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2. Bundesliga Süd, 22.SpieltagGoldenes Tor durch Sylvia ArnoldFF USV Jena – 1. FFC Frankfurt II 1:0 (1:0) | ||
Text und Fotos von Martin Kochem28.5.2007 Obwohl sich die Auf- und Abstiegsfrage in der Südgruppe bereits eine Woche zuvor abschließend geklärt hatte, sollte es in diesem Duell des Zweiten gegen den Vierten doch um mehr als nur um die goldene Ananas gehen... Während die Jenenserinnen die Saison nach zwei vorangegangenen dritten Plätzen nunmehr zumindest als „Vize“ beenden wollten, galt es für die Reserve des frisch gebackenen DFB-Pokalsiegers, mit einem Sieg nicht nur den 4. Platz (und damit die beste Platzierung seit Einführung der 2. Bundesliga) gegenüber den dahinter lauernden Rechtsrheinischen aus Köln zu verteidigen, sondern auch dem scheidenden Erfolgscoach Andy Pfaff ein gebührendes Abschiedsgeschenk zu machen... Die USVlerinnen legten vor knapp 200 Zuschauern los wie die Feuerwehr und hätten bereits nach wenigen Minuten mit 2:0 führen können bzw. müssen, doch vergab Stefanie Milde mit einem Heber (2.) bzw. völlig freistehend (4.) gleich zwei „Hundertprozentige“. Auf der Gegenseite hielt der quasi mit dem allerletzten Aufgebot nach Thüringen angereiste FFC mit Distanzschüssen dagegen, wobei die aufmerksame U 19-Nationaltorhüterin Jana Burmeister einen ersten Versuch von Fiona Röhrig aus knapp 30 Metern ![]() Tina Kopplin's Freistoss findet nicht den Weg ins Tor gerade noch so über die Latte lenken konnte (11.), während ein weiteres Geschoss Röhrigs knapp am Tor vorbeizischte (12.). Im unmittelbaren Gegenzug hatte Sylvia Arnold Pech, die bei ihrem Kopfball nur die Latte des von Torwartlegende Marleen Wissink heute zum letzten Male gehütete FFC-Gehäuse traf. Nach diesem turbulenten Auftakt verflachte die Partei danach etwas und es dauerte bis zur 30. Minute, ehe der USV wieder in Erscheinung trat: Nachdem Stefanie Milde zunächst noch an Wissink gescheitert war, legte diese eine Minute später per Rückpass von der Torauslinie für Sylvia Arnold auf, welche aus der Drehung zur verdienten 1:0-Führung traf. Wiederum im Gegenzug hätten die vor dem Seitenwechsel über weite Strecken meist zu zögerlich agierenden Gäste beinahe zurückgeschlagen, doch gab sich USV-Schlussfrau Burmeister bei einem Schäfer-Schuss aus halbrechter Position keinerlei Blöße und lenkte die Kugel im letzten Moment zur Ecke. Noch vor der Pause hätten sowohl Julia (38. mit Distanzschuss) als auch Sylvia Arnold (40.) für die Vorentscheidung sorgen können, doch mussten beide die Klasse der 37-jährigen niederländischen Rekordnationalspielerin anerkennen, welche mit Superreflexen einen höheren Rückstand ihres Teams zu verhindern wusste. |
Jenas Schlussfrau Jana Burmeister untermauerte in mehreren Szenen ihre Anwartschaft als U 19-Nationaltorhüterin - hier packt sie energisch vor Mara Milbredt (FFC) zu | |
Die letzte Halbzeitansprache des Andy Pfaff muss es dann in sich gehabt haben, kamen dessen Schützlinge doch wie verwandelt aus der Kabine. Der FFC dominierte nunmehr weitgehend das Geschehen und kam auf dem durch ergiebige Regenfälle aufgeweichten und tiefen Rasens des Universitätssportplatzes unweit des Ernst-Abbe-Sportfeldes auch durchaus zu Torgelegenheiten, welche ![]() Zeigte auch im letzten Spiel ihrer beispiellosen Karriere Weltklasseparaden - Marleen Wissink jedoch allesamt ungenutzt blieben. So rutschte beispielsweise der auf der linken Außenbahn vorgepreschten Mara Milbredt der Ball über den linken Spann (50.) und auch Toptorjägerin Selina Dambier hatte mit ihrem Versuch aus der Drehung kein Glück im Abschluss (60.). Die allergrößte Ausgleichschance vereitelte wiederum die exzellente Burmeister im USV-Tor, als diese ein Geschoss von Birgit Bernhart mit den Fingerspitzen über die Latte lenken konnte (68.). Jena hingegen verlegte sich mit zunehmender Spieldauer rein auf Konter und besaß im zweiten Abschnitt lediglich eine (allerdings tausendprozentige) Doppelchance. So überlief die erst kurz zuvor eingewechselte Sabrina Schmutzler auf ![]() Wird die Welt des "kleinen" FFC nach dem Weggang des scheidenden Trainers bald auf den Kopf gestellt? Stiller Protest, Wehmut und Dankbarkeit der Fans begleiteten Andy Pfaff's letzten Auftritt an der Seitenlinie. Rechtsaußen die FFC-Hintermannschaft, passte quer auf die in der Mitte mitgelaufene Steffi Scheitler, deren Schuss ebenso an die Latte knallte wie der sich anschließende Nachschuss von Sylvia Arnold, wobei „Krake“ Wissink noch die Finger dran hatte (71.). Der FFC mobilisierte die letzten Kräfte, warf nun alles nach vorne und man merkte dem Team spürbar an, dass sich die Spielerinnen nicht mit einer Niederlage von ihrem beliebten Trainer verabschieden wollten. |
Trotz unentwegter Anfeuerung seitens der eigens mit nach Thüringen reisenden Schatzmeisterin Annelie („Shorty“) Hauptvogel sollte es für die tapfer kämpfenden Hessinnen am Ende leider nicht mehr zum (dann nicht unverdienten) Punktgewinn reichen, welcher das Erreichen der von Trainer Pfaff geforderten magischen 40 Punkte-Grenze bedeutet hätte. Doch der Enttäuschung, mit der 5. Saisonniederlage womöglich den 4. Tabellenplatz verspielt zu haben, wich bald die Freude, als das überraschende Endergebnis aus Köln die Runde machte...So gab es denn am Ende für beide Teams eine gemütliche Saisonabschlussfeier, bei der man beiderseits stolz auf das in der Saison 2006/07 Erreichte bzw. Geleistete zurückblicken konnte...Stolz und zufrieden resümierte auch der emotional von seiner Elf bewegte FFC-Coach die vergangenen 2 Jahre seiner Trainerlaufbahn: „Man darf gar nicht daran denken, was mit diesem Team noch alles so möglich gewesen wäre...“ ![]() Gebührend wurde der scheidende FFC-Coach Andy Pfaff von Mannschaft und Fans verabschiedet
FF USV Jena:
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