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2.Bundesliga-Nord, 3. Spieltag

Aufsteiger aus Jena mit erstem Saisonsieg!

FF USV Jena II - Magdeburger FFC 2:0 (1:0)

21.09.2011
Bericht von Steffen Langebein, Bilder von Holger Peterlein


Im Dauerregen fand das Ostduell zwischen dem Aufsteiger FF USV Jena II und dem Magdeburger FFC statt. Jena in dieser Saison bisher sieglos, dagegen zeigten die Magdeburgerinnen beim 1:2 in Oldesloe bereits am 1. Spieltag, dass man in der Fremde gewinnen kann und will. 200 Kilometer trennen Jena und Magdeburg, nach dem Spiel waren es dazu noch 2 Tore von Christiane Gotte, die damit alle 3 Treffer für die Jenaerinnen in der laufenden Saison erzielt hat.

Christiane Gotte
Im dritten Saisonspiel wollte das Reserveteam des thüringischen Erstligisten unbedingt die ersten Zweitliga-Punkte einfahren. Mit Saskia Schwarz, Lisa Seiler, Jofie Stübung und Sabine Treml standen vier Spielerinnen, die zum (erweiterten) Kader der Ersten gehören, im Aufgebot. Für die Magedeburgerinnen ging es darum, bei einem möglichen Konkurrenten gegen den Abstieg ebenfalls zu punkten.
Das Spiel hatte kaum begonnen, war praktisch noch in der Phase des Abtastens, da gingen die Gastgeberinnen schon in Führung. Auf der rechten Seite setzte sich Janett Wochnik durch, ihre Flanke erwischte Torjägerin Christiane Gotte aus sechs Meter Entfernung direkt mit dem Knie und das Leder zappelte im Netz (7.). Wenig später stand auf der Gegenseite Stephanie Trabert nach einem Abwehrfehler plötzlich ziemlich frei, semmelte das Leder jedoch am langen Pfosten vorbei (10.). Auch ein schönes Solo von Katja Gabrowitsch war nicht von Erfolg gekrönt (16.).

Stephanie Träbert Julia BätzDas Match spielte sich sonst meist zwischen den Strafräumen ab, auch weil sich beide Seiten zu viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau leisteten. Das Spiel plätscherte dahin – wie auch der Dauerregen. Dania Schuster fasste sich mal aus der Ferne ein Herz, der Ball strich knapp übers Gehäuse (30.). Jenas Abwehr um die Spielführerin Dana Walther und die Ex-Magdeburgerin Jofie Stübing „hielt den Gegner lange gut vom Strafraum weg“, wie es Trainer Christian Kucharz anschließend formulierte. USV-Keeperin Griseldis Meißner hatte keine großen Probleme bei Schüssen von Melissa Krakowski (33.) und Stephanie Abels 30-Meter-Freistoß (36.). Magdeburgs Torfrau Eva Lotta Raven hatte kaum zu tun, auch Gotte traf kurz vor dem Pausenpfiff aus spitzem Winkel nur das Außennetz (43.).


Stephanie Träbert Die Magdeburgerinnen hatten auch nach der Pause mehr Spielanteile und durch Patricia Steinbrück die erste Chance in Halbzeit Zwei (50.). Jena agierte noch mehr aus der Konterstellung heraus, meist auf Gotte, welche die Vorentscheidung (noch) vergab (57., 62., 66.). Jenas Keeperin Meißner bekam nun in Magdeburgs stärkster Phase einiges zu tun. Mit toller Parade entschärfte sie Träberts Volleyschuss nach Flanke von Abel (69.). Auch Schuster (70.), Krakowski (75., 77.) und Gabrowitsch (85.) konnten Jenas Defensive und Torfrau nicht überwinden. Und, wer seine Chancen nicht nutzt, wird eben meist bestraft – diesmal von Gott(e). Jenas Sturmführerin versenkte kurz vor Spielende nach Vorarbeit von Seiler den Ball aus Nahdistanz zur Entscheidung im Gästetor (88.). Damit war der erste Sieg für die Zweite des FF USV in Liga Zwei perfekt! Im weiteren Saisonverlauf wird sich zeigen, ob bei Jena neben Gotte, die alle drei Saisontore erzielte, auch andere Spielerinnen mehr Torgefahr ausstrahlen können. Sonst wird der Aufsteiger zu ausrechenbar. Magdeburg ist spielerisch schon weiter, muss aber vor allem seine Chancen künftig besser nutzen.



Trainerstimmen:

Christian KucharzChristian Kucharz (Jena): „Das frühe Tor kam uns entgegen. Magdeburg hatte, wie auch erwartet, mehr Spielanteile. Unser Training bei der Arbeit gegen den Ball hat sich ausgezahlt, wir haben bis zur 60. kaum Chancen zugelassen. Leider haben wir viele Bälle nach Ballgewinnen zu schnell wieder verloren. Mit diesem Sieg sind wir in der 2.Liga angekommen, auch im Sinne von Punkten.“



Steffen RauSteffen Rau (Magdeburg): „Glückwunsch an Jena. Wir sind natürlich enttäuscht, unser Ziel waren 3 Punkte. Wir waren auch spielerisch besser und hatten mehr Chancenanteile. In der 1.Halbzeit kam Jena einmal gefährlich vors Tor und schon stand es 1:0. Wir haben uns vor der Pause zu wenig Zwingendes erarbeitet, hatten nach der Pause dann mehr Chancen, diese aber leider nicht genutzt.“




FF USV Jena IIFF USV Jena II:
Meißner, Stübing, Walther, Ludwig, Seiler (87. Scherl), Wochnik (82. Janke), E. Müller, Bätz (64. Pochert), Treml, Gotte, Schwarz

Magdeburger FFC:
Raven, Roeloffs (62. Rath), Gabrowitsch, Abel, Knipp, Weinbeer, Träbert, Krakowski, D.Schuster, Bartke (75. Klemme), Steinbrück

Tore:
1:0 Gotte (7.)
2:0 Gotte (88.)

Gelbe Karten: Bätz / -

Schiedsrichterin: Annette Raith (Ansbach) mit Kerstin Nußbaum und Corinna Köttig

Zuschauer: 710




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