Zweite Liga Süd, 10.Spieltag

Susanne Beer erlöst den TuS

TuS Köln rrh - 1. FFC Frankfurt II 1:0 (0:0)

Text und Bilder von Martin Kochem

28.11.2005    Frauenfußball unter winterlichen Bedingungen: ein heftiger Schneeschauer hatte etwa 30 Minuten vor dem Anpfiff aus dem ohnehin schon tiefen Rasen eine Schnee- matschlandschaft gemacht. Doch es wurde gespielt, und am Ende reichte es zu einem knappen, jedoch nicht ganz unverdienten Heimsieg für den nun nach nunmehr 10 Spieltagen immer noch ungeschlagenen Zweitligaaufsteiger gegen den zweiten Anzug des FFC Frankfurt.

Auf eigentlich absolut unbespielbarem Untergrund besaßen die Gäste vom Main in den ersten 20 Minuten die besseren Chancen, jedoch vergab allein Marie-Joelle Sadien gleich zwei Mal (11. und 18.) in jeweils aussichtsreicher Position. Auch blieb ein netter 25 m – Versuch von Claudia Sikorski ohne zählbaren Erfolg, senkte sich dieser doch nur denkbar knapp über das Gehäuse der Rechtsrheinischen (12.). Die Gastgeberinnen kamen vor etwa 60 fröstelnden Zuschauern nur schwer in Tritt und waren meist nur nach Standardsituationen gefährlich. So konnte die herausragend haltende Nicole Janischewski einen Drehschuß von Susanne Beer (22.) sowie einen Freistoß von Kerstin Stein (38.) mit Glanzparaden gerade noch um den Pfosten lenken, hatte jedoch eine Minute zuvor bei einer Freistosshereingabe von Christiane Braun Glück, dass der Ball nicht nur an Freund und Feind, sondern auch am langen Pfosten vorbei strich.

Frauenfußball im Schnee

Auf diesem Untergrund war jedes Zuspiel reine Glückssache

Nach dem wohlverdienten Pausen- tee erhöhte der TuS mit zunehmender Spieldauer den Druck, konnte jedoch seine Chancen zunächst nicht nutzen. So blieb dem einheimischen Anhang bei Beer's Kopfball (55.) sowie nach Meike Petri’s Alleingang (72.) der Torschrei förmlich im Halse stecken, bis dieser in der 81. Minute doch noch erlöst werden sollte. Beer lief nach einem feinen Steilpass sowie misslungener Abseitsfalle allein auf das FFC-Tor zu und versenkte das Leder eiskalt an der chancenlosen Janischewski vorbei zum letzt- endlich alles entscheidenden Treffer.


Doris Dietmayr, Mara Milbredt, Miriam Elling, Stefanie Wagner

Alles Daumendrücken beim FFC-Anhang half am Ende nichts: Von links nach rechts: 2. Vorsitzende Doris Dietmayr, Mara Milbredt, Miriam Elling sowie die langzeitverletzte Stefanie Wagner

Ein letztes Aufbäumen des FFC verpuffte ebenso wirkungslos wie die letzte Chance der zur Pause eingewechselten Nicole Guye (86.), sodass der kleine FFC am Ende trotz eines kämpferisch voll überzeugenden Auftritts wieder einmal mit leeren Händen da stand.

Dieser Umstand brachte den derzeit am Trainerlehrgang in Duisburg teilnehmenden FFC- Coach Andy Pfaff nach dem Abpfiff so richtig auf die Palme: „Wir machen vorne einfach die Tore nicht. Auf solchen Platzver- hältnissen musst du deine wenigen Chancen konsequent nutzen, sonst stehst du am Ende mit leeren Händen da. Einmal nicht aufgepasst und schon sind die Punkte weg – heute war hier für uns mindestens ein Remis drin….“

Frauenfußball im Schnee

Fussballspielen war kaum möglich - Krampf und Kampf war hingegen Trumpf.....

Aufsteiger Köln findet sich damit nach dem 10.Spieltag mit sieben Siegen, drei Unentschieden und 19:5 Toren auf dem dritten Tabellenplatz wieder. Nicht unerheblichen Anteil an diesem Erfolg hat sicherlich Torjägerin Susanne Beer, die mit ihrem


siebten Saisontreffer auf Platz 4 der Torjägerinnenliste aufsteigen konnte.

TuS Köln rrh:

Ernst - Braun, Grewe, Allelein (8. Windmüller), Frettlöh - Stein, Wurth, Kummer, Krak (44. Bings)- Beer, Petri

Trainer: Markus Kuhn

1. FFC Frankfurt II:

Janischewski - Manger, Röhrig, Jannermann (55. Gilles), Schneider - Krummenauer, Dambier (46. Guye), Sikorski, Schäfer - Sadien, Barucha

Trainer: Andy Pfaff

Tor: 1:0 Beer (81.)

Gelbe Karten: Grewe - Röhrig

Gelb-rote und rote Karten: keine

Schiedsrichterin: Klein (Gelsenkirchen)

SR-Assistentinnen: Kleinegrüber, Böddecker

Zuschauer: 60


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