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2. Bundesliga Süd, Testspiel

SC Regensburg bezwingt erneut höherklassigen Verein

SC Regensburg – FFC Wacker München 2:1 (1:0)

Text von Stefan Münz

5.3.2006   Zur Vorbereitung auf die Rückrunde trafen sich der Tabellenführer der Bayernliga, der SC Regensburg, und der derzeitige Achte der 2. Liga Süd, der FFC Wacker München zu einem Testspiel auf der Sportanlage am Weinweg in Regensburg.

Die äußeren Bedingungen für ein Fußballspiel erwiesen sich nicht gerade als berauschend, da sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt bewegten und wegen der Platzverhältnisse auf einen Kunstrasenplatz ausgewichen werden mußte, um das Spiel überhaupt austragen zu könnnen. Gleich zu Beginn zeigten die Spielerinnen des SC deutlich, wohin die Reise in der Rückrunde gehen soll, nämlich in Richtung 2.Liga. Die Regensburgerinnen erspielten sich gegen den FFC Wacker aus München, der ohne die als Stürmerin der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Turin weilende Stammtorfrau Kathrin Lehmann auskommen musste, ein deutliches Übergewicht, das allerdings zunächst nicht in Tore umgemünzt werden konnte. Man musste sogar aufpassen, dass die Wacker-Kickerinnen in Person von Arlind Maurer und Stefanie Wiesmann nicht ihre aus recht aussichtsreicher Position getretenen Freistöße im Regensburger Tor unterbrachten, doch Jelena „Jelli“ Rudans Kasten konnte nicht annähernd in Gefahr gebracht werden und die Wacker-Angriffe verpufften wirkungslos.

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Diana Papp erzielte das 1:0 für den SC Regensburg

Archivbild: SC Regensburg

Nach rund einer Viertelstunde brachten die Regensburger Angriffsbemühungen, bei denen die stets quirlige Melanie „Meli“ Scheid besonders positiv in Erscheinung trat, nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite und darauf folgender Flanke dann den ersten Erfolg. Der Ball landete bei der in Mittelstürmerposition freistehenden Spielführerin Diana Papp, die die Kugel unhaltbar für die Torhüterin des FFC Wacker zum 1:0 in die Maschen drückte.

Arlind Maurer

Arlind Maurer erzielte mit einem Traumtor aus 35 Metern Entfernung den Ausgleich für München

Archivbild: Bernd Seume

Damit war der Regensburger Angriffswirbel nicht gestillt, die schön in Szene gesetzte Alex Messner war durch, doch der Ball war für sie zu lang und landete schließlich im Toraus. Das zu diesem Zeitpunkt völlig verdient gewesene 2:0 durch Meli Scheid verhinderte der Abseitspfiff.


FFC Wacker München

Das Team des Zweitligisten FFC Wacker München

Archivbild: Bernd Seume

Nach Marion Kollers Gelegenheit, die nach einer Ecke von Meli Scheid nur in die Arme von Wackers Torfrau köpfte, agierte man allerdings zu umständlich, es war teilweise ein zerfahrenes Spiel, viele Fehlpässe, vor allem auf Seite des Gastgebers, bestimmten Mitte der ersten Hälfte das Spiel. So kam dann auch der Zweitligist zu einigen Gelegenheiten, aus denen man allerdings kein Kapital schlagen konnte, die dickste, um nur eine zu erwähnen, hatte vor dem Pausentee, der bei diesen Temperaturen eine Wohltat für alle war, Ines Rechl, die einen Freistoß aus halbrechter Position gefährlich vor das Gehäuse von Regensburgs Jelli Rudan brachte, die den Ball gerade noch an den Pfosten lenken konnte.

