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Testspiel
Heike siegt erst in der zweiten Halbzeit
FFC Heike Rheine- SG Lütgendortmund 3:0 (0:0) | ||
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Von Heinz Günter Sporkel (Text und Fotos)
25.07.2005 Sonntag 24.Juli 11.00 Uhr. Für das Team von der SG Lütgendortmund kein normaler Termin. Hier wollten Trainer Baeck und auch Teamchef Geers sehen, welche Früchte die harte Arbeit der Vorbereitung schon getragen hat. Da kam ein Spiel bei der jungen Bundesligatruppe von Heike Rheine gerade recht. Beide Mannschaften wollen ihre Testspiele nutzen, um das optimale Team am Saisonanfang den Zuschauern zu präsentieren. So war das Ergebnis eigentlich erst mal zweitrangig. Testspiel bedeutet nun einmal Testspiel. Rheines Trainerin Nicole Werner musste dabei immer noch auf die Spielerinnen Stegemann, Torny und Dekker verzichten. Bei der SG Lütgendortmund musste Stemmer noch am frühen Morgen wegen Krankheit absagen. Austragungsort war diesmal der Nebenplatz vom Jahnstadion in Rheine. Immerhin kamen zu diesen frühmorgentlichen Spiel um die 75 Zuschauer. Auch die Fans waren gespannt, wie weit die Teams schon sind. Der Anpfiff kam dann von Schiedsrichter Vinzenz Schäfers aus Emstedden um 11.03 Uhr. Bei sommerlich warmen Temperaturen und einem ordentlich gepflegten Rasen gab es für beide Teams beste Spielbedingungen. Verena Marzinkowski (l.) und Nadine Brandt von der SG Lütgendortmund
Das Spiel selbst begann recht flott. Lütgendortmund konnte die erste Halbzeit sehr gut mithalten. Man war sogar die bessere Mannschaft. Es wurden sich Vorteile erspielt. Extrem auffällig war das faire, aber trotzdem aggressive Forechecking des Zweitligisten. Rheine kam gerade in der ersten Halbzeit mit dem Team aus dem Ruhrgebiet nicht zurecht. Man sah keinen Klassenunterschied. In der ersten Halbzeit erreichten gerade mal Bock, Hüwe und Torhüterin Bittner eine bundesligataugliche Leistung. Anders der Gast. Hier wurden Carmen Israel fast sämtliche Freiräume gewährt. Stefanie Pohl konnte Nadine Brandt generell nur von hinten sehen. Brandt wirkte schneller, frischer und auch gerade in Halbzeit eins besser. Deborah Steinhoff konnte mit der Defensivabteilung der Emsländer Katz und Maus spielen.
Zehra Ertürk (links) und Dyanne Bito
Doch so schön auch das ganze für die SG Lütgendortmund aussah - es fehlte einfach der Torerfolg. Die Chancenauswertung war gleich null. Hier wird das Trainerteam aus Lütgendortmund sicherlich im Training weiter ansetzen. Beachtlich - beide Teams spielten mit Libero. Nathalie Bock machte eine sehr souveräne Partie. Die junge, aus Wattenscheid nach Rheine gekommene Jungnationalspielerin war immer auf Ballhöhe. Doch auch Jasmin Zimmer auf der Liberoposition spielte mit ihren geraden 15 Jahren eine solide Partie. Schwachpunkt bei Rheine war das Defensivspiel in der Mitte. Israel und Brandt konnten schalten und walten, teilweise ungestört Spielerinnen stehen lassen. Hier muss Heike Rheine auf jeden Fall noch dran arbeiten.
Die erste Möglichkeit hatte die SGL in der 7.Spielminute. Eine tolle Kombination Brandt/Israel auf Steinhoff. Doch die gute
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Torhüterin „Fredde“ Bittner war zur Stelle. Im Gegenzug schob Heuvels den Ball knapp an Duschinski und auch am Tor vorbei. Nach einer Viertelstunde konnte Verena Marzinkowski einen Kopfball auch nicht im Rheine-Kasten unterbringen. In der 20. Spielminute haute nach einer schönen Einzelleistung Martina Snopek den Ball über Bittners Kiste. Rheine konnte in die Spitze kaum die Bälle verteilen. Deborah Steinhoff tauchte nach einer halben Stunde plötzlich mutterseelenallein vor Bittners Tor auf. Doch der Neuzugang aus Gütersloh wieder mit einer Glanzleistung.
