfrau bedanken, dass es zur Halbzeit bei dem einen (zudem noch vermeidbaren) Gegentreffer blieb. So klärte Emig nach Marozsans Schuss blitzschnell per Fußabwehr und war auch beim Nachschuss von Kraus einfach nicht zu überwinden (35.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hätte Julia Salokat den Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt, doch deren Kopfball nach weiter Linksflanke von Herbert strich nur Zentimeter am rechten Torpfosten vorbei. Zur Verstärkung der eigenen Offensivbemühungen brachte FFC-Coach Stephan Fröhlich zur Halbzeit die zunächst auf der Bank schmorende Selina Dambier für die im zentralen Mittelfeld doch etwas überfordert wirkende U-17 Nationalspielerin Rosalie Sirna, doch abgesehen von einem direkt aufs Tor gezogenen Freistoß von Julia Salokat, bei welchem Holz auf dem Posten war (57.), blieb die Heimelf zunächst weiter am Drücker. So setzte Leykauf nach feiner Einzelaktion bzw. auf Kopfballvorlage der überragenden Marozsan einen Linksschuss aus zwölf Metern an den Außenpfosten (58.) und auch Wagner’s Kopfball (64.) sollte nach Flanke von – richtig ! – Marozsan das gleiche Schicksal ereilen - nur Aluminium… ![]() Maike Trach (Nr. 8) klärt ihr vor der einköpfbereiten Chioma Nisa Igwe (Nr. 25) in höchster Not Mit den beiden sich anschließenden |
Einwechslungen von Laura Torchalla sowie Jobina Lahr für die etwas
angeschlagenen Trach und Herbert fand der FFC nun etwas besser ins Spiel und gewann vor allem mehr und mehr an Ballsicherheit. Dies sollte sich dann in der 74. Minute zum großen Entsetzen der einheimischen Fans auch in nackten Zahlen niederschlagen, als Dambier nach einem Konterangriff über rechts mit einem klugen Querpass von der bis dato eher unauffälligen Patrizia Barucha bedient wurde und aus Mittelstürmerposition zum bis dato sehr glücklichen 1:1-Ausgleich ins lange Eck traf. ![]() FCS-Coach Winfried Klein trauerte nach dem Spiel einmal mehr der unzureichenden Chancenverwertung seiner Mannschaft hinterher
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