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2. Bundesliga Nord , 10. Spieltag

Heimspiel-Fluch besiegt

FFC Oldesloe – Herforder SV 2:1 (2:0)

Text und Bilder von Ralf Dauksch

22.11.2011  Die Ausgangslage schien klar zu sein: der Tabellenvorletzte empfing den Dritten, der zudem auch schon das Duell im DFB-Pokal mit 4:1 für sich entscheiden konnte. Doch der gastgebende FFC Oldesloe, der seit dem Sommer mit dem VfB Lübeck kooperiert und seine Heimspiele auch in der Hansestadt austrägt, wurde in den letzten Spielen oft unter Wert geschlagen und ließ immer wieder äußerst unglücklich Punkte liegen. Nach bisher vier Heimniederlagen gab es nun den ersten Sieg im Buniamshof.

Tor Vanessa Hamed

Keine Chance für Sonja Speckmann im Herforder Tor: der Freistoß von Vanessa Hamed passt. Es war das 2:0 für Oldesloe.

Dichter Nebel lag über Lübeck, es war zeitweise kaum möglich, von der Tribüne aus auf die gegenüberliegende Spielfeldseite zu sehen, aber das Spiel begann planmäßig. Ein Missverständnis zwischen Claudia Wenzel und Julia Weigel nutzte Anna Laue aus, sie ergatterte den Ball in Strafraumnähe, schoss aber Jennifer Weber im Oldesloer Tor an. Um bessere Sicht zu schaffen, wurde schon um 14:10 Uhr das Flutlicht eingeschaltet, es eignete sich aber kaum als Nebelscheinwerfer, und so konnte man nur schemenhaft einen Pass von Anna Laue in den Lauf von Lena Wermelt erkennen. Die suchte den Abschluss, scheiterte aber an Jennifer Weber. Nach einer guten Viertelstunde gab es Eckball für die Gastgeberinnen. Madeline Gieseler sah die alleingelassene Denise Lehmann, die mühelos zum 1:0 einköpfen konnte. Danach lief das Spiel wieder in die andere Richtung, aber Anna Laue und Jacqueline Dünker scheiterten beim Abschluss. Bei einem Oldesloer Konter verschätzte sich die herauslaufende Sonja Speckmann ein bisschen, es kam erst außerhalb ihres Strafraums zum Duell mit Madeline Gieseler, aber die Herforder Torhüterin, die erneut den Vorzug vor Friederike Abt bekam, konnte zum Einwurf klären. Die nächste Ecke für die Gastgeberinnen wurde von Gieseler scharf vor das Tor geschossen, eine Herforder Spielerin musste auf der Linie retten. Die letzte Minute im ersten Durchgang lief bereits, als es einen Freistoß für Oldesloe gab. Vanessa Hamed trat an, schoss den Ball über die Mauer zum 2:0 und ließ Sonja Speckmann dabei keine Chance. Damit war die erste Halbzeit noch nicht beendet, es gab noch drei aufeinander folgende Ecken für den HSV, wobei die letzte von Lena Wermelt zum vermeintlichen Anschlusstreffer über die Linie gedrückt wurde. Schiedsrichterin Kim-Jana Trenkner gab dieses Tor jedoch nicht, weil Wermelt angeblich die Oldesloer Torhüterin gefoult haben soll, die aber nur mit einer Mitspielerin zusammengestoßen ist.



Nach der Pause spielte fast nur noch der Herforder SV, allerdings zunächst ohne sich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Auf den ersten Torschuss musste man bis zur 60. Minute warten. Es gab Freistoß für Herford, der Schuss von Friederike Schaaf wurde auf Christina Drewitz verlängert, die den Ball knapp über das Tor schoss. Jürgen Prüfer warf nun alles nach vorne, wechselte erst Giustina Ronzetti und dann Deniz Harbert und Jil Urbas ein, während die Gastgeberinnen vor dem eigenen Tor Beton anrührten und auf Konter lauerten. In dieser Phase des Spiels war es Jennifer Weber, die die drei Punkte in Schleswig-Holstein hielt. Die Oldesloer Torhüterin parierte gefährliche Schüsse von Anna Laue, Desirée Lenz, Lena Wermelt und Deniz Harbert. Gute zehn Minuten vor dem Abpfiff gab es einen vielversprechenden Eckball aber wieder hatte die Unparteiische ein zweifelhaftes Foulspiel von Lena Wermelt an Jennifer Weber gesehen, das sie diesmal sogar mit der gelben Karte ahndete. Direkt danach die nächste gute Aktion: eine Flanke von Anna Laue erreichte Lena Wermelt, die aber im Abschluss wieder glücklos blieb, denn Weber konnte in höchster Not zur Ecke klären. Kurze Zeit später setzte sich Giustina Ronzetti nach guter Vorarbeit von Deniz Harbert auf der rechten Seite durch, aber auch für sie war die Torhüterin zu stark. Unmittelbar vor Spielende fand Jil Urbas den Weg durch die dichte Abwehr des FFC und konnte aus 10 Metern den Anschlusstreffer erzielen. Das Spiel wurde danach nicht mehr angepfiffen, der FFC Oldesloe gewann letztendlich glücklich mit 2:1 gegen den Herforder SV.

Spielerin des Tages war ganz klar Oldesloes Torhüterin Jennifer Weber, die in der zweiten Halbzeit teilweise unter Dauerbeschuss stand, ihrem Team aber die drei Punkte rettete. Damit verließ der Oldesloer FFC die Abstiegsränge und kletterte auf Platz neun. Auf Herforder Seite haderte man mit den vergebenen Chancen und mit einigen unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen, zum Beispiel dem nicht gegebenen Tor am Ende der ersten Halbzeit und der trotz einiger kurzer Spielunterbrechungen fehlenden Nachspielzeit.











FFC Oldesloe:
Weber – Wöhler (46. Engel), Lehmann (71. Schacher), Hamed – Hildebrandt, Wenzel – Pajonk, Weigel, Runge (60. Wolfgramm) – Gieseler, Kucharski

Herforder SV:
Speckmann – Bujna, Schaaf, Dünker (63. Urbas), Drewitz (63. Harbert) – Hansmeier, Lenz, Voss, Schulte (54. Ronzetti) – Laue, Wermelt

Tore:
1:0 Lehmann (19.)
2:0 Hamed (45.)
2:1 Urbas (90.)

Gelbe Karten:Wöhler / Wermelt

Schiedsrichterin: Kim-Jana Trenkner (Winsen) mit Jacqueline Herrmann und Sabrina Schulz

Zuschauer: 180



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