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2. Bundesliga Nord 15. Spieltag
An die Spitze gekämpft
TSV Jahn Calden - FFC Brauweiler Pulheim 1:3 (1:1) | ||
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Von Nora Kruse (Text und Fotos)
20.03.2005 Der FFC Brauweiler Pulheim möchte zurück in die 1. Bundesliga. Doch da am Ende der Saison wirklich nur der Erstplatzierte in der 2. Liga Nord aufsteigt, wollten die Abtei-Städterinnen genau diesen Platz heute in Calden ergattern. Leicht sollte es in Nordhessen jedoch nicht werden, nehmen die Caldenerinnen doch derzeit den vierten Tabellenplatz ein – und auch FFC-Trainer Willi Küpper wusste: „Die haben sich heute was vorgenommen“. Und so begann das Spiel zur Freude der 200 Zuschauern auch so gar nicht nach Brauweilers Geschmack. Die Abtei-Städterinnen spielten im Mittelfeld ungenau, standen nicht dicht genug an den Gegnerinnen und machten sich das Leben mit Querpässen selber schwer. So war es Annika Niemeier, die die Gastgeberinnen aus Calden in der 11. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Nach einer Ecke köpfte sie den Ball frei vorm Tor unhaltbar für FFC-Torhüterin Britta Trescher in deren Kasten.
Heute mit zwei Toren und einem tollen Spiel: Katrin Schmidt
Calden konnte die Führung jedoch nicht ausbauen,
zu zerfahren war auch das Spiel der Nordhessinnen. Mitte der ersten Halbzeit erhöhten
die Brauweilerinnen, die nach dem Rückstand zunächst etwas verblüfft wirkten,
dann jedoch den Druck. In der 22. Minute hatten sie bereits eine dicke Torchance
und zwischen der 30. und 32. Minute gleich drei Eckbälle direkt aufeinander
folgend. Doch erst Nummer drei konnte zur Erleichterung der knapp zehn
mitgereisten Fans der Grün-Weißen, heute mit Betonung auf weiß, von Katrin
Schmidt nach einem Getümmel im Strafraum genutzt werden. Mit diesem den
Spielanteilen verdienten 1:1 gingen die Spielerinnen schließlich zum
Pausen-Tee.
Die zweite Hälfte begannen die Brauweilerinnen dann druckvoll und gleich sechs
Minuten nach Wiederanpfiff gingen die Gäste in Führung. Nach einem
Abstimmungsproblem in der Caldener Abwehr war der Ball frei an der halblinken
Grenze des Strafraums und die Spezialistin für diese Position, Susanne
Kasperczyk, zog ab und traf unhaltbar für Julia Zeuner im Caldener Tor ins
lange Eck.
Mit diesem Treffer begann dann der Dauerdruck aufs Caldener Tor. In der 58.
Minute kam Louisa Bisby für Brauweiler frei zum Schuss, im Abschluss war sie
dann jedoch zu schwach.
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In der 64. Minute mussten dann jedoch die Anhänger aus der Abtei-Stadt zittern:
Nach einer viel zu lockeren Deckung war es Justine Rosek, die völlig frei stand
- dann jedoch über das Tor schoss. Ähnlich Brauweilers Anja Koser in der 66. Minute,
die eine „Hundertprozentige“ vergab: nach einem tollen Solo-Lauf aufs Tor
schoss auch sie über den Kasten. Ihre Kolleginnen machten es kaum besser und so
verlor Trainer Willi Küpper aus Verzweiflung über die schlechte
Chancenverwertung seiner Truppe das ein oder andere blonde Haar, wie er später
erklärte. Die Chancen für Brauweiler kamen fast im Minutentakt: Schmidt
in der 73. Minute nach einer Ecke am Tor vorbei, Koser zwei Minuten darauf mit
einem Weitschuss knapp gescheitert und als die völlig überforderte Caldener
Abwehr den Ball mal wieder nicht aus dem eigenen Strafraum befördern konnte,
konnte auch Birgitt Austermühl den erneuten Ballbesitz von FFC-Spielführerin
Anja Koser nur noch mit einem leidenden „oh nein“ kommentieren.
In der 82. Minute war es dann schließlich soweit und der längst überfällige dritte Treffer für Brauweiler landete im Kasten. Katrin Schmidt konnte sich in der linken Strafraumhälfte durchsetzen, scheiterte jedoch gleich zweimal an der Caldener Torfrau, bevor dann Nachschuss Nummer zwei den Weg ins Tor fand. Dieses 3:1 sollte dann auch der Endstand sein, denn Schiedsrichterin Silke Janssen erkannte kurz vor Spielende einen Treffer der Caldenerinnen wegen Abseits nicht an.
Anja Koser schaut, was Birgitt Austermühl macht. In der Regel war es andersrum. |
Insgesamt ist dieser Auswärtssieg für die Abtei-Städterinnen aufgrund der starken
zweiten Halbzeit völlig verdient. Eine vorbildlich kämpfende Anja Koser, die
sich die Bälle teilweise im Mittelfeld abholte, um jeden Ball kämpfte und auf
dem Spielfeld wirklich überall zu finden war, hätte ihre Mannschaft noch höher
in Führung bringen können, doch fehlte heute einfach das letzte Quäntchen Glück
vorm gegnerischen Tor. Trainer Küpper brachte es nach dem Spiel aber auf den
Punkt: „Danach fragt letztlich keiner mehr.“
Aufstellungen: TSV Jahn Calden Zeuner, Georgi, D. Scheuren (64. Utsch), Klement, S. Müller, Niemeier, Alexi (64. Salokat), Thöne, Rosek, J. Scheuren, Ratzkowski (64. Kazubski) FFC Brauweiler Pulheim Trescher, Gorges, Bisby, Nagy, Kasperczyk, Lenz, Schmidt (89. Vahlhaus), Klein, Renner (81. Augustin), Koser, Seuren (84. Urmes) Schiedsrichterin: Silke Janssen (Emden) Zuschauer: 200
Tore: Gelbe Karte: Alexi, S. Müller, Gorges, Bisby
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