Text von Roland Baumann Bilder von Henning Allroth 2.11.2006
Für den bisher zuhause ungeschlagenen VfL Sindelfingen sollte – nach der unglücklichen 4:2 Pokalpleite in Freiburg, wo er gegen den Erstligisten eine sehr eindrucksvolle Partie ablieferte - wieder ein 'Dreier' her. Dies war auch unbedingt notwendig, um den Abstand zu den Tabellenführern aus Jena und Saarbrücken nicht zu groß werden zu lassen.
Schon in den ersten drei Minuten kam der VfL auch zu drei guten Möglichkeiten, die jedoch allesamt vergeben wurden. Dass der Sportclub aus Regenburg aber ein harter Brocken werden würde, zeigte schon die fünfte Minute, als nach einem Konter der Ball im Sindelfinger Tor zappelte. Sandra Johanni soll jedoch im Abseits gestanden haben, der Treffer zählte nicht. In der 14. Minute dann aber doch die Führung für den SC Regensburg, Melanie Scheid überläuft die gesamte VfL-Abwehr und überwindet Alisa Vetterlein im VfL-Tor zum 0:1.
Tanja Coblenzer kommt freistehend zum Kopfball. Kim Kulig kann nur noch zusehen wie der Ball knapp am Tor vorbeifliegt.
Sechs Minuten später wieder Aufregung im VfL-Strafraum, als die Abwehr den Ball nicht weg bekam. Ein Stürmerfoul beendete jedoch die Situation.
Auch per Fuss sollte Tanja Coblenzer (Nr. 23) heute kein Treffer gelingen – ein weiteres Mal alleinstehend vor dem Tor
Danach entwickelte sich ein etwas zerfahrenes Spiel mit wenig Höhepunkten. Nur wenn über die Flügel gespielt wurde, entstand Torgefahr, wie in der 26. Minute, als Eve Chandraratne über rechts auf Kim Kulig passte oder vier Minuten später, als Regensburgs Torfrau Julia Lauberger einen Kulig-Pass Tanja Coblenzer vom Fuß fischte. Kurz vor der Halbzeit überraschte Eve Chandraratne die Regensburger Abwehr mit einem 20-Meter-Schuss rechts ins obere Eck und es stand 1:1.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde die Schlagzahl deutlich erhöht. Der VfL erarbeitete sich
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Mit diesem Schuss trifft Claudia Spörl zur 2:1 Führung. Kristina Gruber und die eingewechselte Corinna Merl können nicht mehr entscheidend stören.
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eine ganze Reihe Grosschancen. So köpfte Tanja Coblenzer in der 59. Minute eine Rechtsflanke aus etwa fünf Meter links neben das Tor und zwei Minuten später setzte sie eine Flanke von Kim Kulig über die Latte.
In der 62. Minute dann endlich die Führung für den VfL durch Claudia Spörl, die mit einem strammen Schuss Julia Lauberger überwinden konnte. Daneben blieb der SC Regensburg immer durch Konter gefährlich, besonders durch Melanie Scheid. Und so fiel auch der Ausgleich: Tanja Hees blieb nach einem Zweikampf verletzt liegen, wodurch sich für den SC Regensburg eine "3 zu 1" Situation ergab, die Melanie Scheid zum 2:2 nutze.
 Ein Bild aus der siebten Minute: Eve Chandraratne bereits vorbei an Kristina Gruber auf dem Weg zu einer Flanke. Ihr gelingt etwas später der 1:1 Ausgleich aus einer ähnlichen Position.
Doch konnte Kim Kulig fast postwendend wieder den VfL in Führung bringen. Es ging rauf und runter, bis in der 80. Minute Regenburg aus abseitsverdächtiger Position den 3:3-Ausgleich markierte.
Regensburgs Torhüterin Julia Lauberger hielt beim Spielstand von 3:3 diesen Elfmeter von Kim Kulig. Die Linienrichterin übersah dabei, dass Lauberger deutlich vor dem Schuss schon weit vor der Torlinie stand, wie in der Vergrößerung der Bilder gut zu erkennen ist
Nur wenig später wieder Hoffnung für den VfL. Michaela Althaus hatte sich geschickt über links in den gegnerischen Strafraum getankt und dabei ein Foul von Kathrin Rothaug provoziert. Den fälligen Strafstoss schoss Kim Kulig aber so schwach, dass Julia Lauberger sicher halten konnte. Allerdings sieht man an den Bildern, dass Keeperin Lauberger unzulässigerweise beim Elfmeterschuss schon weit vor ihrem Tor stand.
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Und dann in der Schlussminute der Bock des Tages: aus unbedrängter Position produzierte die VfL-Abwehr einen Querpass im eigenen Strafraum, Jessica Wich bedankte sich und drosch den Ball zum 3:4 Endstand ins Sindelfinger Gehäuse.
Sindelfingens Trainer Günter Rommel legte nach dem Spiel das Thema Wiederaufstieg konsterniert zu den Akten.
 Marcus Glück, der neue Trainer des Liganeulings aus Regensburg, konnte mit dem Ergebnis des Spiels und dem 7. Tabellenplatz für seine Mannschaft zufrieden sein
VfL Sindelfingen
Vetterlein -
Hees,
Grab,
Spörl (87. U. Müller),
Fauser,
Chandraratne (83. Ruf),
Betz,
Althaus,
Kulig,
Julevic (59. Rössler),
Coblenzer
SC Regensburg
Lauberger -
Fink,
Gruber,
Johanni (17. Merl),
Schreiber,
Rheinheimer,
Wich,
Scheid (83. Friedrich),
Maier (60. Rothaug),
Kraus,
Pöhlmann
Tore: 0:1 Scheid (14.)
1:1 Chandraratne (42.)
2:1 Spörl (62.)
2:2 Scheid (73.)
3:2 Kulig (75.)
3:3 Scheid (80.)
3:4 Wich (90.)
Gelb: Hees (VfL S.), Fink (SC R.)
Besondere Vorkommnisse: Kulig verschiesst Elfmeter (81. Min.)
Zuschauer: 150
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