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2. Bundesliga Nord, 2. Spieltag

Mit Glück und Abt

Herforder SV – 1. FFC Turbine Potsdam 2:0 (1:0)

Text und Bilder von Ralf Dauksch

04.09.2011. Am zweiten Spieltag kam es im Herforder Ludwig-Jahn-Stadion zum Duell des heimischen Bundesligaabsteigers gegen die Reserve von Turbine Potsdam. Beide Mannschaften waren mit einem Sieg in die Saison gestartet. Obwohl der Vorjahres-Dritte fast das gesamte Spiel die überlegene Mannschaft war, konnte der Herforder SV die Partie dank einer überragenden Torhüterleistung mit 2:0 für sich entscheiden.

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Die beste Spielerin auf dem Platz: Friederike Abt hält einen Schuss von Daniela Löwenberg.


Lena Wermelt Bei wechselnd bewölktem, aber trocknem Wetter kamen 439 Zuschauer nach Herford, um das erste Heimspiel der Saison zu sehen. Der Gastgeber begann dann auch mit zwei viel versprechenden Torchancen, als zunächst Kapitänin Desirée Lenz in der dritten Minute über das Tor schoss und Anna Laue vier Minuten später völlig freistehend rechts am Tor vorbeizielte. Danach allerdings übernahm mehr und mehr der Gast aus Potsdam die Kontrolle. In der 13. Spielminute vergab die sehr auffällige Erica Dillmann eine gute Möglichkeit zur Potsdamer Führung, als sie eine Flanke von Lidija Kulis nur um Zentimeter am Tor vorbeiköpfte. Einen Kopfball von Josephine Schlanke nach Freistoß von Stefanie Draws konnte HSV-Torhüterin Friederike Abt in höchster Not abwehren. In der Folge erhöhte Potsdam weiter den Druck bis es in der 34. Minute einen Freistoß für Herford gab. Den von Marion Gröbner aus gut 30 Metern in den Strafraum gebrachten Ball konnte Lena Wermelt per Kopf zur glücklichen Herforder Führung verwerten. Turbines Bundesligareserve ließ sich durch den Rückstand jedoch nicht aus dem Konzept bringen und erarbeitete sich nun Chance um Chance, jedoch wurden die Potsdamer Ausgleichshoffnungen regelmäßig von Friederike Abt zerstört. Die Torhüterin klärte noch zweimal überragend gegen Lidija Kulis und Daniela Löwenberg und konnte auch einen Freistoß von Sandra Starke in der 45. Minute per Fußabwehr parieren. Der Ausgleichstreffer schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, doch es ging zunächst mit einem 1:0 in die Kabinen.



Nach der Pause verflachte das Spiel zunächst. Die Herforder Abwehr wurde sicherer und die BrandenErica Dillmann Jacqueline Dünker Marion Gröbnerburgerinnen kamen nicht mehr zu gefährlichen Aktionen, ließen ihrerseits aber auch den Gastgeber nicht zu nah an den eigenen Strafraum kommen. Friederike Mehring musste lediglich zwei Torschüsse der harmloseren Art von Anna Laue und Lena Wermelt entschärfen. Nach gut einer Stunde enteilte die eingewechselte Giustina Ronzetti den Potsdamer Verteidigerinnen und flankte von links auf die mitgelaufene Anna Laue, aber Mehring verhinderte eine Vorentscheidung. Auch der Nachschuss von Marion Gröbner landete in den Händen der Potsdamer Torhüterin. Zehn Minuten vor dem Ende konnte der Gast den Druck dann wieder erhöhen, Herford konnte sich nur selten aus der eigenen Hälfte befreien, ließ Potsdam aber auch nicht zum Abschluss kommen. Das zweite Tor des Tages fiel erneut durch eine Standardsituation. Einen von Laue getretenen Eckstoß konnte Jacqueline Dünker aus kurzer Distanz sicher ins Netz köpfen (84. Minute). Das Spiel war jetzt zwar entschieden, aber die Turbininnen gaben sich nicht auf. Fünf Minuten vor dem Ende ging ein 40-Meter-Freistoß von Stefanie Draws nur knapp über die Latte, drei Minuten später gelang es Friederike Abt, einen Ball abzufangen, bevor die lauernde Liesa Seifert zum Kopfball kommen konnte.



 Josephine Schlanke klärt hier noch vor Torhüterin Friederike Mehring nach einem Freistoß von Jacqueline Dünker Für Turbine wäre hier mehr drin gewesen, man dominierte das Spiel über weite Strecken, wurde allerdings von Herfords Torfrau zur Verzweiflung gebracht, während der Herforder SV ohne zu glänzen die Tabellenführung übernehmen konnte.












Herforder SV:
Abt – Gröbner, Schaaf, Dünker, Hansmeier – Harbert (68. Ronzetti), Voss, Lenz, Drewitz (46. Bujna) – Laue (89. Horst), Wermelt


F1. FFC Turbine Potsdam II:
Mehring – Braun, Wiegand, Schlanke, Löwenberg – Draws, Kulis, Bast, M. Kerschowski (82. Seifert) – Starke (74. El-Kassem), Dillmann


Tore:
1:0 Wermelt (34.)
2:0 Dünker (84.)


Gelbe Karten: Dünker / Löwenberg, Schlanke

Schiedsrichterin: Lena Dittmann (Stadthagen) mit Svenja Pleuß und Nicole Fink

Zuschauer: 439



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