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Inwieweit informierst du dich über die Ligen (Bundesliga, zweite Liga) ?
Ich weiß zumindest immer, gegen wen wir spielen. Aus der ersten Bundesliga verfolge ich FFC Frankfurt und den FCR Duisburg. Ich hatte letzte Saison eine Pokalwette verloren gegen meinen Mann. Damals verlor der FFC gegen Turbine Potsdam. Da war ich sehr enttäuscht. Wenn die erste Liga im TV laufen würde, wäre es schon alles interessanter. Dadurch, dass man aber selber sonntags spielt, ist das Interesse dann aber doch eher gering.
Wie und wann ist Nadine Brandt (damals) zum Fußball gekom- men?
Mein Bruder hatte früher schon Fußball gespielt. Meine ganze Familie (Mutter und Papa) haben Fußball gespielt. Ich durfte mich zwischen Rhythmischer Sportgym- nastik oder Fußball entscheiden. Ich fand das Fähnchen baumeln sehr toll. Damals dachte ich, wenn mein Bruder alleine spielt wäre er sehr traurig, deshalb habe ich mich für Fußball entschieden.

Bei der Saisonvorbereitung (Nadine in weiss)
Du erzielst teilweise herrliche Treffer. Gibt es ein Tor, von dem du heute noch schwärmst?
Ja, das war mit Blau Weiß Post Recklinghausen. Da hatte ich in den letzten paar Minuten Krämpfe in den Waden. Trotzdem habe ich einen sehr schönen Treffer in den Giebel gesetzt. Das war schon mein Traumtor. Das passiert mir nur einmal in der Saison. Wie letztes Jahr gegen Brauweiler.
Was waren deine sportlichen Höhepunkte. Woran erinnerst du dich gerne?
(Wie aus der Kanone geschossen) Mädchenmannschaft Blau Weiß Post Recklinghausen. Damals sind wir die drittbeste Mannschaft aus ganz Deutschland geworden. Wir hatten die Deutsche Meisterschaft mitgespielt. Haben dann im Halbfinale ich glaube gegen Potsdam verloren. In jener Saison sind wir dann in Recklinghausen zur Mannschaft des Jahres gewählt worden.
Dazu im Gegensatz, an was denkst du ungern zurück? Gibt es in deiner sportlichen Karriere eine Sache, wo du heute sagen würdest, das hätte ich besser machen können?
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Nadine (links) und Verena Marzinkowski beim Spiel in Rheine
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Es gibt immer Sachen, die man besser machen kann. Halt sehr enttäuscht hat mich die Halbfinal Niederlage mit BW Post Reckling- hausen. Ansonsten bin ich sehr zufrieden und habe bislang keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Beruf und Fußball sind gerade beim Frauenfußball schwer unter einem Hut zu bekommen. Gibt es da Probleme mit Trainingslagern oder längeren Fahrten zu Auswärtsspielen. Oder sogar auch Nachteile?
Es ist schon auf jeden Fall sehr schwer, alles unter einen Hut zu bringen. Vor allem, das vom Beruf her zu organisieren. Ich habe das Glück, dass meine Chefin sehr human ist. Es gibt zwar immer Probleme, doch letztendlich schafft man es immer irgendwie. So sieht man zu, das man Meisterschafts- spiele, wo man zwei Tage weg ist tauscht, und somit dann mal auf ein Freundschaftsspiel verzichtet. Man verliert natürlich auch schon den einen oder anderen Urlaubs- tag.

Nadine wie so oft am Handy
Du hast eine Menge Trainer in all Deiner Zeit gehabt. Welcher war für dich der Beste? Wo würdest du sagen konntest du dich am besten entwickeln?
Insgesamt hatte ich vielleicht fünf oder sechs Trainer. Am besten entwickelt habe ich mich bei meinen Eltern. Meine Eltern waren zur Mini Kicker, F- und E- Jugend Zeit meine Trainer. In diesen Jahren entwickelt man sich sowieso am besten.
Danach schon Marco Geers. Von ihm habe ich sehr viel gelernt. Ich bin der Meinung, dass Marco Geers sehr
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viel Ahnung vom Fußball hat und ein hervorragender Trainer ist.
Gibt es auch Dinge, die du am Fußball hasst? Wo du sagen würdest, das würde ich sofort ändern?
Abseitsregelung und passives Abseits. Entweder mache ich es oder lass es sein. Außerdem sollte man mehr Öffentlichkeitsarbeit für den Frauenfußball machen. Das hängt wirklich hinterher. Es wird langsam besser, doch da muss noch viel passieren.
Du hast öfters Verletzungen. Fällst ab und an mal einige Spiele oder mehrere Wochen aus. Wie gehst du damit um?
Ich persönlich zwar immer gut. Man kriegt es auch irgendwie hin. Mit meiner Schulter war ich mehrere Monate verletzt, das war gar nicht gut. Dann konnte ich gegen Brauweiler wieder spielen. Klar, da schieß ich mein Traumtor. Unser Trainer führt Statistik. Als er mir dann mal gesagt hat, wie viele Spiele ich gefehlt hatte, war ich sehr schockiert. Mit meiner Schulter habe ich immer noch Probleme und versuche, das in den Griff zu bekommen. Sobald ich hundertprozentig fit bin, wird das dann auch wieder meine Saison.
Wir bedanken uns bei Nadine Kirsch für dieses Interview. Sicherlich wird sie maßgebend dazu beitragen, dass die SG Lütgendortmund schnell wieder den Tabellenkeller verlässt. Dabei werden wir von Fansoccer die kleine quirlige Mittelfeldspielerin weiter im Blick behalten und wünschen ihr für die Zukunft privat und auch sportlich alles Gute.
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