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2. Bundesliga-Nord, 8. Spieltag

Nebel des Grauens

Magdeburger FFC – Herforder SV 1:1 (1:0)

Bericht und Fotos Von Ralf Dauksch

09. November 2011 - Gerade mal 72 Zuschauer fanden den Weg  durch den Magdeburger Nebel zum Heinrich-Germer-Stadion. Was sie dort zu sehen bekamen, dürfte ihre Erwartungen auch nicht erfüllt haben. Beide Mannschaften spielten deutlich unter ihren Möglichkeiten und teilten sich am Ende die Punkte leistungsgerecht. Für einigen Diskussionsstoff nach dem Spiel sorgte vor Allem die Einwechslung einer Spielerin, die nicht auf dem Spielbericht aufgeführt wurde.


Angelika Kirsch, Petra Hauser, Nicole Südholt, Jörg Schemberg

Mitten im im immer dicker werdenden Nebel ein Schußversuch von Giustina Ronzetti - fraglich ist allerdings ob sie das Tor nicht treffen wollte oder einfach die Sicht zu schlecht war.


Frederike AbtDie Gäste aus Herford begannen gut und hatten in der vierten Minute die erste Torchance durch einen Freistoß. Anna Laue verfehlte das Tor aber. Kurz darauf setzte auch der MFFC ein erstes Ausrufezeichen, aber Dania Schuster köpfte knapp am Tor vorbei. In der Folge konnten weder Giustina Ronzetti für den Herforder SV noch Anne Bartke für Magdeburg die gegnerische Torhüterin überwinden. In der 23. Spielminute gab es eine Ecke für die Gastgeberinnen, der von Stephanie Träbert getretene Ball erreichte Anne Bartke, die aus gut 10 Metern abzog und Herfords Torhüterin Friederike Abt zu einer Glanzparade zwang. Im direkten Gegenzug setzte sich Jil Urbas mit einem Konter über die linke Seite durch, war schon an Torfrau Lotta Ravn vorbei, konnte das Leder jedoch nicht mehr ins leere Tor befördern, der Winkel war zu spitz geworden.

Das Spiel wurde mit der Zeit immer schlechter, es war geprägt von Fehlpässen und Ungenauigkeiten. Torschüsse gab es fast nur noch aus größerer Distanz (Ronzetti und Laue verpassten genauso wie Abel und Bartke) oder nach Standardsituationen. Einen guten Spielzug gab es erst wieder kurz vor der Pause. Patricia Steinbrück setzte sich im Herforder Strafraum durch, spielte den Ball der freistehenden Anne Bartke zu, die diesen aus 15 Metern Entfernung rechts unten ins Tor schoss und dabei Friederike Abt keine Abwehrchance ließ. Nur fünf Minuten später bot sich die Gelegenheit, die Führung auszubauen, als Stephanie Abel einen Freistoß aus 40 Metern direkt auf das Tor schoss, diesmal konnte Abt den Ball aber mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Die letzte Aktion des ersten Durchgangs gehörte den Gästen. Eine Flanke der österreichischen Nationalspielerin Marion Gröbner bekam Anna Laue auf den Kopf, verpasste das Tor jedoch um einige Zentimeter. Auch die heraneilende Jil Urbas konnte das Spielgerät nicht mehr erreichen. So blieb es bei der knappen 1:0-Führung für das Team von Steffen Rau.


Lena SchultNach der Pause gab es wenig Neues, ein weiterhin zerfahrenes Spiel mit nur wenigen einigermaßen gelungenen Aktionen. Die Gäste versuchten Druck aufzubauen, eine Flanke von Lena Schulte wurde von einer Magdeburger Spielerin  abgeblockt, der Ball kam zu Jennifer Voss, die aus 20 Metern abzog, aber an Lotta Ravn scheiterte. Nach einem Einwurf von Christina Drewitz suchte Jil Urbas den Abschluss, fand aber nur die Magdeburger Torhüterin. Es sollte ihre letzte Aktion im Spiel bleiben, denn in der 57. Minute wurde sie für Lena Wermelt ausgewechselt, die frischen Wind in die Offensive bringen sollte. Aber die nächste Torschussgelegenheit bot sich erstmal auf der anderen Seite.

U20-Weltmeisterin Anne Bartke setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte auf die mitgelaufene Stephanie Träbert, deren Kopfball aber knapp über das Ziel hinausflog. Eine knappe halbe Stunde vor dem Ende wurde Träbert dann ausgewechselt. Neu im Spiel die Spielerin mit der Nummer 7, Isabelle Knipp, die nicht im Spielbericht aufgeführt war! Herford kam in den letzten 20 Minuten immer besser ins Spiel, mit Lena Wermelt wurde scheinbar auch der Kampfgeist eingewechselt, aber wirklich zwingende Chancen blieben Mangelware. Torschüsse von Anna Laue, Marion Gröbner und Yvonne Hansmeier gingen entweder am Tor vorbei oder genau auf die Keeperin. In der 87. Minute gab es Ecke für den HSV. Marion Gröbner trat den Ball in den Fünfmeterraum, Lena Wermelt stand passend und drückte das Leder über die Linie zum 1:1-Ausgleich. In der Nachspielzeit hätte Magdeburg die Führung zurückerobern können, Katja Gabrowitsch hatte schon Friederike Abt umkurvt, erwischte den Ball aber nicht mehr richtig und konnte ihn nur noch ans Außennetz spielen. Auch Herford bekam noch eine dicke Chance, ein Eckball erreichte erneut Lena Wermelt direkt vor dem Tor, doch diesmal war Lotta Ravn schneller und rettete ihrer Mannschaft den Punkt.


Fazit:

Ein mäßiges Spiel zwischen zwei Mannschaften, die in dieser Saison schon bewiesen haben, dass man eigentlich viel besser Fußball spielen kann, endete mit einem Remis, es hätte auch eigentlich keinen Sieger verdient gehabt. Das Thema Nummer eins nach dem Spiel war der Einsatz von Isabelle Knipp, der aber wohl ohne Konsequenzen bleiben wird, denn der Herforder SV wird wahrscheinlich keinen Protest gegen die Spielwertung einlegen.


Stenogramm:

Magdeburger FFC:
Ravn – Ernst, Roeloffs, Abel, Gabrowitsch – Mücke, Weinbeer, Träbert (67. Knipp), Steinbrück – Schuster, Bartke (83. Vogelhuber)

Herforder SV:
Abt – Gröbner, Schaaf, Dünker, Drewitz (66. Hansmeier) – Urbas (57. Wermelt), Voss, Lenz, Schulte (81. Harbert) – Ronzetti, Laue

Tore:
1:0 Anne Bartke (37.)
1:1 Lena Wermelt (87.)

Gelbe Karten:
- / -

Schiedsrichterin:
Imke Lohmeyer (Holtland) mit Anna-Kristin Mielke und Svenja Pleuß

Zuschauer:
72 (handverlesen)



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