2. Bundesliga Nord 9. Spieltag

Willkommen zurück, Mariana Ciorba

FFC Brauweiler Pulheim - SG Lütgendortmund 2:0 (0:0)

Von Uwe Carlitscheck (Text und Fotos)

26.03.2005

Es schien, als spuke schon das bevorstehende Spitzenspiel gegen Tennis Borussia Berlin am Ostermontag in den Köpfen der Brauweiler Spielerinnen. Sie spielten zwar feldüberlegen, kamen auch bereits nach zwanzig Sekunden zur ersten Torchance, wurden aber mit zunehmender Spieldauer immer zerfahrener und überboten sich gegenseitig mit Abspielfehlern und technischen Defiziten. Nichts ging mehr; dabei waren die Voraussetzungen erstklassig: Es wurde wieder im heimischen Abtei-Sportpark in Brauweiler gespielt - hier rasch ein Dankeschön nach Stommeln; 10:0 Tore und sechs Punkte aus zwei Spielen sind eine gute Bilanz für die dort ausgetragenen Spiele - , es herrschte strahlender Sonnenschein, und Mariana Ciorba, die Langvermisste, war endlich wieder spielberechtigt! Sie taute jedoch erst in der zweiten Halbzeit etwas mehr auf und kam auch zu einigen guten Torchancen. Wir sind sicher, dass wir uns bald wieder auf ihre Tore freuen dürfen, wenn sie ihre alte Form gänzlich wiedergefunden hat!

Die erste Halbzeit dieses heutigen Spiels sollten wir schnell vergessen; sie hatte kein echtes Bundesligaformat. Auch den eifrigen Gästen gelang nicht viel, und so blieb die Auswechslung von Zehra Ertürk, für die in der 30. Minute Jutta Heinbach bei den Gästen kam, die einzig noch erwähnenswerte Aktion.

Spielte heute erstmals seit November wieder mit Sturmpartnerin Mariana Ciorba: Anja Koser (r.)


Susanne Kasperczyk brachte ihr Team durch einen Elfmeter in der 60. Minute in Führung.

Es muss wohl einige kräftige Worte beim Pausentee durch Trainer Willi Küpper gegeben haben, denn der Druck der Brauweilerinnen wurde noch stärker - zunächst noch ohne Erfolg. Erst der Doppelwechsel in der 53. und 54. Minute - Eva Augustin und Frauke Renner kamen für Katrin Schmidt und Louisa Bisby - brachte die erhoffte Wende. Als Eva Augustin sich in der 60. Minute ein Herz fasste und allein in den Gästestrafraum stürmte, kam sie gemeinsam mit der Verteidigerin zu Fall. Schiedsrichterin Eva Kirschbaum entschied auf Elfmeter. Die Frage, ob dieser berechtigt war, wurde unter den 100 Zuschauern noch minutenlang diskutiert. Wie auch immer: Susanne Kasperczyk ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zur langersehnten Führung.
Die Gastgeberinnen drängten nun weiter, und die müde werdenden Dortmunderinnen hatten nicht mehr viel entgegen zu setzen. So fiel der zweite Treffer fast zwangsläufig. Frauke Renner erzielte ihn mit einem sehenswerten Schuss aus 18 Metern. Damit war das Spiel entschieden, die Brauweilerinnen beschränkten sich auf Mittelfeldspiel und hatten erst gegen Ende des Spiels noch einige Torchancen. Eine fast hundertprozentige Chance zum Ehrentreffer vergab Kathrin Hauenschild bei einem guten Konter, doch sie spielte ihre Gegnerin dreimal aus und hatte nicht den Mut zum Torschuss.

So blieb es beim 2:0. Zu erwähnen noch die gute Leistung von Stephanie Duschinski im Tor der Gäste!

Am Ostermontag kommt der Tabellenzweite aus Berlin in den Abteisportpark nach Brauweiler, und das ist ein ganz anderes Kaliber! Heute gelang lediglich ein Arbeitssieg, aber auch solche Spiele muss man gewinnen!


Aufstellungen:

FFC Brauweiler Pulheim

Trescher, Gorges, Nagy, Kasperczyk, Lenz, Schmidt (54. Augustin), Klein, Seuren (85. Urmes), Bisby (55. Renner) Ciorba, Koser

SG Lütgendortmund

Duschinski, Marcinkowski, Ertürk (29.Heinbach), Hauenschild Möller (76. van den Berg), Brandt, Israel, Wind (63. Steinhoff), Czyganowski, Dworak, Mattheus

Schiedsrichterin: Eva Kirschbaum (Veitshöchheim)

Zuschauer: 100

Tore:
1:0 Kasperczyk (60./FE)
2:0 Renner (72.)

Gelbe Karte: Hauenschild

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