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2. Bundesliga Süd, 9. SpieltagKöln mit Glück und Geschick erfolgreich1. FFC Frankfurt II - TUS Köln rrh. 0:1 (0:0) | ||
Text von Tom Schlimme26.11.2006 Wer einsnull führt, stets verliert! Ein alter, oft gehörter Spruch, der sich selten bewahrheitet. Vor allem dann nicht, wenn eine defensiv starke Gastmannschaft gegen eine Heimmannschaft in Führung geht, deren Offensivkräfte heute lieber die Latte oder die Torhüterin anschossen, statt in die Maschen zu treffen. In der ersten Halbzeit war die Zweite des 1. FFC Frankfurt nah dran, ein Tor vorzulegen. Es begann bereits früh mit einer Chance für Steffi Wagner nach schöner Vorarbeit von Patrizia Barucha, doch der Ball ging über das Tor. Erst nach einer guten Viertelstunde kam auch Köln zu einer Chance durch ihre Kapitänin Manuela Frettlöh, deren Kopfball gefährlich knapp am Gehäuse des FFC vorbeistrich. Schon jetzt zeichnete sich ab, dass es auf dem tiefen, unebenen und rutschigen Boden heute für die Stürmerinnen schwerer werden würde, als für die Abwehrreihen, die den Ball einfach wegschlagen konnten. ![]() Birgit Bernhart, sonst fast immer mit einem Tor dabei, blieb heute erfolglos Dann schoss für Frankfurt Vanessa Schäfer vorbei, nachdem Birgit Bernhart ihr den Ball schön aufgelegt hatte. Köln konterte mit einer Chance nach einem Freistoß, der gefährlich halbhoch in den Frankfurter Strafraum kam, es war Maren Henseler, die mit einem Kopfball wieder nur knapp das Ziel verfehlte. Insgesamt war der FFC überlegen in dieser ersten Halbzeit, Kölns Trainer Georg Böhm meinte hinterher, leicht überlegen, FFC-Trainer Andy Pfaff sah eine deutlichere Überlegenheit seiner Elf, wobei ich ihm zustimmen kann, denn die erste Halbzeit endete mit drei großen Chancen für den 1.FFC Frankfurt. ![]() Patrizia Barucha sitzt schon, Claudia Bings fällt gerade. Es war schwer für die Spielerinnen auf dem rutschigen Boden. Annika Stunz führt den Ball, im Hintergrund beobachtet Kornelia Kummer die Szene Erst knallte Vanessa Schäfer den Ball an die Latte, dann kam Bernhart an der Strafraumgrenze zu einem allerdings zu unplatzierten und schwachen Schuss, schließlich schaffte es noch Barucha, nach einem Zuspiel von Jasmin Jannermann etwas in Rücklage geraten, einen Kopfball aus 4 Metern über das Kölner Tor zu zaubern. Mit Beginn der zweiten Hälfte ging es gerade so weiter: Bernhart alleine vor der guten Kölner Keeperin Corinna Ernst, doch sie schießt aus zwei Metern die Torhüterin an, die allerdings auch geschickt den Winkel verkürzte. Nur wenig später Bernhart auf Barucha, die dreht sich, Keeperin Ernst ist schon direkt vor ihr, der Schuss Baruchas geht nur ans Außennetz. Mehr Chancen ließ die Kölner Abwehr aber zu diesem Zeitpunkt nicht zu. Die insgesamt etwas größeren Kölner Spielerinnen standen sicher und waren durch hohe Bälle schwer zu bezwingen, |
Oft einen Schritt vorraus, und wer ausrutscht, verliert: Hier zieht Kölns Vanessa Wurth Frankfurts Steffi Wagner davon | |
während flaches Kurzpassspiel durch den Boden fast unmöglich gemacht wurde. Schlechte Karten also für die Frankfurter Stürmerinnen. ![]() Susanne Beer köpfte für Köln das Tor des Tages Mit dieser Führung im Rücken hatten es die Kölnerinnen in der letzten halben Stunde nun sehr einfach. Sie konnten ihre sowieso schon gute Abwehr verstärken und ließen kaum noch Chancen für die Frankfurterinnen zu. Die rannten und fighteten, kamen aber einfach nicht entscheidend an ihren Gegenspielerinnen vorbei. Im Gegenteil, etwa 10 Minuten vor Spielende mußten sie noch einmal eine brenzlige Situation überstehen, als im Frankfurter Strafraum der Ball hin und her sprang, ohne dass eine Kölnerin ihm den entscheidenden Drive Richtung Frankfurter Tor geben konnte. ![]() Hier ist Frankfurts Patrizia Barucha an Kölns Kornelia Kummer vorbei Eine Chance für Barucha gegen Ende der Partie wurde von der vielbeinigen Kölner Abwehr noch vereitelt, dann war Schluss. Schiedsrichterin Marija Kurtes aus Düsseldorf pfiff auf die Sekunde genau ab und besiegelte damit den Kölner Sieg. Ich fand die Schiedsrichterleistung insgesamt |
im Rahmen dessen, was wir in der zweiten Liga gewöhnt sind - man beachte, dass dies eine diplomatische Umschreibung sein soll - allerdings mit diesem pünktlichen Schlusspfiff lag Kurtes nun ganz sicher daneben. Es hatte einige Verletzungsunterbrechungen und damit genug Gründe gegeben, um mindestens drei Minuten nachspielen zu lassen. Fairerweise möchte ich allerdings auch anführen, dass ich nicht glaube, dass Frankfurt an diesem Tag dann noch ein Tor geschossen hätte. ![]() Jasmin Jannermann schirmt den Ball vor Manuela Frettlöh ab
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