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2. Bundesliga Süd - 20. Spieltag

Stolperstein TuS Köln rrh.

VfL Sindelfingen - TuS Köln rrh. 0:0

Text und Bilder von Roland Baumann

14.5.2008   Wie schon im Spiel von USV Jena vor einer Woche sollte sich das Team von TuS Köln rrh. diesmal für den VfL Sindelfingen als Stolperstein herausstellen. In einem aus schwäbischer Sicht maßlos enttäuschendem Spiel kam der VfL über ein alles in Allem glücklichen 0:0 nicht hinaus.

Offensichtlich beeindruckte das Ergebnis der Vorwoche aus Köln (gegen Jena) die Heimelf. Jedenfalls zeigten sich schnell ungewohnte Verunsicherungen. Nach einer ersten Chance aus der zweiten Minute durch einen Freistoß von Theresa Betz folgten mehrere schlimme Abwehrfehler, die eine etwas entschlossenere Gästeelf in Zählbares hätte verwerten können. Dazu wurde das Spiel von einer Vielzahl von Verletzungsunterbrechungen gestört, was einen normalen Spielfluss völlig unterband. Bereits in der 9. Minute musste Verena Metzele mit einem Kreuzbandriss ausgewechselt werden. Wenig später krachten Melanie Müller mit Kölns Keeperin Ina Quast zusammen, die dann durch die erst 17-jährige Carina Herrmann ersetzt werden musste. Ohne nennenswerten Torchancen, dafür aber mit 9 Minuten Nachspielzeit (!) plätscherte die Party ideenlos bis zur Halbzeitpause hin.

Melanie Müller und Ina Quast

Dieser Zusammenprall mit Melanie Müller bedeutete das frühe Aus für Ina Quast

Wer in der zweiten Halbzeit auf Besserung hoffte, wurde erneut völlig enttäuscht. Der VfL fand keine Mittel, um die gut sortierte Kölner Abwehrreihen in Verlegenheit zu bringen. Ganz im Gegenteil, nach vielen planlosen Angriffsversuchen folgten Rückpässe ins Nirwana, die den Gästen vom Rhein eins ums andere Mal Konter ermöglichten, sodass Alisa Vetterlein im Tor des VfL über mangelnde Beschäftigung nicht klagen


Theresa Betz, Alisa Vetterlein und Stefanie Fauser

Mehr als einmal musste VfL-Torhüterin Alisa Vetterlein alles riskieren, um den Rückstand zu verhindern.

musste. Eine Szene aus der zweite Hälfte zeigte deutlich, wie es um den Einsatzwillen des Aufstiegsaspiranten stand. Bei einem Einwurf für Sindelfingen boten sich gerade mal zwei VfL-Spielerinnen an, die von drei TUS-Spielerinnen zugedeckt wurden und auch prompt den Ball verloren. Der Knaller des Tages ereignete sich in der Schlussminute. Bei einem VfL-Angriff ging eine Abwehrspielerin in Höhe des Elfmeterpunktes verletzt zu Boden. VfL-Coach Dietmar Sehrig ordnete an, weiter zu spielen. Da auch Köln den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte, ging es um die verletzte Spielerin herum weiter, bis Manuela Frettlöh die Hand zur Hilfe nahm. Der Pfiff von Schiedsrichterin Christina Jaworek ermöglichte endlich die Betreuung der Verletzten. Weiter ging es aber mit gelb-rot für Frettlöh und Elfmeter für den VfL. Wie verunsichert die Heimelf war, zeigte dann der Elfmeter. Tanja Hees schoss so unplaziert, dass die Ersatzkeeperin Carina Herrmann sicher halten konnte und dann noch einen raschen Gegenzug einleitet, der beinahe noch den Siegtreffer für Köln brachte.

Kim Kulig gegen Manuela Frettlöh und Carina Herrmann

Eine der ganz wenigen Torchancen für den VfL, hier durch Kim Kulig gegen Manuela Frettlöh und Carina Herrmann


Maren Henseler, Mara Schanz, Alisa Vetterlein und Vanessa Wurth

Hier musste sich Alisa Vetterlein nicht nur gegen Maren Henseler (22) und Vanessa Wurth (7), sondern auch gegen die eigene Abwehrspielerin Mara Schanz durchsetzen

Kölns Trainerin Doreen Meier war dann auch ein wenig aufgebracht über die letzte Spielsituation mit dem Elfmeter. Sah sie doch eine Kölner Mannschaft, die deutlich mehr Spielanteile hatte und den Sieg verdient gehabt hätte. Auch Dietmar Sehrig vom VfL musste anerkennen, dass seine läuferisch zu schwache Elf gegen die körperlich überlegenen Gäste nicht in der Lage war, das Spiel zu machen.

VfL Sindelfingen:
Vetterlein, Hees, Althaus, Schanz, M. Müller, Fauser, Kulig, Chandraratne (72. N.Müller), Betz, Heller (72.Grab), Coblenzer

TuS Köln rrh:
Quast (11. Herrmann), Braun, Wurth, Tüllmann, Frettlöh, Beer (68. Petri), Stein, Metzele (9. Kummer), Koch, Henseler, Kramer

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten: Hees, Heller, M. Müller, Fauser

Gelbrote Karte: Frettlöh

Schiedsrichterin: Christina Jaworek

Zuschauer: 250


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