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2. Bundesliga Süd, 20. SpieltagSchmeichelhafter PunktgewinnTuS Köln rrh. – 1. FFC Frankfurt II 2:2 (2:1) | ||
Text und Fotos von Martin Kochem15.5.2007 Buchstäblich mit dem letzten Aufgebot gingen beide Teams in dieses Verfolgerduell, welches den 160 Zuschauern im Sportpark Höhenberg an diesem Nachmittag äußerst attraktiven Frauenfußball bieten sollte. Die gegenüber dem letzten Heimspiel aus den unterschiedlichsten Gründen gleich auf sechs Positionen veränderten Gäste aus Hessen begannen recht zielstrebig und besaßen durch Birgit Bernhart (7.) die erste Torgelegenheit des Spiels, doch deren Schuss aus 18 Metern wurde eine sichere Beute von Corinna Ernst im Tor der TuSsen. Auf der Gegenseite zielte Manuela Frettlöh aus der Drehung ebenfalls zu ungenau, sodass sich auch die nach ihrer Rotsperre ins FFC-Tor zurückgekehrte Barbara Legrand nach 10 Minuten erstmals auszeichnen konnte. Wenig später war diese dann allerdings machtlos, als Kornelia Kummer nach Steilpass von Ilona Demirtas mit einem gefühlvollen Heber aus 20 Metern zur Kölner Führung traf. Ein buchstäblich geschenktes Tor, hatte Schiedsrichterassistentin Sylvia Bock ihrem Namen doch alle Ehre gemacht und eben einen solchen geschossen, indem diese im Moment der Ballabgabe die klare Abseitsstellung der Torschützin „übersehen” hatte... ![]() Christina Zerbe (links, hier im Duell Christiane Braun) holte sich in der "Zweiten" Spielpraxis und kurbelte zusammen mit Louise Hansen das FFC-Spiel an Unbeeindruckt von dieser unglücklichen Fehlentscheidung der Unparteiischen übernahmen die Hessinnen sofort wieder das Kommando, während sich der TuS in die eigene Hälfte zurückzog und auf gelegentliche Konter- situationen wartete. So vergab FFC-Goalgetterin Selina Dambier in der 20. Minute zunächst nach herrlichem Anspiel der von „der Ersten“ erneut ins Team gerückten Louise Hansen freistehend aus 7 Metern und nach deren feinem Solo (33.) fehlte dieser einfach die Kraft für einen konzentrierten Torabschluss. ![]() FFC-Coach Andy Pfaff konnte lediglich mit der Chancenverwertung seiner Truppe wie schon so oft nicht zufrieden sein... Dass bekanntermaßen aber aller guten Dinge drei sind, demonstrierte der FFC- Shootingstar nur 4 Minuten später, als Dambier eine herrliche Linksflanke von Mara Milbredt an der sich vergeblich streckenden Corinna Ernst vorbei unhaltbar ins lange Eck köpfte. Dieser verdiente Ausgleichstreffer rief nunmehr wiederum die Domstädterinnen auf den Plan und um ein Haar wäre Nina Windmüller praktisch im Gegenzug der erneute Führungstreffer gelungen, doch deren Kopfball strich nur denkbar knapp am langen Pfosten vorbei. Weitere drei Minuten später überlistete Kerstin Stein mit einem Diagonalpass in den Rücken der Frankfurter Hintermannschaft nicht nur ein zweites Mal deren Viererkette, sondern wiederum auch die Optik von Frau Bock. Die aus klarer Abseitsposition losstartende Christiane Braun ließ |
Corinna Ernst war Köln's großer Rückhalt und hielt mit großartigen Paraden den Punkt fest - hier fängt sie einen Flankenball sicher ab. Maren Henseler (Nr. 22) sowie Vanessa Wurth (Nr. 7) können dabei beruhigt zuschauen | |
sich jedenfalls auch dieses Geschenk nicht entgehen und schob die Kugel cool an der herausstürzenden Barbara Legrand vorbei zur 2:1-Halbzeitführung der TuSsen ein. Nicht nur bei FFC-Coach Andy Pfaff wurden da Erinnerungen an das vorletzte Auswärtsspiel in Sindelfingen wach, als sein Team ebenfalls mit
einer krassen Abseits- Fehlentscheidung des Schieds- richtergespanns auf die Verliererstraße geriet. ![]() Selina Dambier fliegt hier zwar am Ball vorbei, machte jedoch wieder "„ihr Tor” und holte mit nunmehr 12 Treffern (in 8 Einsätzen !) ihre Mannschaftskollegin Birgit Bernhart ein (rechts: Maren Henseler) Mit der Einwechslung der erst 16-jährigen Mirella Junker kam zudem frischer Wind ins FFC-Angriffspiel, wobei das erst am gleichen Morgen aus der U 16 „entführte” Nachwuchstalent gleich mehrfach mehr als knapp an ihrem ersten Zweitligatreffer vorbeischrammte. So konnte TuS-Schlussfrau Corinna Ernst nicht nur Junkers Kopfball gerade noch so an den Pfosten lenken, sondern entschärfte mit einem Riesenreflex auch noch deren Nachschuss aus Nahdistanz (66.). Nur noch sporadisch tauchten die während des gesamten Spiels ausschließlich mit langen Bällen operierenden Kölnerinnen in der gegnerischen Hälfte auf. Doch wenn - dann wurde es gefährlich... ![]() Die erst 16-jährige Mirella Junker hatte nach ihrer Einwechslung gleich mehrfach den FFC-Siegtreffer auf dem Kopf bzw. Fuss, hatte jedoch im Abschluss einfach kein Glück... So dürfte FFC-Torfrau Barbara Legrand ein „deja-vus-Erlebnis” a la Sindelfingen verspürt haben, als diese gegen die alleine auf sie losstürmende Vanessa Wurth „klärte” und von Schiedsrichterin Klauß hierfür „nur” mit der gelben Karte bedacht wurde...Eine meines Erachtens jedoch (gerade noch) vertretbare Entscheidung, zumal „Babs” nachweislich nicht letzte Frau war und Wurth sich zudem weit nach außen hatte abdrängen |
lassen (69.). Ansonsten gehörte
die letzte Viertelstunde ausschließlich dem FFC, welcher durch Dambier (79.) und vor allem Junker (80.) zu weiteren hochkarätigen Chancen kam und den Sack dabei hätte zumachen müssen... Für die letzten Aufreger der bei zunehmend schwülerer Witterung insgesamt hochklassigen Zweitligapartie zeichnete dann leider wieder das Schieds- richtergespann verantwortlich. So blieb zunächst Schiedsrichter- assistentin Johanna Gesell aus 1 m Entfernung ein klares Foulspiel an Vanessa Schäfer verborgen und Schiedsrichterin Klauß drückte nach einer Attacke an Junker im Strafraum gleich beide Augen zu (88.), was FFC-Coach Andy Pfaff an der Außenlinie zum HB-Männchen werden ließ.
![]() Kölns Trainer Dietmar Herhaus war mit dem Einsatz seines Teams sehr zufrieden
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