Nach der Halbzeitpause machten die Münchnerinnen da weiter, wo sie vorher aufgehört hatten, sie setzten den Gastgeberinnen gehörig unter Druck, doch entweder nutzten sie ihre sich bietenden Möglichkeiten nicht, oder die Abwehr des Gegners hielt dicht. Wie aus dem Nichts irgendwie fiel daher der Ausgleich: Aus rund 35 Metern Entfernung fasste sich Arlind Maurer ein Herz und hielt einfach mal drauf, der Ball zappelte ohne Abwehrmöglichkeit für Regensburgs Torfrau Jelena Rudan im Netz. Ein sehenswertes Tor, vielleicht ein Kandidat für das Tor des Monats, doch trotzdem schien es mehr den Gastgeber zu beflügeln, der kurz darauf die Chance zur abermaligen Führung hatte, der Kopfball ging jedoch über das Tor.

Marion Koller

Die Schützin des Siegtores: Marion Koller

Bild: Archivbild SC Regensburg

Als der SC sich dann schließlich endgültig von der Münchner Umklammerung gelöst hatte, bekam die Mannschaft des SC Regensburg auf der linken Seite einen Freistoß zugesprochen. Der aus einer Entfernung von rund 40 Metern von der linken Seite durch Marion Koller getretene Ball wurde lang und länger, und senkte sich ohne, dass eine Regensburger oder Münchner Spielerin noch mit einer Fußspitze drangekommen wäre, zum 2:1 für die Regensburgerinnen ins Tor.

Nachher waren Regensburg noch drauf und dran die Führung auszubauen, doch die Torhüterin des Gegners konnte gegen Stürmerin Anna Friedrich klären, die kurz auf der rechten Seite darauf zu Boden ging und


behandelt werden musste, doch verletzt hat sie sich glücklicherweise nicht. Doch auch Wacker hätte kurz vor Schluss den Ausgleich erzielen können: Maria Breitenberger stand plötzlich vor dem Tor mutterseelenallein vor Jelli, diese kann abwehren, doch es ist auch einiges Glück dabei, dass sie am Ende nicht doch hinter sich greifen muss, denn bei ihrer Abwehraktion traf sie nicht nur den Ball, sondern schoss auch die Wacker-Spielerin an, von deren Fuß der Ball dann ins Toraus abprallte.

Am Ende blieb es dann beim 2:1. Auch wenn dieses Spiel bestimmt keinen Schönheitspreis gewinnen konnte, alles in allem ein verdienter Erfolg,der sicherlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gibt, da erneut ein höherklassiger Konkurrent wie schon beim 3:0 gegen den USV Jena in der 1. Runde des DFB-Pokals, geschlagen werden konnte, auch wenn es jetzt „nur“ ein Testspiel war.

Dieses Selbstvertrauen zeigte sich schon größtenteils bei der bayerischen Hallenmeisterschaft in Marktheidenfeld, wo Regensburg allerdings im Halbfinale recht unglücklich trotz zweimaliger Führung am Meisterschaftskonkurrenten SC Weinberg schließlich im Siebenmeterschießen scheiterte, und trotz klarer Siege in den verbleibenden Spielen nur den dritten Platz belegte. Immerhin hat man kommendes Jahr Heimrecht, wenn die Hallenmeisterschaft in der Oberpfalz stattfindet. Der Trainer des SC Regensburg, Alexander Kalteis, zeigte sich trotz aller noch vorhandenen Mängel mit dem Spiel zufrieden, obwohl noch viel getan werden muss, will man in die 2. Liga aufsteigen. Auf den FFC Wacker wartet in dieser 2.Liga auch keine gerade leichte Rückrunde. Das Nachholspiel gegen den Aufstiegsaspiranten 1.FC Saarbrücken wurde erneut abgesagt und wurde für den 26. März neu angesetzt.

SC Regensburg:

Jelena Rudan – Diana Papp (45. Nadine Kraus) – Anna Gruber, Kristina Gruber – Stefanie Fink (45. Diana Schreiber), Marion Koller, Corinna Merl (54. Kathrin Rothaug), Sabine Kurz, Alexandra Messner (45.Helen Pöhlmann), Melanie Scheid (45. Conny Brüger) – Anna Friedrich;

Tore:
1:0 Diana Papp (ca. 15. Min.)
1:1 Arlind Maurer (ca. 60. Min.)
2:1 Marion Koller (ca. 75.Min.)

P.S. Auch der SC Regensburg ist mit einer neuen Seite im Netz:

http://www.sc-frauen.com

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