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Erster Teil
Auch die zweite Mannschaft aus Potsdam ist in der Situation, Talentschmiede für die Erstligamannschaft zu sein. „Wir haben im Laufe der Zeit viele
Spielerinnen an die erste Mannschaft verloren“, so Trainer Thomas Kandler, „dennoch hat sich die Mannschaft gut entwickelt und wir sind spielerisch besser
geworden“. Mit Neuzugängen aus der eigenen Jugend will Kandler die Hauptprobleme aus dem letzten Jahr bekämpfen. „Wir waren über 90 Minuten nicht konstant
genug, hatten eine schlechte Heimbilanz und haben kaum zu Null gespielt“. Diesmal soll es besser laufen und am Ende „Platz eins bis fünf“ rausspringen.
In das dritte Zweitligajahr geht Holstein Kiel und hat sich von Beginn an im sicheren Mittelfeld etabliert. So soll es auch in diesem Jahr sein.
Vier Abgängen stehen elf Neuzugänge gegenüber. Diese kommen vorwiegend aus der zweiten Mannschaft und der eigenen Jugend, Spielerinnen von außerhalb, wie
Lena Schrum oder Janine Wagner, sorgen jedoch für eine gesunde Mischung. US-Erfahrung bringt Annika Liedtke mit, die aus den USA zurückkehrt, zuvor aber
bereits bei den B-Mädchen des Vereins gekickt hatte.
Auf der Bank von Neubrandenburgs Trainer Sven Junker (r.) wird es zur neuen Saison keine Verstärkungen geben.
Foto: Nora Kruse
Etwas zu eng im Abstiegskampf sah es dagegen in der vergangenen Saison für Gersten und Neubrandenburg aus, ähnlich könnte es auch diesmal sein, denn
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die
Zeiten sind vorbei, in denen die Aufsteiger direkt wieder absteigen. „Das sind richtig gute Mannschaften, die können die Klasse halten“, meint von Lanken.
So sagt auch Sven Junker, Trainer aus Neubrandenburg, dass „jedes Spiel für uns ein Endspiel sein wird.“ Die Mannschaft ist zusammengeblieben. Was
der Trainer als Pluspunkt sieht, sieht die Konkurrenz als Schwäche, da sich die Mannschaft von Junker nicht verstärken konnte. „Wir setzen mehr auf die
eigene Jugend. Aber wenn wir an die Leistung der Rückrunde anschließen können, bin ich sehr optimistisch“, sagt Junker und fügt an, dass „wir vermutlich so
auflaufen werden, wie im letzten Jahr.“ Bleibt abzuwarten, ob die gleiche Mannschaft nicht auch wieder die gleichen Schwächen zeigt: Chancenauswertung,
Zweikampfverhalten und Kopfball- spiel.
Durch die Rückrunde gerettet haben sich in der vergangenen Saison die Spielerinnen aus Gersten, könnten es aber wieder schwer haben. Einen
gesicherten Mittelfeldplatz hat sich Trainerin Maria Reisinger zum Ziel gesetzt und ist optimistisch, das mit ihrer jungen Mannschaft erreichen zu können.
Dennoch musste ihr Team mit Heike Freese eine wichtige Spielerin ziehen lassen und bei den jungen Spielerinnen ist sich Reisinger sicher, „dass dort
sicherlich ein Einbruch kommt. Die Intensität in der zweiten Liga ist einfach eine andere.“ Das Problem, mit vielen jungen Spielerinnen starten zu müssen,
sieht Reisinger in der gesamten Liga. „Das Niveau wird sinken. Viele junge Spielerinnen sind in die Erste Liga gewechselt und das kommt in der Quantität
noch nicht nach, das braucht mehr Zeit“.
Neben diesen Vereinen muss man aufgrund der noch immer vorhandenen Leistungsunterschie- de im Frauenfußball auch die Aufsteiger zu den potenziellen
Abstiegskandidaten rechnen und darüber sind sich auch ihre Trainer im Klaren. „Wir müssen schnell in die Saison finden“, so Marcel Holz, Trainer von
Union Berlin und hat
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Die Zweite Bundesliga müsse ihre Spielerinnen schneller an die Erste abgeben, als sie nachkämen, was zu einem Sinken des Niveaus führen werde, sagt
Maria Reisinger.
Foto: Nora Kruse
mit seiner Mannschaft einzig den Klassenerhalt im Sinn. Seit dem 9. Juli trainiert seine Mannschaft täglich, um sich in der
neuen Liga zu behaupten. „Wir haben auf vielen Ebenen trainiert, auch Aqua-Gymnastik, den Umgang mit den Medien und Ernährungsbe- ratung“. Bislang gibt es
keine Verletzten, die „neuen Spielerinnen sind super aufgenommen worden. Es herrscht Konkurrenzkampf mit guter Stimmung.“
Gleiches gilt für den FFC Oldesloe. „Der Frauenfußball steckt bei uns noch in den Kinderschuhen“, sagt Trainer Michael Clausen. „Der Verein ist
jung und der Aufstieg kam sehr früh.“ Erwartungen an die neue Liga hat der Trainer viele: „Ich denke, die Spielschnelligkeit wird eine andere sein,
genau wie die Zweikampfhärte und der Druck durch mehr Zuschauer.“ Um dort mitzuhalten, gilt es für sein Team bis zum 19. August noch „an Zweikampfhärte
zuzulegen und an der Cleverness zu arbeiten. Außerdem lassen wir zu viele Chancen aus. In der Regionalliga konnten wir uns das leisten, jetzt wird es sich
rächen.“
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