Eine Standardsituation dann in der 34. Spielminute. Freistoß für Rheine und Pohls einzige gefährliche Tat an diesem Tag. Ihr gefährlich geschossener direkter Freistoß wurde von Duschinski zur Ecke geklärt. Eine Minute später tanzte Nadine Brandt Nathalie Bock im Mittelfeld aus. Alleine vor Bittner spielte sie dann den Ball auf Snopek und auch diese Großchance wurde vertan. Hier hätte Brandt selber das Tor suchen sollen. In der 42. Spielminute dann die einzige Möglichkeit von Dyanne Bito. Mit einem tollen Solo ließ sie drei „LüDo“-Spielerinnen stehen, ehe sie an Duschinski scheiterte. In der ersten Halbzeit hatte Verena Marzinkowski die agile Stürmerin aus Rheine sehr gut in den Griff bekommen. Nach einem Foul von Jasmin Zimmer an Dyanne Bito gab es die verdiente gelbe Karte. Der Freistoß von Nathalie Bock ging gefährlich am Gehäuse der Westfalen vorbei. Dann pfiff der Schiedsrichter zur Pause. Sicherlich konnte das Trainergespann aus Rheine mit der in der ersten Halbzeit gebotenen Leistung nicht zufrieden sein. Der Zweitligist war zu diesem Zeitpunkt das bessere Team und das 0-0 war schon sehr schmeichelhaft. Doch in der zweiten Halbzeit veränderte sich das Spiel. Rheine war sofort hellwach. In der 48. Spielminute ein Freistoss aus ca. 20 Metern Entfernung. Nathalie Bock nahm Anlauf und haute den Ball im rechten Giebel rein. 1-0 durch eine Standardsituation, dass macht nun einen Bundesligisten aus. Martina Snopek hätte im Gegenzug ausgleichen können, doch Friederike Bittner war wieder zur Stelle. Der Lütgendortmunder Sturm verzweifelte an Bittners Klasseleistung. Ich lege mich mal fest, dass Bittner zu Saisonbeginn die Nummer Eins im Rheine-Tor sein könnte. Rheine war in der zweiten Halbzeit besser und auch gefährlicher. Holtgräwe in der 56.Spielminute mit einer Riesenmöglichkeit, aber aus dem Getümmel schoss sie am Tor vorbei. Eine Minute später scheiterte die eingewechselte Mattheus - natürlich mal wieder an Fredde Bittner. Zwei Freistoßversuche von Nadine Brandt kamen gefährlich, aber zu unpräzise. Die bei Rheine eingewechselte Thiem dann mit einer tollen Leistung in der 64. Spielminute. Sie spielte Bito schön frei und die Stürmerin schob zum 2-0 ein. Eckball vor dem Tor der überragenden Rheinenser Torfrau Friederike Bittner Dyanne Bito kam in der zweiten Halbzeit viel besser zur Entfaltung. Hier ließ die Top-Stürmerin aus Rheine ihr Können aufblitzen. Das Spiel von Lütgendortmund erlitt in Halbzeit Zwei einen kleinen Bruch, hatte Teamchef Marco Geers innerhalb von einer Viertelstunde doch sechsmal gewechselt. Allerdings war das Spiel der Lütgendortmunder noch schwungvoll. Nur war die |
Fehlerquote in der Defensive höher und das nutzt ein Bundesligateam gnadenlos aus. Bito hatte noch in der 74. Spielminute eine Tormöglichkeit, Janßen für Lütgendortmund zwölf Minuten später. Der Endstand wurde dann in der 89.Spielminute von Thiem erzielt. Ein einfaches Zuspiel von Bito und der Ball war im Tor. Mit dem Schlusspfiff vergab dann Anna Bücker die Möglichkeit, das Ergebnis zu verbessern. Rheine siegte, aufgrund der besseren zweiten Halbzeit und weil Lüdo im ersten Durchgang die Chance nicht nutzte, verdient. Doch war das Ergebnis in der Höhe so nicht in Ordnung. Vom Stand der Vorbereitung muss Heike Rheine auf jeden Fall noch etwas mehr arbeiten als der Zweitligist aus Westfalen. Trainerstimmen :
Nicole Werner (Heike Rheine): Rheines Trainerin Nicole Werner (r.) im Gespräch
Trainer Thomas Baeck (SG Lütgendortmund):
Aufstellungen:
Heike Rheine
SG Lütgendortmund
Duschinski- Zimmer (61.Ertürk), van den Bergh (58.Rafail), Marzinkowski, Brandt, Hauenschild ((59.Bücker), Schüth (64.Hedegger), Israel, Snopek (50.Mattheus), Steinhoff (59.Geesmann), Janßen
Schiedsrichterin: Schäfers (Emstedden)
Zuschauer: 75
Tore:
gelbe Karte: Zimmer
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