![]() |
2. Bundesliga Süd, 14. SpieltagKalt, nass und unglücklich1. FFC Frankfurt II - SC Sand 0:1 (0:0) | ||
Text von Tom Schlimme25.03.2008 Schnee, der später zu Schneeregen wurde, ein Acker von Platz, es waren äußerst ungünstige Bedingungen, unter denen dieses Zweitligaspiel am Ostermontag stattfinden mußte. Am Ende mußten die frierenden Zuschauer dann auch noch eine Heimniederlage durch ein 0:1 in der 86. Minute hinnehmen. Es gibt so Tage... Unter diesen Bedingungen konnte man allein über Kampf zum Erfolg kommen, und beide Teams, das etwas erfahrenere aus Sand wie die heute wieder sehr junge U23 des 1. FFC Frankfurt, nahmen die Herausforderung an. Alle zum Kader der ersten Mannschaft mitzählenden Spielerinnen waren beim Pokalspiel in München, so spielte der FFC mit sieben Spielerinnen der Jahrgänge 1990 bzw. 1991. ![]() Anne Kaiser, die am Ende den Siegtreffer für Sand erzielte, im Zweikampf mit zwei der FFC-Youngsters: vorne Melanie Kantor, hinten Leonie Pankratz Der SC Sand konnte sich von Anfang an auf seine erfahrene Keeperin Susanne Becker (Jahrgang 1971) verlassen, die schon in der dritten Minute durch schnelles Herauslaufen vor Kristina Brenner klärte. Auf der Gegenseite vergab Anja Fuchs nach sieben Minuten die erste Gelegenheit, indem sie am kurzen Eck vorbei schoss. Später klärte Sarah Schatton, die eine sehr gute Partie in der Innenverteidigung der Frankfurterinnen spielte, souverän gegen Fuchs. Nach 20 Minuten mußte dann Becker diesmal gut sieben Meter aus dem Strafraum heraus um vor den heraneilenden Brenner und Jasmin Herbert zu klären. ![]() Sands Keeperin Susanne Becker spielte glänzend mit und klärte einige Male im Herauslaufen gefährliche Situationen Herbert kam dann auch bald zu einem schön angesetzten Flachschuss, der aber das Tor verfehlte. Sand wirkte zwar im Mittelfeld leicht überlegen, kam aber kaum einmal zum Frankfurter Strafraum. Doch ein Unterschied in der Taktik beider Mannschaften wurde schon nach etwa 20 Minuten deutlich: die Spielerinnen des SC Sand bauten ihre Angriffe behutsam auf und rückten in Ballbesitz mit zahlreichen Spielerinnen in die Frankfurter Hälfte. Beim FFC dagegen liefen alle Angriffe als schnelle Konter über ein oder zwei, maximal drei Spielerinnen, die anderen rückten nicht nach, so dass keine Anspielstation vorhanden war, wenn sich eine Stürmerin einmal durchsetzen konnte. ![]() Ramona Emig im Frankfurter Tor hielt trotz der schwierigen Bedingungen gut Mehrmals konnte ich beobachten, dass sechs Frankfurter Spielerinnen bei zwei Sander Stürmerinnen in der eigenen Hälfte blieben, während sich vorne eine Frankfurter Stürmerin mit Ball und zahlreichen Gegnerinnen abmühte. Klar auch, dass bei Ballverlust dieser Stürmerin dann gar keine Chance bestand, das Leder zurückzuerobern, die Überzahl der Sanderinnen in Ballnähe war viel zu groß, um einen Abpraller noch mal erwischen zu können. So ging es zwanfsläufig torlos in die Pause. |
Man kann die Spielerinnen, aber auch die Schiedsrichterinnen und Ballmädchen, manchmal nur bewundern für ihren Einsatz bei absolut ungemütlichen Bedingungen. Leider war auch das Spiel nicht unbedingt herzwerwärmend | |
Die Gäste kamen nicht durch, weil Frankfurt dazu viel zu massiv hinten stand, und Frankfurt konnte nicht durchkommen, weil sie mit viel zu wenig Angreiferinnen keine Chance dazu hatten. ![]() Ina Karcher ist hier vor Kristina Brenner am Ball Im Gegenteil, Angela Migliazza schoss für Sand knapp vorbei, und Emig hielt einen Schuss von Ramona Bohnet. Sand blieb gefährlich. Doch vor dem Sander Tor wurde es jetzt einige Male eng, Leonie Pankratz kam zu einer Chance, doch Keeperin Becker rettete in Gemeinschaftsaktion mit Abwehrspielerin Jaqueline Renner, dann hatte Brenner noch eine Riesenmöglichkeit, als sie, noch leicht gestört von Sandra Finck, zu einem Schuss kam, den Becker nur mit dem Fuß erwischen konnte, der Ball sprang hoch, zu Brenner zurück, doch statt ihn volley in die Maschen zu donnern, wich Brenner zur Seite aus und vergab so diese Chance, wie die folgenden Bilder zeigen:
Kristina Brenner hätte hier den Führungstreffer für Frankfurt erzielen können, doch sie stoppte den Abpraller und wich dann zur Seite aus, statt ein zweites Mal zu schießen Gegen Ende des Spiels gelang es den inzwischen sehr offensiven Spielerinnen des SC Sand dann immer öfter, den Ball in der Nähe |
des Frankfurter Strafraums zu halten. Zwar meist in für Frankfurt ungefährlichen Positionen, in der Nähe der Eckfahnen, aber es gelang Frankfurt einfach nicht mehr, den Ball mal wieder richtig nach vorne zu bugsieren. Klar auch, dass es zu mehreren Eckstößen und Freistößen für Sand kommen mußte, und am Ende muss man sich nicht wundern, dass dann kurz vor Schluss ein Diagonalpass bei Anne Kaiser landete, die von Herbert nicht entschlossen genug angegriffen das Leder unhaltbar für die gute Emig ins Tor drosch. ![]() Sands Trainer Oliver Dewes trotzte dem Schneeregen auch beim Interview mit FanSoccer
| |