2. Bundesliga Süd, 3. SpieltagFrankfurts U23 weiter souverän1. FFC Frankfurt II - FFC Wacker München 3:0 (2:0) | ||
Text von Tom Schlimme 23.09.2008 Mit einem klaren, niemals gefährdeten Sieg gegen ein stark ersatzgeschwächtes Team des FFC Wacker München behauptete die zweite Mannschaft des 1. FFC Frankfurt auch am dritten Spieltag die Tabellenführung in der 2. Bundesliga Süd. Dabei präsentierte sich die Frankfurter U23 technisch und spielerisch klar überlegen, einzig die Chancenverwertung war auch heute nicht optimal. Es macht Spaß, dem jungen Team des 1. FFC Frankfurts zuzusehen. Gegen München kam die hohe technische Klasse der meisten Spielerinnen voll zur Geltung, die erste Halbzeit bot Fußball vom Allerfeinsten mit schönen Spielzügen und vielen gut herausgespielten Torgelegenheiten, die immer wieder für erhöhten Puls sorgten. Zweimal war der Ball dann auch im Netz. Mit der verdienten Führung im Rücken lief es dann in der zweiten Hälfte nicht mehr so rund, doch, wie Frankfurts Trainer Stephan Fröhlich hinterher bemerkte, „so ein Spiel muss auch erst mal sauber zu Null zu Ende gespielt werden”, und das schafften die Frankfurterinnen ohne Probleme, obwohl Fröhlich mit Jobina Lahr (17) und Rosalie Sirna (gerade 16 geworden) „jung eingewechselt” hatte, beide übrigens mit ihrem Debut in der Liga. ![]() Die 17-jährige Jobina Lahr (links), hier im Zweikampf mit Maria Breitenberger, durfte ab der 70. Minute ihr erstes Zweitligaspiel bestreiten Schon in der ersten Minute war ein guter Schuss von Meike Trach nur knapp am MÜnchner Tor vorbei gegangen. In der 8. Minute verfehlte dann Patrizia Barucha nach Ecke von Anne Engel, nur zwei Minuten später wehrte die starke Münchner Torfrau Isabell Rokitte einen gut gezielten Schuss von Kristina Brenner noch mit einer Faust zur Ecke ab. Diese wurde wieder von Engel hereingegeben, der Ball kam gefährlich in den Strafraum, Sarah Schatton kam zum Schuss, doch die Münchner Abwehrorganisatorin Ines Ortner Bach konnte den Ball auf der Linie noch mit dem Bein abwehren. ![]() Münchens Kapitänin Ines Ortner Bach, die hier verfolgt von Patrizia Barucha den Ball führt, verhinderte auf der Linie die frühe Frankfurter Führung Beim FFC bekamen auch diesmal wieder Spielerinnen aus dem Kader der ersten Mannschaft die Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln, so diesmal Tina Plessen. Diese führte in der 24. Minute den Ball an den Münchner Strafraum, spielte ab zu Brenner, die sehr schön in den Lauf von Plessen zurück, Schuss, Tor, 1:0. Mit einem sauberen Doppelpass mal eben an vier Gegenspielerinnen vorbei! Es folgte ein Kopfball von Trach an die Latte nur eine Minute später, die Überlegenheit des FFC war deutlich und die Führung zu diesem Zeitpunkt schon mehr als verdient. Drei Minuten später hielt Rokitte aus kurzer Entfernung einen Kopfball von Barucha , die auch wenig später nach einem Zauberpass von Schatton das Tor bedrängt von Rokitte knapp verfehlte. Schatton schoss dann in der 38. nach einer weiteren Ecke selber vorbei, dann war es wieder Trach, die nach Zuspiel Schatton verfehlte. Doch das zweite Tor fiel trotz der vielen Fehlschüsse noch vor der Pause: Trach, die auf der rechten Mittelfeldseite für enorm viel Gefahr sorgte, brachte einen Ball hoch herein und Jasmin Herbert konnte freistehend |
Torraumszenen wie diese gab es praktisch nur vor dem Münchner Tor. Bei einer Ecke erwarten die Münchner Keeperin Isabell Rokitte, Kristina Brenner, Mihera Musaad und Frankziska Karl den Ball (v.l.) | |
etwa vom Elfmeterpunkt aus vollstrecken. Trach selber hatte heute einfach kein Glück mit ihren Schüssen, so kam sie vor der Pause noch zu einem schönen Schuss aus der Drehung nach Eckball Engel, doch Rokitte ließ sich nicht mehr überwinden.
![]() Hier kommt Sarah Schatton gegen Mihera Musaad zum Schuss. Schatton erzielte heute kein Tor, ihr Trainer stellte aber ihre gute Defensivleistung heraus In der 53. Minute verpasste dann Franziska Karl einen von Annika Fröhlich getretenen Freistoß mit dem Kopf, die Szene führte zu einem weiteren Eckball für München. Diese wurde wieder von Annika Fröhlich hereingegeben, der Abpraller landete vor den Füßen von Mihera Musaad, die zog ab, doch genau auf Alisa Vetterlein im Tor von Frankfurt, die sich so natürlich nicht überwinden ließ. Als dann wenig später Helene Brevart nach einem weiteren Eckball mit dem Kopf das Tor verfehlte, war es mit der Münchner Offensive auch schon wieder vorbei. ![]() Kristina Brenner präsentierte sich wieder als spielstarke Stürmerin, glänzend ihr Beitrag zum Führungstor In der 59. Minute eroberte Schatton den Ball im Mittelfeld. Schattons Leistung in der Defensive wurde überhaupt von ihrem Trainer hinterher besonders hervorgehoben. Diese Balleroberung führte dann auch gleich zu einem gefährlichen Konter, Schatton auf Trach, die mit einem weiten Pass auf Brenner, doch die erwischte den von rechts kommenden Ball nur mit dem rechten Außenrist, so dass ihr Schuss vorbei ging. Doch es folgten weitere gute Kombinationen auf Frankfurter Seite, alle allerdings ohne Erfolg. In der 82. Minute spielte sich dann Schatton mit dem Ball in einer schönen Einzelaktion in den Strafraum, guter Schuss, doch Rokitte konnte mit einer |
Klasseleistung abwehren, die Szene führte dann zu einem Foul an
Schatton. Es gab Freistoß, und die eingewechselte Julia Salokat donnerte das Leder aus ca. 20m mit Schmackes in die Maschen des Münchner Tores. 3:0, das reichte dann aber auch. Schatton hatte in der Schlussminute dann noch mal eine Gelegenheit, doch ihre Direktabnahme nach Flanke von Brenner ging wieder über das Tor. Münchens Trainer Thorsten Zaunmüller war angesichts von sechs, sieben längerfristig verletzten Stammspielerinnen nicht mit hohen Erwartungen zum Spitzenreiter gefahren und zeigte sich dann auch nach der Partie sehr gelassen. Sein Team müsse auf der in der zweiten Halbzeit gezeigten Leistung aufbauen und dann gegen schwächere Gegner die Punkte holen. Heute sei Frankfurt einfach technisch und von der Spielschnelligkeit her einfach zu stark für seine verletzungsgeschwächte Truppe gewesen. ![]() Münchens Trainer Thorsten Zaunmüller feuerte sein Team immer wieder an
1. FFC Frankfurt II:
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