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2. Bundesliga Süd, 6.SpieltagSchützenfest leichtfertig vergebenKarlsruher SC - 1. FFC Frankfurt II 0:3 (0:1) | ||
Text und Fotos von Martin Kochem1.11.2006 Auch noch eine gute Stunde nach dem Schlusspfiff war FFC 2-Coach Andy Pfaff die Sprachlosigkeit buchstäblich ins Gesicht geschrieben – und das obwohl sein Team doch einen zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Auswärtssieg beim Schlusslicht Karlsruher SC landen konnte. "Obwohl es bereits der 5. Sieg in Folge war, gibt es heute absolut keinen Anlass, zufrieden zu sein – erst recht nicht mit dem Ergebnis", haderte der ehrgeizige Übungsleiter vor allem mit den unzählig vergebenen Torchancen seiner Schützlinge und verwies darauf, dass die Meisterschafts- bzw. Aufstiegskandidaten aus Saarbrücken, Jena und Köln "gegen diesen Gegner am heutigen Tage sicherlich einen zweistelligen Erfolg erzielt hätten…" Dabei hatte doch für die Gäste alles nach Plan begonnen, als Stefanie Wagner bereits nach vier Minuten eine durch den KSC-Strafraum an Freund und Feind vorbeisegelnde Linksflanke von Anika Stunz aus gut 18 Metern ins linke untere Eck ballerte. Pech dabei für Stunz, dass sie (nach der Flanke) noch von einer heranrauschenden KSC-Spielerin unglücklich am Knöchel getroffen wurde und 20 Minuten später letztendlich durch Vanessa Schäfer ersetzt werden musste. Dieser Treffer versetzte die Gastgeberinnen sozusagen in eine Art Schockzustand, spielte doch fortan nur noch der FFC. ![]() Steffi Wagner erzielte die frühe FFC-Führung Doch allein die an diesem Tag mehr als unglücklich agierende Goalgetterin Patrizia Barucha vergab mit Hebern (6./41.) sowie völlig freistehend (19.) die Vorentscheidung, Eyleen Aschenbach (28.) sowie Jasmin Jannermann mit Distanzknaller (29.) machten es nicht besser bzw. scheiterten an der Latte. ![]() Konnte auch als Abwehrchefin die Niederlage nicht verhindern: Rückkehrerin Sabrina Rastetter hier bei einem (gewonnenen) Kopfballduell In einer oft unterbrochenen und daher äußerst zerfahrenen Partie hatte der KSC lediglich eine nennenswerte Torchance, als nämlich Melanie Seel schon nach wenigen Sekunden alleine auf das Frankfurter Tor zulief, jedoch an der herausstürzenden und den Winkel clever verkürzenden Torfrau „Babsi“ Legrand scheiterte. Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätten die Frauen um Trainer Rheinländer diese 100%ige Torchance nutzen können ?!? Jedenfalls waren es abermals die Hessinnen, welche nach dem |
Torfrau Tanja Bacher war beste KSC-Akteurin und pflückt hier eine Flanke locker herunter (Sabrina Rastetter, Birgit Bernhart u. Patrizia Barucha (v.l.n.r) schauen ihr dabei zu | |
Seitenwechsel erneut den besseren Start erwischten. Fiona Röhrig hatte sich mit nach vorne geschlichen und konnte einen Abpraller aus 15 Metern unhaltbar in den Maschen des Karlsruher Gehäuses versenken. Doch wer auf Gästeseite geglaubt hatte, der Bann sei nun endlich gebrochen, sah sich wieder einmal eines Besseren belehrt und musste weiter mit ansehen, wie reihenweise „Hundertprozentige“ versiebt wurden.
![]() Fiona Röhrig durfte sich mal wieder in die Torschützenliste eintragen Auch die es mit Humor nehmende Mara Milbredt ("Toreschießen ist halt nicht mein Ding") brauchte sich gegenüber ihren Sturmkolleginnen an diesem Tage nicht zu verstecken und vergab (wohl auch "erschrocken" von der Begleitung Bernharts) völlig freistehend vor dem leeren Gehäuse (74.). ![]() Birgit Bernhart (hier im Duell mit Annika Mammen) wollte es zu oft mit Gewalt wissen - einmal klappte es aber dann doch doch... Nachdem Schiedsrichterin Fries einem regulären Treffer von Bernhart zu Unrecht die Anerkennung verweigerte (76.), erlöste die zeitweise etwas übermotivierte Ex-Niederkirchenerin nur zwei Minuten später sich selbst und den FFC-Anhang letztendlich doch noch und besorgte nach schöner Einzelleistung den 3:0-Endstand. |
"Wurde ja auch mal Zeit" - Vanessa Schäfer (links) gratuliert Birgit Bernhart (rechts) zu deren 3:0 Während bei den Gästen nächste Woche wohl Torabschluss-Übungen auf dem Trainingsplan stehen dürften, konnten bei den Badenserinnen nur Torfrau Bacher sowie "Rückkehrerin" Sabrina Rastetter ihr Zweitligaformat unter Beweis stellen. In dieser Verfassung dürfte der Traum des KSC von einem weiteren Zweitligajahr in der nächsten Saison ein solcher bleiben… ![]() Boten sich rassige Zweikampfduelle: Patrizia Barucha (links) und Ex-Vereinskameradin Sabrina Rastetter
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