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2.Bundesliga-Nord, 5. Spieltag

Herford gewinnt auch in der Hauptstadt

1. FC Lübars - Herforder SV 0:1 (0:0)

11.10.2011
Bericht und Bilder von Ralf Dauksch


Am 5. Spieltag in der Nordstaffel der 2. Bundesliga stand für den 1.FC Lübars das zweite Heimspiel nacheinander an. Nach dem 3:1-Sieg gegen Meppen empfing der Kooperationspartner von Hertha BSC Berlin den bislang ungeschlagenen Tabellenzweiten aus Ostwestfalen. Bei strahlendem Sonnenschein sahen die 122 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, das bis zum Ende spannend blieb. Erst in der Nachspielzeit erzielte der Herforder SV das einzige Tor des Tages und festigte damit seine Position als erster Verfolger des BV Cloppenburg.

Giustina Ronzetti

Claudia Bujna
Zu Spielbeginn gab es wenig Gefahr für die beiden Torhüterinnen, die Schüsse von Anna-Sophie Fechner und Aylin Yaren auf Berliner Seite waren genauso harmlos, wie die der Herforderinnen Claudia Bujna und Anna Laue. Cordula Busack konnte auch eine schöne Flanke von Laue gerade noch abfangen, bevor sie die heranstürmende Jil Urbas erreichte. In der 25. Minute trat Aylin Yaren eine Ecke präzise in den Strafraum, es gelang den Hertha-Frauen allerdings nicht, den Ball ins Tor zu stochern, Christina Drewitz rettete auf der Linie bevor Jennifer Voss das Leder weit aus der Gefahrenzone beförderte. Kurze Zeit später hatten die Gäste die Chance zur Führung. Nach einem Foulspiel an Jil Urbas gab es einen Freistoß aus 20 Metern. Die gefoulte trat selber an, der Ball erreichte Anna Laue, die jedoch Cordula Busack nicht überwinden konnte. Zwei Minuten später eilte Christina Drewitz ballführend auf der linken Seite über das halbe Spielfeld und hatte nach einem sehenswerten Doppelpass mit Urbas das 1:0 für die Ostwestfälinnen auf dem Fuß, ließ sich aber in letzter Sekunde den Ball von Busack abnehmen. Lübars war bei Standardsituationen immer wieder gefährlich. Ein Freistoß aus 25 Metern von Jana Teodoridis zwei Minuten vor der Pause ging nur knapp rechts am Tor vorbei. Eine Minute später gab es wieder eine Ecke von Yaren, aber wieder stand eine Herforder Spielerin goldrichtig. Diesmal war es Jennifer Voss, die auf der Linie rettete. Es ging torlos in die Pause, beide Mannschaften waren in der ersten Hälfte gleichstark und boten ein temporeiches Spiel.

Jennifer VossIn der zweiten Halbzeit nahmen die Fehler auf beiden Seiten zu, Offensivaktionen waren zunächst Mangelware. In der 63. Minute setzte Claudia Bujna zu einem langen Sololauf in den Strafraum an, Berlins Schlussfrau konnte ihren Schuss aber mit einer großartigen Reaktion noch abblocken. Marion Gröbner katapultierte den Ball im Nachsetzen knapp neben das Tor. Nach einer Ecke von Anna Laue waren es diesmal die Gastgeberinnen, die das Glück hatten, dass eine Feldspielerin auf der Linie stand und das Unentschieden gehalten werden konnte. Rund 20 Minuten vor dem Ende wurde auf beiden Seiten gewechselt. Berlins Trainer Jürgen Franz brachte Katharina Bonk, für Herford liefen nun Giustina Ronzetti und Lena Schulte auf. Nach einem Foul an Franziska Hagemann bekam Lübars einen Freistoß aus 20 Metern, Jana Teodoridis schoss den Ball nur wenige Zentimeter über die Latte. Auf der anderen Seite erwischte Desirée Lenz eine Flanke von Giustina Ronzetti nicht richtig, so dass die Kugel über das Tor hinausflog. Die nächste Chance bot sich Anna Laue, die den Ball von links aus spitzem Winkel aber sowohl an der Torhüterin wie auch am rechten Pfosten vorbei schob. Fünf Minuten vor dem Ende schlug Jana Teodoridis einen Freistoß in den Strafraum, Friederike Abt im Herforder Tor konnte aber mit einem schnellen Reflex den von einer Herthanerin per Kopf verlängerten Ball in höchster Not abwehren. Mit Ablauf der regulären Spielzeit erreichte ein langer Pass von Laue die durchgestartete Giustina Ronzetti, die im Abschluss allerdings nicht das notwendige Glück auf ihrer Seite hatte. In der Nachspielzeit eine vergleichbare Situation, diesmal kam der Pass von Lena Schulte. Ronzetti startete durch, ließ Cordula Busack keine Chance und erzielte mit dem Schlusspfiff die Führung für die Gäste.

Claudia BujnaWie schon im Spiel zuvor gelang dem Herforder SV unmittelbar vor dem Ende das 1:0, dabei hatte man sich schon mit einem torlosen Remis abgefunden, so auch Jürgen Prüfer. Der Herforder Trainer brachte 20 Minuten vor dem Ende die schnelle Giustina Ronzetti, um im Spiel nach vorne gegen müder werdende Berlinerinnen den entscheidenden Vorteil zu haben. Letztendlich war dieser Plan dann aber doch noch von Erfolg gekrönt. Beim 1.FC Lübars war man natürlich enttäuscht, so kurz vor dem Ende noch den Gegentreffer hinnehmen zu müssen, nachdem man lange Zeit mit den Gästen auf Augenhöhe gespielt hatte.





1. FC Lübars:
Busak, Liepack, Rösler, Reitzig (83. Huseinovic), Hagemann, Teodoridis, Yaren, Neue, Behrends (90. Wörle), Timme (69. Bonk), Fechner

Herforder SV:
Abt, Gröbner, Schaaf, Dünker, Drewitz, Bujna (69. Ronzetti), Voss, Lenz, Urbas (75. Schulte), Laue (90. Hansmeier), Wermelt

Tore:
0:1 Ronzetti (90.)


Gelbe Karten: - / -

Schiedsrichterin: Anke Seemann (Oldisleben) mit Cora Winter und Susann Gaspar

Zuschauer: 122




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