Von Heinz Günter Sporkel (Text und Fotos)
07.08.2005
Die SG Wattenscheid 09 hatte zur Eröffnungs-Pressekonferenz im Wattenscheider Tryp-Hotel eingeladen. Tanja Schulte
und Co Trainer Roger Dorny verrieten der Presse ihre Gedankengänge zum Saisonstart. Danach ging es dann zum „Espenloh“,
dem Nebenplatz des Lohrheidestadions. Dort fand für die 09-Ladies das letzte Testspiel gegen Heike Rheines Zweitvertretung
statt.
Pressekonferenz Tryp Hotel:
Tanja Schulte umschrieb das erste Ziel. In der ersten Pokalrunde wartet der FFC Magdeburg. Das Team ist immerhin
Vizemeister der Regionalliga Süd in vorletzten Saison geworden. So wird der Gegner garantiert nicht unterschätzt.
Allerdings erwartet man schon ein Weiterkommen. Das Team sollte stark genug sein und die Aufgabe ist machbar.
Wichtig für Trainerin Schulte ist bei Düner das erste Meisterschaftsspiel gegen Wolfenbüttel am 14. August.
Jennifer Manzer, aus dem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt, konnte endlich mal auf die Liberoposition getestet werden.
Dies sollte schon beim Testspiel in Schönebeck geschehen, doch war Manzer verletzt. Danach kam der Urlaub.
Allerdings bietet sich auch Mira Möller, Neuzugang aus Lütgendortmund, auf dieser Position an. Möller zeigte gerade auf der
Liberoposition starke Spiele. Zweikampfstark und sehr schnell, aber mit leichten Problemen in der Vorwärtsbewegung. Hier
hat Tanja Schulte die Qual der Wahl.
Neuzugang Silke van den Berg ist auf alle Fälle gesetzt. Silke ist der verbale Chef auf dem Platz. Sie ist eine absolute
Führungsspielerin. Diese Verpflichtung, so zeigt auch die Vorbereitung, hat sich auf alle Fälle gelohnt.
Nadine Richter ist die Nummer Eins im Tor. Allerdings gibt es momentan auch Probleme, das Training mit der Arbeit zu
koordinieren, doch hat sie das vollste Vertrauen vom Trainer-Team, aber die Arbeit geht vor.
Jennifer Manzer konnte nach Verletzung und Urlaub im Spiel gegen Rheine auf der Libero-Position getestet werden.
Auch im Pokal will man die nächste Runde erreichen. Im Jahr 1999 spielte die SGW das letzte Mal im DFB Pokal. Moers gewann
damals in der ersten Runde 3:2 gegen die Schwarz-Weißen. Damals half allerdings die Schiedsrichterin, die mittlerweile
nach Österreich ausgewandert ist, ordentlich mit. Ein Sieg wäre Gold wert, denn zu Hause gegen einen attraktiven Gegner
anzutreten, wäre natürlich etwas Feines.
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Roger Dorny, Trainerin Tanja Schulte und Michael Ragsch (v. l.) luden zur Saisoneröffnungs-Pressekonferenz.
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Die Vorbereitung zur Bundesliga lief für Tanja Schulte alles andere als optimal. Die Spielerinnen hatten Hausaufgaben
mitbekommen: Das Lauftraining sollte forciert werden. Der Laktattest sollte folgen und danach die spielerischen Elemente
gesteigert werden. Doch musste man durch die vielen verletzten Spielerinnen etwas umdisponieren.
Tanja Schulte nahm die Pechsträhne lieber jetzt in Kauf als in der laufenden Saison. Dann dürfen keine vier bis fünf
Stammspielerinnen ausfallen. Trainer Roger Dorny: „Die jungen Spielerinnen bringen zwar ihre Leistungen, können aber noch
nicht das Potential der Stammspielerinnen erreichen.“
Für den Start ist Wolfenbüttel Thema Nummer eins. Der VFL Wolfsburg wird erst nach dem ersten Heimspiel abgeklopft. Was
nützt es, über den VFL zu sprechen und dann gegen Wolfenbüttel mit einer Niederlage zu starten!? Das Trainerteam erwartet
den VFL Wolfsburg aber als Top Favoriten. Im weiteren Kreis TeBe Berlin, Gütersloh 2000. Turbiness Zweitvertretung gilt
als unangenehmer Gegner. Besonders wenn dort die zwei Kerschowskis spielen sollten. Wattenscheid 09 hat auch gute Chancen
und man will - sollte Wolfsburg patzen - zur Stelle sein.
Regionalligist FFC Heike Rheine II testete die "Zwangs-Bochumerinnen"
Nach der Pressekonferenz gab es noch ein Freundschaftsspiel gegen die Zweitvertretung aus Rheine. Die SG Wattenscheid 09
gewann mühelos mit 7-1 gegen das Regionalligateam. Allerdings hatte Rheine schon einen Tag vorher gespielt, so war man
natürlich nicht so frisch. Allerdings zeigte auch der Regionalligist einige schöne Spielzüge. Bei Wattenscheid 09 fiel
sofort Silke van den Berg auf. Der Neuzugang aus Rheine wirkte das ganze Spiel über sehr souverän. Jeanette Götte lenkte
das Spiel. Man sah dem Mittelfeldmotor an, dass gerade sie ihre „Hausaufgaben“ erfüllt hat. So hat Götte in der
Sommerpause einige Kilos im Urlaub liegen gelassen und hart an ihrer Fitness gearbeitet. Jennifer Düner konnte endlich
wieder eine halbe Stunde spielen und meldete sich mit einem Tor zurück. Allerdings wird sie wohl in Magdeburg noch nicht
in die Stammelf rutschen. Man will kein Risiko eingehen.
In Topform aber wieder Caro Hamann: Die Stürmerin traf dreimal ins Netz von Torhüterin Anna Kauke.
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Hamann war immer brandgefährlich. Nadine Richter zeigte allerdings noch Unsicherheiten im Tor. Nichtsdestotrotz wurde
die Torhüterin aber wenig gefordert. Eine tolle Parade gab es dann aber in der zweiten Halbzeit doch zu sehen. Sehr stark
bei Rheine war Henrigue Zollfrank. Unermüdlich rackerte die Spielerin und versuchte, das Spiel ihres Teams im Schwung zu
halten.
Caro Hamann machte ein tolles Spiel.
In der ersten Halbzeit trat Rheine noch sehr gut auf. Man merkte dann aber, dass nach der Pause Rheine konditionell abbaute.
Zwei Spiele in 24 Stunden sind eine Menge Holz. Wattenscheid überzeugte spielerisch und ließ den Ball gut laufen. Dazu
spielte das Wetter auch mit. So hatte man diesmal den Regenschirm zum Glück umsonst mitgebracht.
Für Wattenscheid kann die Saison nun losgehen.
Aufstellung
Wattenscheid:
Richter, Manzer, Löwenberg (60. Düner), Mahler, van den Berg, Walter, Möller (71. Martini),Götte (71. Lustgard),
La. Mattheus(46. Rogalla), Nienaus, Hamann
Rheine:
Kauke, J. Holtgräwe, Frieler, Hoffmann(65. Diekmann), Brinkmann, Zollfrank, Berthke, Spiekermann, Rasper, Rinhold,
Siegers
Tore:
1:0 Hamann (14.), 1:1 Siegers (21.), 2:1 Möller (23.), 3:1 Nienaus (39.), 4:1 Hamann (60.), 5:1 Götte (66.),
6:1 Hamann (72.), 7:1 Düner (75.)
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